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Forscher in Antarktis mit Corona infiziert: Ausbruch auf einsamer Station

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Von: Christian Einfeldt

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Polarforscher aus Belgien sind auf einer entlegenen Forschungsstation in der Antarktis – und mit Corona infiziert. Trotz Impfung, PCR-Tests und Isolation.

Antarktis – Selbst vor den weitesten Distanzen macht das Corona-Virus keinen Halt: Allen PCR-Tests zum Trotz hat sich mindestens ein Forscher aus dem belgischen Team mit Corona infiziert. Und trotz strenger Quarantäne kommt es in der arktischen Kälte zu einem echten Corona-Ausbruch. Zunächst war es nur eine betroffene Person. Wenig später berichten BBC und die belgische Zeitung „Le Soir“ von 16 Menschen im Forschungsteam, die sich umgehend in Quarantäne begeben mussten – rund zwei Drittel der anwesenden Forscher hätten sich mit der Omikron-Variante angesteckt.

Corona-Virus in Deutschland:Quelle: Our World in Data und JHU CSSE COVID-19 Data, Stand: 01. Januar 2022·
Fälle insgesamt:7,21 Mio.
Todesfälle:112.000

Corona-Ausbruch in der Antarktis: Forscher trotz Tests und Isolation mit Omikron infiziert

Als am 14. Dezember 2021 der erste positive Corona-Befund vorlag, befand sich die infizierte Person bereits sieben Tage auf der antarktischen Polarstation. Eine anschließende Quarantäne konnte eine Ausbreitung des Virus nicht verhindern. Ähnlich wie die Corona-Ausbrüche, die Kreuzfahrtschiffsreisen von AIDA und TUIs Mein Schiff zum Erliegen brachten, zog auch der Vorfall in der Antarktis eine Vielzahl an Infektionen nach sich. Das Corona-Virus verbreitete sich unermüdlich.

Trotz der weltweit rasanten Ausbreitung des Corona-Virus, die in Bremen mit der aktuell bundesweit höchsten Inzidenz Deutschlands* offenbar besonders besorgniserregend ist, scheint ein Ausbruch auf einer entlegenen Forschungsstation ohne Kontakte außerhalb des Teams mitten in der Antarktis doch als nahezu ausgeschlossen. Dieser Annahme trotzt das Virus nun: Trotz doppelter Impfung, mehrerer PCR-Test und Isolation haben sich nach Berichten von ntv.de rund zwei Drittel der Forscher*innen während des Aufenthalts auf der Prinzessin-Elisabeth-Polarstation infiziert.

Forschungsstation im antarktischen Eis
Der Großteil eines Forscherteams infizierte sich in der Antarktis mit der Omikron-Variante. © picture-alliance/ dpa

Corona-Ausbruch in der Antarktis: Forscher wohl auf Anreise über Südafrika infiziert

Gegenüber BBC bestätigte der Projektleiter der Internationalen Polarstiftung, Joseph Cheek, dass der Vorfall in der Antarktis - wenn auch überraschend - nicht besorgniserregend sei. „Die Situation ist nicht dramatisch“ und „die Arbeit auf der Forschungsstation wird im Großen und Ganzen nicht beeinträchtigt“, gab er dem britischen Sender zu Protokoll. Wie etwa ntv.de berichtete, hätte sich das belgische Team im Zuge ihrer Durchreise Richtung Antarktis in Südafrika mit der Omikron-Virusvariante infiziert.

Die Quarantänezeit betrug laut „Le Soir“ zehn Tage. Folgende PCR-Tests schlossen zunächst jeglichen Verdacht auf einen Corona-Befund aus. Vor wie während der Reise zur antarktischen Prinzessin-Elisabeth-Polarstation gab es demnach keinerlei Hinweise auf Infektionen – bis wenige Tage später dann doch ein positives Ergebnis verunsicherte. Von nun an gelten in der Antarktis unmissverständliche Vorschriften: Nach Informationen von ntv.de wird die Forschungssaison drastisch verkürzt. Solange das Corona-Virus weiterhin in Antarktis wütet, sei es darüber hinaus ohnehin verboten, sich Zugang zur Polarstation zu verschaffen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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