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„190 Euro die Stunde“: Sylt-Punks im Schnorrer-Glück – Urlauber sehr spendabel

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Von: Patricia Huber

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Die Punks auf Sylt sind begeistert. Denn auf der Urlaubsinsel der Reichen lohnt sich das Schnorren so richtig – die Menschen seien dort viel spendabler.

Sylt - Die beliebte Nordseeinsel Sylt war bisher bekannt als Feriendomizil der Schönen und Reichen. Champagner trinken, shoppen, feiern und entspannen – das alles gehörte zum Tagesprogramm der Urlauber. Doch in diesem Jahr wird die Idylle gestört. Denn mit dem Start des 9-Euro-Tickets, auf das jetzt sogar das 1-Euro-Ticket folgen könnte, kam auch eine Horde Punks auf die Insel, die teils für große Unruhen sorgt. Auch Politiker fordern bereits Lösungen, denn Sylt ächzt unter den Punks auf der Insel – „Wir halten das nicht durch“.

Sylt: Punks freuen sich über spendable Urlauber – 190 Euro in einer Stunde

Viele Anwohner und Geschäftsleute sind genervt von den neuen Gästen, ja es wurden schon Betonblöcke gegen wildpinkelnde Punks auf Sylt errichtet. Doch einige Urlauber scheint das nicht zu stören, sie haben sogar die Spendierhosen an. „Die Leute sind hier in Westerland viel spendabler als auf dem Festland“, berichtet die Punkerin Sani gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. Sie und ihr Hund Lilo sind bereits seit drei Wochen auf Sylt. Sich selbst beschreibt Sani als „Reisende“ und „Rumtreiberin“.

Sylt-Urlauber in Spendierlaune – auch Essensspenden erfreuen die neuen Punker-Gäste

Das Schnorren würde sich auf der Nordseeinsel lohnen. Als Ursache für die Spendierlaune vermutet Sani, dass die Menschen im Urlaub glücklicher sind. Aber nicht nur Geld erhält sie. Die Menschen brächten außerdem häufiger Essen vorbei, wenn sie abreisen.

Punks auf Sylt
Die Punks auf Sylt sind zufrieden, denn die Urlauber auf der Insel sind besonders spendabel. © Gottfried Czepluch/Eibner/Imago Images

Punk nimmt auf Sylt im Schlaf ein kleines Vermögen ein

Auch der Punker Florian aus Berlin kann sich über seine „Einnahmen“ auf Sylt nicht beschweren. Als er vor einem Kassenhäuschen am Strand ein Nickerchen gemacht hat, kam er unverhofft zu einem kleinen Vermögen. „Ich saß vor dem Kassenhäuschen und bin im Sitzen eingepennt und ich hab 190 Euro gemacht – innerhalb von einer Stunde“, erzählt er dem „Abendblatt“.

Sylt taut auf: „Viele finden gut, dass es ein bisschen bunter wird“

Obwohl den Punks häufig Abneigung und Gegenwehr entgegenschlägt, gibt es auch Menschen, die offen auf sie zugehen. Sani berichtet, dass viele Insulaner und Urlauber sie auch ansprechen und sich mit ihr unterhalten möchten. „Viele finden gut, dass Westerland durch uns ein bisschen bunter wird.“ Allerdings ist auch Farbvielfalt eine Geschmackssache. Bei der Einführung von Regenbogen-Pommes zum Pride Month erntete McDonald’s Hohn und Spott.

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