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Entnervte Autofahrer zerren Klimaaktivisten von der Straße

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Von: Ulrike Hagen

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In Berlin protestieren Klima-Aktivisten und blockieren Autobahn-Zufahrtstraßen. Genervte Autofahrer drehen durch und zerren die Demonstranten selber von der Straße.

Berlin – Zum wiederholten Mal setzen sich in Berlin Klimaaktivisten auf Autobahnzufahrten, um gegen Lebensmittelverschwendung und für eine verträglichere Landwirtschaft einzutreten. Etwa ein Dutzend Menschen blockiert verschiedene Zufahrten zur Stadtring-Autobahn A 100. Einige von ihnen kleben sich auf der Straße fest, wie die Polizei laut dpa bestätigt. Die Situation eskaliert schnell.

Aktivisten blockieren mit orangen Warnwesten auf der Straße sitzend Berliner Autobahn, Autofahrer gehen auf die Demonstranten los.
Klimaschützer blockieren die Abfahrt der Berliner Stadtautobahn A100. Die Stimmung heizt sich auf: Schließlich gehen die Autofahrer auf die Protestierenden los. © Paul Zinken/dpa

Genervte Autofahrer zerren Klimaaktivisten von der Straße – Klimastreik auf der Straße eskaliert handgreiflich

Die Anhänger der Aktivisten-Gruppe „Essen retten - Leben retten“ fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine sofortige Agrarwende für den Klimaschutz. Als einige der Protestler die Berliner Stadtautobahn A 100 an der Ausfahrt Kurfürstendamm blockieren, kommt der morgendliche Berufsverkehr zum Erliegen. Die wütenden Autofahrer steigen aus ihren Wagen und schnell schaukelt sich die Stimmung hoch. Erst wird diskutiert, dann zerren die genervten Autofahrer und Anwohner die Klimaaktivisten rabiat von der Fahrbahn – noch bevor die Polizei eintrifft, wie Aufnahmen zeigen. 

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Klima-Aktivisten „Aufstand der letzten Generation“ kündigen weitere Straßen-Blockaden an

Die Aktivistengruppe, die sich „Aufstand der letzten Generation“ nennt, hat in den vergangenen Monaten auch schon in anderen Städten wie in Hamburg, wo sogar ein SUV in die Klima-Demo fuhr, und Hamburger Polizisten schauten nur zu oder Stuttgart mit Straßenblockaden auf ihre Ziele aufmerksam gemacht. Die konkrete Forderung: In Deutschland würden circa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen, was 22 Millionen Tonnen Kohlendioxidausstoß erzeuge. Diese CO₂-Emissionen zu reduzieren, sei ein Leichtes, argumentiert die Gruppe. Zum gewaltfreien Widerstand gebe es keine Alternative, da der Klimakollaps drohe.

Die Aktivisten kündigten an, die Proteste fortzusetzen, bis von der Regierung ernsthafte Schritte zur Einführung eines „Essen-Retten-Gesetzes“ folgten. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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