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„Das gibt ne Anzeige“: Vater findet Mutter-Kind-Parkplatz diskriminierend

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Von: Ulrike Hagen

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Vater fühlt sich von Edeka diskriminiert – weil es dort nur Mutter-Kind-Parkplätze gibt. Er tritt im Netz eine neue Gender-Debatte los, die ziemlich witzig wird.

Bad Windsheim – Der größte Lebensmittelhändler Deutschlands mit Hauptsitz in Hamburg, der gerade erst mit „Student*innenfutter“ im Edeka-Regal für Aufsehen in der Gender-Debatte sorgte*, gerät in das Visier eines Vaters, der mit seinem Kind nach einem Parkplatz auf dem Gelände seines örtlichen Edeka-Marktes im bayerischen Bad Windsheim sucht – und ein Schild entdeckt, dass ihn irritiert zurücklässt.

Unternehmen:Edeka
Hauptsitz:Hamburg
Umsatz:61 Milliarden Euro (2020)
Gründung:1898, Berlin
Mitarbeiter:402.000 (2020)
Mitglieder der Gruppe:Edeka-Märkte, Marktkauf, Netto, Nah & Gut, WEZ

Wegen Schild für Mutter-Kind-Parkplatz bei Edeka: Vater sauer über Diskriminierung

Wie schnell man ins Gender-Kreuzfeuer geraten kann, musste schon Penny feststellen, dessen gender-neutrale Schokofigur „Zipfelmensch“ polarisierte*. Wiederum Aldi erntete einen Shitstorm, weil die Karottenfamilie aus der Werbung zu heterosexuell war*. Nun erwischt die Gender-Aufregung also Edeka. Der Anlass: eine Hinweistafel, die einen Parkplatz explizit als Mutter-Kind-Stellplatz ausweist. „Das gibt ne Anzeige, ich fühle mich als Papa diskriminiert. Wenn schon alle den Genderschwachsinn machen, dann aber auch richtig“, frotzelt der leicht angefressene Papa auf der Facebook-Seite von Edeka.

Ein Auto auf einem Mutter-Kind-Parkplatz vor einer Edeka-Filiale
Gender-Wahnsinn: Vater entdeckt Mutter-Kind-Schild auf einem Edeka-Parkplatz und frotzelt über die vermeintliche Diskriminierung auf der Facebook-Seite von Edeka. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage) © Michael Gstettenbauer/Eva Gründemann/Karlheinz Pawlik/imago

Vater frotzelt wegen Edeka-Schild: „Wenn schon Gender-Schwachsinn, dann richtig!“

Konsterniert schließt der Mann aus Bad Windsheim eine Frage an: „Darf ich denn jetzt hier parken wenn ich mit meinem Kind einkaufen möchte?“. Edeka beweist Dienstleistungsqualitäten und reagiert prompt: „Hallo Jan, wo steht denn das Schild? Kannst du uns bitte per PN die Adresse des Marktes schicken? Dann leiten wir das gern an den Kundenservice vor Ort weiter. Für eine Rückmeldung an dich, schick uns bitte per PN deine E-Mail Adresse und Telefonnummer.“

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Edeka-Community steigt in die Gender-Debatte ein: „Schild wird unserer heutigen Zeit einfach nicht gerecht“

Auch die Edeka-Community trägt ihren Senf zur Mutter-Vater-Kind-Parkplatz-Problematik bei: „Du hast das falsch verstanden. Dort kannst die Mutter und ihr Kind parken bis du als Papa von deinem Einkauf zurück bist“, ulkt ein User. Eine andere meint: „Nee darfst du nicht, Edeka vertritt das alte Frauenbild. Die Frauen ,müssen´einkaufen gehen“. Andere kritisieren an dem Schild, dass es zwei Personen mit Rock zeigt: „Aha, für Mutter mit ihren weiblichen Kindern... und was ist, wenn die Mutter einen Sohn hat? Dieses Schild wird unserer heutigen Zeit einfach nicht gerecht“. 

Mutter-Parkplatz-Debatte: „Schild hält fette alte Männer auch nicht davon ab, dort zu parken!“

Eine andere stichelt: „Diese Plätze wurden lange vor dem Genderunsinn eingeführt und heißen schon immer und überall so, nicht nur bei Edeka. Allerdings werden sie seit einiger Zeit auch mit ,Eltern-Kind-Parkplatz´ beschriftet. Was aber fette alte Männer mit Dackel auch nicht davon abhält, dort zu parken!“ 

Ähnlich großer Wirbel also wie die viral gehende Suche einer Kundin nach ihrem Traummann , die sich bei Edeka auf den ersten Blick verliebt hatte* um ein recht harmloses blaues Schild. Der Hashtag #einbisschenspassmusssein unter dem Post des Papas lässt allerdings schon durchblicken, dass er sich mit seinem Beitrag eher einen kleinen Scherz erlauben – und höchstens augenzwinkernd an der aktuellen Gender-Debatte beteiligen wollte. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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