Eröffnung am Westbahnhof in Wien

Burger King eröffnet erste komplett vegane Filiale: „Pflanzen König?!“

  • Bjarne Kommnick
    VonBjarne Kommnick
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Es gibt die erste komplett vegane Burger King Filiale – als dauerhaftes Konzept: Der Burger-Riese will Vorreiter für fleischlosen Genuss werden.

Wien – Burger King hat in Wien am Westbahnhof seine erste ausschließlich vegane Filiale eröffnet. Doch dieses Mal handelt es sich nicht um eine vorübergehende PR-Aktion, wie zuletzt als der Fastfood-Konzern mehrere Standorte für zehn Tage auf vegane Produkte umgestellt hatte. Dieses mal stecke in langfristiges Vorhaben dahinter. Burger King will ein Vorreiter in Sachen veganer Ernährung werden. „Ein weiterer, wichtiger Schritt in die richtige Richtung: eine Zukunft mit mehr fleischfreien Alternativen und mehr pflanzlichen Zutaten“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

StadtWien
Fläche414,6 km²
Höhe190 m
Bevölkerung1,897 Millionen

Burger King eröffnet erste komplett vegane Filiale – Standort ist der Wiener Westbahnhof

Doch damit die Filiale nicht bald schon wieder auf die traditionellen Produkte zurückgreifen muss, fordert Burger King seine Kundinnen und Kunden: „Wir bleiben so lange geöffnet, wie Andrang besteht. Wird das Restaurant gut angenommen, bleiben wir gerne für immer beim 100 Prozent veganen Konzept“. Also doch nur ein Schritt, um die Werbetrommel bei Veganerinnen und Veganern zu rühren? Immerhin ist ein Versehen dann nicht mehr möglich, wie bei einer Veganerin, die ihre Freunde angezeigt hatte, weil sie Chicken McNuggets gegessen hatte.

In Wien hat die erste vegane Burger King Filiale eröffnet.

Zu mindestens bewegt sich der Konzern insgesamt immer mehr in Richtung vegan. Marketingchef Klaus Schmäing erklärt: „Das ist kein nischiger Markt mehr, wie man auch in Supermärkten sieht“, berichtet „welt.de“. Deshalb hatte Burger King zuletzt auch in Deutschland das vegane Angebot kräftig angezogen. Zu fast jedem Fleischprodukt gebe es in allen 750 Filialen bundesweit ab sofort auch ein veganes Pendant: „Wir wollen unseren Gästen die Wahl geben und rechnen damit, dass das sehr gut läuft“, so Schmäing. Das scheint nicht überall so zu sein, zuletzt liefen KFC-Kunden wegen veganem Chicken sturm.

Laut Burger King war bei Kunden „Wunsch nach einem veganen Restaurant riesig“

Zur Eröffnung der nur-veganen Filiale in Wien schreibt das Unternehmen: „Der enge Austausch mit unseren Gästen hat gezeigt, dass der Wunsch nach einem veganen Restaurant riesig ist“. Somit liege es laut Unternehmen nahe, „dass wir den nächsten Schritt gehen und das gesamte Restaurant am Wiener Westbahnhof auf unbestimmte Zeit in einen veganen Standort verwandeln“. In Australien hatte eine Stadt zuletzt den Umbau einen McDonald‘s Drive In verboten, weil die Anwohner zu dick würden.

Netz reagiert auf veganen Burger King: „Können sich andere eine vegane Scheibe abschneiden“

Die Meinungen im Netz über die vegan-Premiere bei Burger King ist geteilt, doch überwiegend erhält das Unternehmen im Netz viel Zuspruch: „Tolles Vorzeigeprojekt. Jetzt würde ich gerne in Wien wohnen“, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer User schreibt:„So schaut die Zukunft aus, da können sich andere Ketten eine vegane Scheibe abschneiden“. Ein Dritter schreibt: „Ich bin ja wirklich kein Freund des Fast-Foods, aber da ist euch wirklich mal eine Kampagne richtig toll gelungen“.

„Danke für das Warnschild“: Burger King erntet auch Kritik für veganes Konzept

Doch es hagelt auch mächtig Kritik für den veganen Schritt von Burger King: „Danke für das Warnschild“, spottet ein User und spielt damit auf das extra in Grün gestaltete Burger-King-Logo der Filiale an. Ein anderer schreibt: „Falls ich mal in Wien bin, weiß ich, wo man sicher nichts Vernünftiges zu essen bekommt.“ Ein Nutzer meint: „Dann bitte umtaufen auf Pflanzen König, Burger ist mit Fleisch“. Ein User prophezeit: „Burger King für Vegane? Wird sich eh nicht lange halten“.

Rubriklistenbild: © Burger King

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