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Bars weltweit verbannen russischen Wodka – stattdessen ukrainischer Alkohol

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Von: Christian Einfeldt

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International zeigen sich Bars und Kneipen jetzt solidarisch mit der Ukraine. Sie schütten russischen Wodka in den Abguss und bieten nur noch Ukrainischen an.

Ontario, Kanada – Der Ukraine-Krieg hält die Welt in Atem. Die Bilder sind erschütternd, die Auswirkungen allgegenwärtig. So leidet bereits Hamburgs Wirtschaft an Russlands Invasion. Weltweit wie auch in Hamburg demonstrieren Tausende auf Ukraine-Demos gegen Putin, es gibt weltweit Protestaktionen. Nun sogar in Bars : Barbesitzer*innen schütten ihren Wodka in Massen Richtung Abguss. Sie wollen sich solidarisch mit der Ukraine zeigen. In Nordamerika und ersten weiteren Ländern erwartet Gästen jetzt statt russischer Wodka, Wodka aus der Ukraine.

Land in Europa:Ukraine
Präsident:Wolodymyr Selenskyj
Hauptstadt:Kiew
Fläche:603.548 km²
Bevölkerung:44,13 Millionen (2020)

Wodka-Boykott wegen Ukraine-Krieg: Barkeeper verbannen russischen Schnaps

Der Ukraine-Krieg macht betroffen: Russlands Invasion in die Ukraine forderte bereits unzählige Opfer. Darüber hinaus kamen gerade erst Meldungen auf, Russlands Präsident Wladimir Putin drohe mit dem Einsatz von Atomwaffen. Treffend bezeichnete Tschentscher den Ukraine-Krieg bereits als: „Schwarzer Tag für Europa“. Hamburg zeigt Flagge und forderte im selben Atemzug Sanktionen gegen Russland. Solidarisch zeigten sich auch die Politiker Weil und Klingbeil: Sie wollen „keine Geschäfte mit Kriegstreiber Putin“*.

Die Entscheidung der protestierenden Barkeeper ist wohl auf eine ähnliche Argumentation zurückzuführen. Ihre Anteilnahme mag etwas ungewöhnlich daherkommen, doch ist darum nicht weniger deutlich als ein klares Zeichen gegen die Gräueltaten des Ukraine-Kriegs zu verstehen: In vielen Bars in den USA und in Kanada gibt es fortan keinen russischen Wodka mehr – stattdessen aber nun welchen aus der Ukraine. Seit die Aktionen auf Social Media Furore machen, beteiligen sich immer mehr Gastro-Betriebe in verschiedenen Ländern. Die Videos landen auf Youtube, TikTok ud instagram.

Ein Mann gießt Wodka weg.
Nordamerikanische Bars beteiligen sich an einem Protest, in dem sie russischen Wodka weggießen. © YouTube @KTVZ NewsChannel 21

Solidarität mit der Ukraine: Bars gießen Wodka weg – und streichen weitere russische Produkte

Beteiligt am Wodka-Boykott ist unter anderem Barbesitzer Bob Quay. Gegenübr Nachrichtensender „ABC News“ sagte der Barkeeper aus Michigan: „Ich bin morgens aufgewacht und habe gesehen, dass Russland in die Ukraine eingefallen ist. Da fragt man sich, was man tun kann“. Er wolle „einfach auch Sanktionen“ erteilen, so seine Motivation. Wie buzzfeed.de berichtete, schütte er wenig später den Wodka der russischen Marke „Stolichnaya“ aus. Nun gibt es bei ihm in Michigan stattdessen den ukrainischen Wodka namens „Vektor“.

Bar in Michigan beginnt Protest-Aktion: Viele folgen und schütten russischen Wodka weg – Videos gehen viral

In der Folge schlossen sich immer mehr Barbetreiber*innen dem Protest an. Einem Protest, an dem sich nach Angaben des britischen Online-Portals „Daily Mail“auch kanadische Bars beteiligen. Vielerorts setzt man mittlerweile auf ukrainische Alternativen zum russischen Wodka. Aufgrund dessen verwundert es nur wenig, dass zur aktuellen Zeit viele meinungsstarke Videos viral gehen. Sie zeigen Barkeeper, wie sie – nicht selten in Rekord-Zeit – russischen Wodka in den Abguss schütten.

In Kanada kündigen 700 Betriebe an, russische Produkte zu verbannen

Angaben der Behörde „Statistics Canada“ bestätigen, dass Kanada 2021 russischen Alkohol im Wert von umgerechnet etwa 3,3 Millionen Euro importiert hatte – im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von rund 24 Prozent. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse ist es nicht unwahrscheinlich, dass 2022 für die russische Wodka-Wirtschaft weitere Umsatzeinbuße zu verkraften sind. Laut „Daily Mail“ kündigten alleine 700 Betriebe der Provinz Ontario in Kanada an, russische Produkte verbannen zu wollen. Weitere Ortschaften könnten folgen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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