1. 24hamburg
  2. Stories

Autofahrer zeigt Blitzer den Stinkefinger – 5.000 Euro Strafe

Erstellt:

Von: Ulrike Hagen

Kommentare

Autofahrer zeigt beim Blitzen seinen Mittelfinger und kassiert eine Strafanzeige wegen Beleidigung.
Der „Spaß“ kostet ihn nun 5.000 Euro.

Passau – Weil er einem Blitzer den Mittelfinger zeigte, wurde ein 53-jähriger Mann in Passau zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Er wurde wegen Beleidigung in zwei Fällen zu 50 Tagessätzen á 100 Euro verdonnert. Doch das Urteil hätte „noch drastischer“ ausfallen können, wie es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Passau und der Passauer Verkehrspolizeiinspektion heißt.

Beleidigung in zwei Fällen: ein Autofahrer muss 5000 Euro Strafe zahlen, weil er den Stinkefinger in die Kamera hält, während er geblitzt wird
Beleidigung in zwei Fällen: Ein Autofahrer muss 5000 Euro Strafe zahlen, weil er den Stinkefinger in die Kamera hält, während er geblitzt wird. (Symbolfoto) © Thomas Trutschel/imago

Autofahrer zeigt Stinkefinger – Polizisten stellen Strafantrag wegen Beleidigung

Die beiden Polizisten, die sich im Blitzer-Fahrzeug befanden, hatten im letzten Jahr Strafantrag wegen Beleidigung gestellt, wie die Staatsanwaltschaft und die Verkehrspolizeiinspektion in der gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch erklären.

Staatsanwaltschaft teilt mit: Urteil hätte „noch drastischer“ ausfallen können

Es handle sich „um keine Bagatelldelikte“, so die Erklärung, das Urteil hätte „noch drastischer“ ausfallen können. „Je nach Art und Weise des Vorfalls oder bei bereits vorbestraften Personen kann sogar eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung für eine Beleidigung in Betracht kommen“, teilten die Behörden mit. Der Strafrahmen für Beleidigung sieht Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr vor.

Sei schneller informiert: die Blaulicht-News direkt aufs Handy – ganz einfach via Telegram

Verurteilter schrieb Brief an Polizisten und entschuldigte sich

Zu seinen Gunsten sprach aus Sicht des Gerichts, dass der Angeklagte in der Vergangenheit noch nicht kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten war. In einem Brief an die beiden Polizisten hatte er den Angaben zufolge beteuert, die Angelegenheit zu bedauern und sich bei ihnen entschuldigt. Das Verfahren zog sich über neun Monate hin, der Verurteilte akzeptierte den Strafbefehl.

Auch interessant

Kommentare