1. 24hamburg
  2. Stories

Aus Strafe: Vater übernimmt Social-Media-Kanäle seiner Tochter – „Er liebt es“

Erstellt:

Von: Bjarne Kommnick

Kommentare

Als Bestrafung muss die 15-jährige Madelynn ihrem Vater Zugang zu ihren Social-Media-Accounts gewähren. Er findet daran schnell großen Gefallen.

Texas – Die Eltern der 15-jährigen Madelynn waren alles andere als erfreut, als sie ihre Tochter dabei erwischten, wie sie Jungs mit zu einer Übernachtungsparty „schmuggelte“. Deshalb haben sich die Eltern Tawnya Ford und Larry Sumpter aus den USA dazu entschieden, der Schülerin eine erzieherische Strafe zu erteilen: Handyverbot und die vollständige Kontrolle über ihre Social-Media-Accounts – ihr Vater ging daraufhin sogar auf ihrem TikTok-Account viral.

Plattform:TikTok
Erscheinungsjahr:September 2016
Monatliche Nutzer:Über 2 Milliarden
Entwickler:TikTok Pte. Ltd.

„Bestrafung“ für seine Tochter: Vater übernimmt ihren TikTok-Account – und geht viral

Madelynn ist auf der chinesischen Video-Plattform sehr aktiv und lädt dort häufig Videos von sich hoch. Das ist ihre große Leidenschaft, deshalb schien ein Handyverbot eine wirksame Strafe für das junge Mädchen zu sein. Ford und Sumpter ließen ihrer Tochter sogar noch die „freie“ Wahl: Entweder einen Monat lang Handyverbot oder zwei Wochen ohne Smartphone – doch dafür sollten ihre Eltern alle Freiheiten auf den sozialen Medien ihrer Tochter bekommen. Kuriose Strafen scheinen keine Seltenheit zu sein: Eine Mutter aus San Francisco ließ ihre Tochter im Zelt schlafen, weil sie einen Obdachlosen beleidigt hatte.

Witzige Bestrafung: Vater übernimmt die Socials der Tochter und wird zum Internet-Star
Witzige Bestrafung: Vater übernimmt die Social-Media-Accounts seiner Tochter und wird zum Internet-Star. © skinnybiotch1235/TikTok/madelynn.ellagrace/Instagram/Montage

Die 15-Jährige entschied sich für die zwei Wochen und damit die Gewährung des Zugangs auf ihre Social-Media-Konten. Auch in dem Wissen, dass sich der Inhalt ihrer TikTok-Videos von diesem Zeitpunkt an signifikant ändern und durchaus peinlich werden könnte. Doch sie ging dieses Risiko ein – ob sie das tat, um ihr Handy schneller zurückzubekommen, oder um zu sehen, was ihre Eltern produzieren würden, sei dahingestellt. Auch andere Eltern wählen immer wieder ungewöhnliche Erziehungsmethoden: Weil eine Schülerin andere Kinder mobbte, ließ ihr Vater seine Tochter acht Kilometer zu Fuß zur Schule laufen.

Vater geht auf TikTok viral: Tochter bereut Entscheidung „nach dem ersten Tag“

Unter seinen ersten Post auf Madelynns Instagram-Kanal schrieb ihr Vater, laut „rundschau-online.de“ sichtlich euphorisch: „Das ist Maddi, sie hat Hausarrest und wir haben die VOLLE Kontrolle über ihre sozialen Medien. Halten Sie also Ausschau nach erstaunlichen Instagram-Posts, Snapchats und TikToks ihrer Eltern.“

Bereits nach dem ersten Tag und dem ersten Video ihres Vaters auf ihrem TikTok-Account bereute Madelynn ihre Entscheidung. Ihre Mutter Tawnya Ford berichtete gegenüber „mirror.com“: „Nach dem ersten Tag sagte Madelynn: ‚Ich habe meine Meinung geändert, ich nehme den ganzen Monat.‘“

Der Vater von Madelynn wollte eine Änderung der Strafe jedoch nicht zulassen: „Nein, ich bin viel zu sehr drin. Ich habe zu viele Ideen. Wir bleiben bei den zwei Wochen.“ Es gab also kein Zurück mehr für die 15-Jährige. „Er liebt es. Ich denke, er wird sein eigenes TikTok-Konto erstellen, wenn das vorbei ist“, erklärte das Mädchen gegenüber „mirror.com“. Eine doch deutlich weniger witzige Erziehungsmethode wählte eine andere Mutter: Als ein Mädchen ihr Zimmer nicht aufräumte, verwandelte die Mutter das Zimmer ihrer Tochter in eine Art Minigefängnis.

Aus Strafe: Tochter übergibt TikTok-Account an ihre Eltern – Vater präsentiert sich in witzigen Kleidern

Auch Sumpter versuchte offensichtlich alles, um seiner Tochter einen Denkzettel für ihr Verhalten zu verpassen. Er posierte in unterschiedlichen Videos in einem Kleid und alberte herum – nicht unbedingt üblich für eine Person seines Alters. Ein Video betitelte er mit den Worten „fühlte mich süß, könnte später gelöscht werden“. Bei der Community kam das aber super an. Mit jedem Video wuchs die Follower-Zahl des Accounts seiner Tochter.

Es entwickelte sich eine regelrechte Fangemeinschaft um den Vater von Madelynn. Täglich kamen hunderte Follower dazu, über die zwei Wochen sind es sogar viele Tausende geworden. Zudem sah sich Madelynn mit einer Masse an Nachrichten konfrontiert, in denen Follower darum bettelten, dass ihr Vater auch weiterhin Videos produzieren dürfe. Also blieb ihr fast gar nichts anderes übrig, als ihrem Vater auch weiterhin Zugang zu gewähren. Vielleicht erreicht sie dadurch sogar die Internetbekanntheit, die sie sich mit ihrem Account eigentlich erhofft hatte. Erziehung geht aber auch anders, eine Mutter aus Großbritannien verlangt sogar Miete von ihrer Tochter.

Doch etwas gelernt hat die junge Frau gewiss aus der Bestrafungsaktion. Nachdem sie ihr Handy zurückbekommen hatte und wieder Herrin über ihre Social-Media-Kanäle war, postete sie laut „rundschau-online.de“ den Satz: „Ich bin zurück – süßer als zuvor – und bereit, gute Entscheidungen zu treffen.“

Auch interessant

Kommentare