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Aus Solidarität: Netto nimmt russische Produkte aus dem Regal

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Von: Bona Hyun

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Netto reagiert auf den Ukraine-Krieg mit einem Boykott russischer Waren – als Zeichen der Solidarität. Auch Edeka prüft Produkte auf Herstellerangaben.

Berlin – Der Ukraine-Krieg* bewegt viele Menschen – weltweit bekommen Bürger die Langzeitfolgen zu spüren. In der Hansestadt Hamburg könnten die Heizungen wegen des Krieges kalt bleiben, wenn Russland als wichtigster Gasanbieter die Lieferung einstellt. Durch Protestdemonstrationen in Hamburg gegen Putin drücken auch die lokalen Anwohner ihre Solidarität gegenüber der Ukraine aus. Nun ziehen auch deutsche Discounter mit: Netto nimmt russische Produkte aus ihren Verkaufsregalen – und bietet zusätzlich als Unterstützung Sachspenden an. Auch Edeka prüft die eigenen Produkte auf Herstellerangaben.

Netto ApS & Co. KG.:Europäischer Discounter der Salling Group
Hauptsitz:Køge, Dänemark
Gründung:1981, Kopenhagen, Dänemark
Anzahl der Beschäftigten:7.000

Netto stoppt den Verkauf von russischen Produkten – aus Solidarität zur Ukraine

Der Discounter Netto tut es den Bars, die russischen Wodka verbannen und ukrainischen Alkohol anbieten, gleich und boykottiert russische Spirituosen in den Filialen. Die Muttergesellschaft Salling Group kündigte laut RTL/ntv an, keine Waren mehr aus Russland in Deutschland, Polen und Dänemark anzubieten. Zu den eingestellten Waren gehören unter anderem Spirituosen, wie Wodka, Lebensmittel, Süßwaren und Hygieneartikel. „Das Management hat heute einstimmig entschieden, ab sofort und bis auf Weiteres sämtliche Waren russischer Erzeuger in allen Formaten aus dem Verkauf zu nehmen“, teilte der Supermarkt-Riese gegenüber dem Nachrichtenportal „watson“ mit.

Ein Netto Logo und eine Ukraine Flagge
Netto stellt den Verkauf von russischen Waren ein – als Zeichen der Solidarität (24hamburg.de-Montage) © Petra Schneider/ZUMA Wire/Imago

Edeka sei dem Bericht von „Der Westen“ zufolge noch am Überlegen. Das Online-Portal „chip.de“ schreibt, dass Edeka derweil Produkte aus ihrem Sortiment auf Herstellerangaben überprüft. Russische Waren oder Produkte russischer Oligarchen könnten aus dem Sortiment entfernt werden. „Die Edeka-Zentrale, die für den nationalen Einkauf verantwortlich ist, führt bereits seit längerer Zeit keine aktiven Geschäftsbeziehungen zu Herstellern mit Sitz in Russland“, zitierte „chip.de“ den Pressesprecher. Allerdings können sie russische Produkte nicht komplett verbannen, weil es selbstständigen Edeka-Kaufleute zustehe, die Produktauswahl auf regionaler Ebene eigenständig zu gestalten. Das berichtete „watson.de“.

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Discounter Netto nimmt russischen Wodka aus dem Verkauf und bietet Spenden an

Als weiteren Akt der Solidarität bietet Netto Geld- und Sachspenden an, um Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen. Die Supermarkt-Kette entschied sich für eine Preissenkung von 40 Basisartikeln. Vorerst soll dies an den 15 Filialen angeboten werden, die der polnisch-ukrainischen Grenze am nächsten liegen. Der Mutterkonzern Salling Group arbeite bereits mit der Dänischen Kirchenhilfe (DanChurchAid) an einer ähnlichen Aktion für Dänemark zusammen.

„Ab kommender Woche können alle Kunden von Netto-Salling Group, føtex-Salling Group, Bilka-Salling Group und alle weiteren Unternehmen der Salling Group direkt an der Kasse spenden“, schreibt das Unternehmen auf „LinkedIn“. Auch SpaceX-Gründer Elon Musk unterstützt die Ukraine mit Internet. Wer sich aktiv für ukrainische Hilfsbedürftige engagieren möchte, kann auch von Hamburg aus Geflüchteten helfen.

Aus Solidarität zur Ukraine: Mehrere Supermärkte stellen Verkauf russischer Waren ein

Auch die Handelsketten REWE, Penny und Aldi ziehen mit – und nehmen russische Waren aus ihrem Verkaufssortiment. Die Discounter Aldi Süd und Aldi Nord hätten sich laut „tagesschau.de“ entschieden, russischen Wodka auf unbestimmte Zeit auszulisten. Dem Medienbericht von „watson“ zufolge, hätte ein Sprecher der Rewe Group die Auslistung aller in Russland hergestellten Lebensmittel für Rewe und Penny angekündigt. Alle Unternehmen wollen mit dem Boykott ein Zeichen setzen und sich mit der Ukraine solidarisieren. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde am 02. März um 21:05 Uhr aufgrund neuer Rechercheergebnisse aktualisiert.

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