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Ab 53 Jahren sind Frauen zu alt für Jeans – laut Studie

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Von: Anna Heyers

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Können Frauen jeden Alters sorglos Jeans tragen? Diese Frage sind britische Forscher nachgegangen – mit überraschendem Ergebnis: mit 53 Jahren sei Schluss.

Hamburg – Bei wissenschaftlichen Studien denkt man oft an wichtige Innovationen oder Weiterentwicklungen, die für unser Leben wichtig sind. Aber es gibt auch welche, da weiß man gar nicht so genau, wofür sie eigentlich gemacht werden. So wurde zum Beispiel von einem Forscher „belegt“, dass nur dumme Menschen Coca Cola trinken. Aha. Auch eine britische Studie sorgt nun eher für Verwunderung: Sie erforscht, in welchem Alter „frau“ zu alt für Jeans-Hosen ist – und kommt zu einem überraschend klaren Ergebnis.

Woher stammt der Name Jeans?Der erste Entwurf der robusten Hose stammte aus Genua, auf französisch Gênes. Daraus wurde in Amerika Jeans.
Erfinder der JeansLevis Strauss (in Franken geboren, 1847 nach San Francisco ausgewandert)
Bekannte Jeans-Markenu.a. Levi’s, Lee, Wrangler, Mustang, Diesel, G-Star, Miss Sixty
Beliebte Jeans-Formenu.a. Regular Fit, Bootcut, High Waist, Skinny, Straight Leg, Marlene, Boyfriend

Britische Forscher finden heraus: Frauen ab 53 sind zu alt für Jeans

Kann man für Jeanshosen überhaupt zu alt sein? „Ja”, antworten da die Mitarbeiter des Marktforschungsinstituts „CollectPlus“. Spätestens mit 53 Jahren sollten sich Frauen von Jeans-Hosen trennen. Die Figur der Teilnehmerinnen spielte bei dieser Studie übrigens gar keine Rolle, obwohl die sich mit zunehmenden Alter durchaus verändern kann. Stattdessen rückte ein anderer Aspekt in den Fokus.

Wie lange braucht man für die Suche nach der perfekten Jeans?

Die Frage, um die sich in der Studie alles drehte, war: „Wie lange braucht eine Frau, um beim Shopping die perfekte Jeans zu finden?“ Ganze fünf Tage, so lautete das Ergebnis. Aber es kommt noch dicker: Für sechs Prozent der Befragten endet so eine Hosensuche mit Tränen. Ob an diesen allerdings die Läden an sich oder die viele verlorene Zeit Schuld waren, erfasste die Studie nicht.

Eine Frau in Jeans trägt ein paar Einkaufstüten
Laut einer britischen Studie sollten Frauen ab 53 Jahren auf Jeans verzichten. Die langwierige Suche nach dem perfekten Paar sei zu frustrierend. © Diego Cervo/imago

Forscher sind sich sicher: Mode-Industrie ist Schuld

Das Fazit der Wissenschaftler ist allerdings eindeutig: Spätestens mit 53 sollte sich „frau“ von der Jeans als Hosen-Variante verabschieden. Das Risiko, bei der Suche nach dem perfekten Denim-Stück zu verzweifeln, ist schließlich hoch – und das laut Studie eben besonders für Frauen ab 53. Dieses Ergebnis lieferte die Statistik deutlich. Die Studie zeigt auch gleich den Schuldigen an dieser Misere: die Modeindustrie.

Jeans nur für Mannequins produziert – nicht für echte Frauen

Viele Jeans-Hersteller produzieren nämlich Denim-Hosen, die an Schaufensterpuppen toll aussehen. Die mal dicken, mal dünnen, mal lang- oder kurzbeinigen Figuren „echter“ Frauen haben sie anscheinend aus den Augen verloren. Vielleicht sollte sich die Mode-Industrie mal ein Beispiel an Henning Baum nehmen: Der Schauspieler hält so gar nichts von „Idealfiguren“ bei Frauen. Der Standpunkt von Henning Baum ist deutlich: „Ein Busen muss hängen“.

Jeans nur was für Frauen unter 53 Jahren: Quatsch, sie sind zeitlos – Studie hin oder her

Obwohl die Studie mit wissenschaftlich sauberen Methoden durchgeführt wurde– kümmern muss uns das Ergebnis nicht. Zum einen zeigt sie nur eine Statistik. Zum anderen sind die Zeiten, in denen man Frauen vorschreiben konnte, welche Kleidung sich ziemt, längst passé. Auch, wenn bestimmte Kleidungsstücke in der Gesellschaft generell immer mehr ausgeschlossen werden. So verbietet etwa ein Wirt in Mühlheim seinen Gästen den Zutritt mit angezogener Jogginghose. Und auch Schulen greifen gerade bei dieser Hosenart immer härter durch. Wie zum Beispiel die Beekeschule in Scheeßel, in der Jogginghosen ebenfalls als Tabu gelten.

Die Geschichte der Jeans

Die „Original Bluejeans“ hat ihren Ursprung zwar in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ihr Erfinder, Levi Strauss, kam jedoch aus Deutschland – genauer aus Franken. Den Anfang machten Hosen aus Baumwolle, die aus dem italienischen Genua nach Amerika kamen. Die Idee, die Hosennähte mit Nieten zu verstärken, kam von dem Schneider Jacob Davis. Mit ihr zusammen meldete Levi Strauss 1873 auch das Patent an, die offizielle Geburtsstunde der Jeans.

Jeans-Studie vergessen und auf das eigene Gefühl vertrauen

Jetzt gilt es, die Studie nicht zu ernst zu nehmen und aufs eigene Gefühl zu vertrauen. Wer gerne Jeans trägt, soll sie selbstbewusst tragen. Schließlich geht es nur darum, was man selbst gerne anzieht. Ist die Jeans irgendwann kaputt und eine neue muss her: ab zum nächsten Laden.

Das geht in Städten wie Hamburg oftmals sogar an verkaufsoffenen Sonntagen – da geht es dann vielleicht auch nicht schneller, aber man kann Shopping mit Sightseeing verbinden. Und dafür ist „frau“ ganz sicher nicht zu alt.

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