Dickes Sümmchen

Coronavirus-Held Udo Lindenberg für Opfer auf Lesbos – „F*** the Virus“

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Mit seiner Spendenaktion „Fuck the virus“ hat der deutsche Musiker Udo Lindenberg eine Mega-Summe gesammelt, die er zusammen mit Unicef dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zukommen lässt.

  • Udo Lindenberg: Solidarität mit Flüchtlingen auf Lesbos.
  • Fuck the virus“: Coronavirus-Hilfsaktion von Lindenberg und UNICEF.
  • Mega-Summe fließt an das Flüchtlingslager Moria.

Hamburg – Für Udo Lindenberg (74) ist soziale Hilfe in der Welt ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben. Immer wieder solidarisiert sich der Panikrocker mit gesellschaftlich benachteiligten Gruppen und startet Hilfsaktionen für den guten Zweck. Erst kürzlich bewies der Wahlhamburger klare Kante gegen Rassismus. Jetzt haben Udo Lindenberg und das Kinderhilfswerk UNICEF haben eine gigantische Summe gesammelt, die dem Flüchtlingslager auf Moria zugutekommt.

MusikerUdo Lindenberg
Geboren17. Mai 1946 (Alter 74 Jahre), Gronau (Westfalen)
AlbenStärker als die Zeit, Stark wie Zwei
MusikgruppePassport

Udo Lindenberg: Coronavirus-Spendenaktion „Fuck the virus“ hilft Flüchtlingen auf Lesbos

Im März versteigerte Udo Lindenberg ein Gemälde mit dem Schriftzug „Ich bleibe zu Hause – Fuck the virus“. Das Bild, in Lindenbergs typischem Likörelle-Stil, erhielt von seinen Fans auf Instagram jede Menge Zuspruch. Mit einer Rekordsumme von 35.100 Euro konnte er das Kunstwerk versteigern. Hinter der Aktion stand eine klare Mission: Mithilfe der Einnahmen will Lindenberg das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos unterstützen. Auch gemeinsam mit Greenpeace engagiert sich der Musiker. Gegen Billigfleisch. Dafür feuert er deutliche Worte in Richtung Clemens Tönnies*.

Udo Lindenberg vor seinem Coronavirus-Gemälde (24hamburg.de-Montage)

Neben dem versteigerten Coronavirus-Kunstwerk ging Udo Lindenberg außerdem gemeinsam mit UNICEF in die Masken-Produktion. Aufgrund der bundesweiten Maskenpflicht während der Coronavirus-Pandemie erfreuten sich Lindenbergs „Fuck the virus“-Masken ebenfalls einer sehr hohen Nachfrage bei den Fans. Mit dem Kauf jeder Maske über Lindenbergs Online-Shop fließen 5 Euro direkt an das UNICEF-Projekt in Moria. Zeitweise waren die Masken sogar ausverkauft, schnell erfolgte jedoch eine zweite Auflage.

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und weiter geht die power für die weltweiten UNICEF-Hilfsaktionen. jetzt auch noch mit rock n schock mundschutz. 5 euro gehn direkt an @unicef_deutschland. udos berühmtes ikonen-bild, ab sofort als maske 😷👽 was sagt der paniker: FUCK THE VIRUS 👉🏻 Link in Bio! 🦠 . . #unicef #unicefdeutschland #unitedcharity #maske #mns #zusammenhalten #solidarität #fuckthevirus #coronavirus #covid19 #zusammengegencorona #gemeinsamgegencorona #gemeinsamsindwirstark #wirgegencorona #wirvsvirus #humanitärehilfe #gesundheit #schutz #mundschutz #spendenaktion #spende #udolindenberg #udo #lindenberg #lindenwerk #panischemalerei #panikmalerei #likörell #merch #werbung

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Am 11. Juni dann die frohe Botschaft: Udo Lindenberg verkündet auf seinem Facebook-Account, welche gigantische Summe durch die „Fuck the virus“-Aktion zusammen gekommen ist. Und die kann sich sehen lassen: „dank unserer „fuck the virus“ bildversteigerung, udos spende und der maskenaktion haben wir einen stolzen betrag von ca 120 T an Unicef spenden können, und es wird noch mehr werden mit der nächsten auflage masken“, teilt der Panikrocker seinen Fans mit. Neben dem Verkauf der „Fuck the virus“-Artikel hat Udo Lindenberg nämlich auch noch eine beachtliche Summe von seinem Privatvermögen beigesteuert.

Udo Lindenberg: Solidarität mit den Flüchtlingen auf Lesbos

Das Geld scheint auf Lesbos mehr als benötigt zu werden. Erste Projekte konnte UNICEF in dem Flüchtlingslager mithilfe der riesigen Spendensumme bereits umsetzen: „damit konnten die experten von unicef jetzt ein nothilfe-programm zum schutz unbegleiteter und traumatisierter kinder (und auch den alten und kranken) in den katastrophalen elendigen zuständen im flüchtlingslager moria auf lesbos aufstellen!!“, schreibt Udo Lindenberg weiter in seinem Facebook-Post.

Angesichts der aktuellen Rassismus-Vorfälle weltweit scheint die Coronavirus-Pandemie und die Situation der Flüchtlinge in der öffentlichen Debatte etwas in den Hintergrund zu geraten. Doch die Lage im Flüchtlingslager Moria ist weiterhin angespannt und Udo Lindenberg betont, wie wichtig es sei, diese nicht zu vergessen. Moria sei ein Ort, „wo 17tausend geflüchtete auf engstem raum, gebaut für nur 2700, unter menschenunwürdigsten verhältnissen leben müssen!“, schreibt der Musiker. Weiter: „wir dürfen das drama der gestrandeten opfer dort nicht vergesssen. volle solidarität, unterstützung und sofortige hilfe für diese existenzielle humanitäre arbeit.“

Die überwältigende Spendensumme, die durch die „Fuck the virus“-Aktion zustande gekommen ist, reißt auch die Fans von Udo Lindenberg vom Hocker. In den Facebook-Kommentaren loben viele die soziale Ader des Musikers: „Mir blutet das Herz wenn ich das sehe und keiner hilft danke Udo das Du Dich einsetzt“ oder „Udo du hast das Herz auf der richtigen Stelle“, heißt es von den Fans. Wenn Udo also gerade wegen der Coronavirus-Krise schon nicht auf Tour gehen oder Konzerte geben kann, so scheint er seine Zeit zu nutzen, um sich für andere einzusetzen.

Quelle: 24hamburg.de

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/picture alliance & obs/United Charity gemeinnützige Stiftungs GmbH

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