Udonaut belohnt Porsche-Finderin

„Hallo Frau Spürnase“ – Udo Lindenberg dankt Porsche-Oma telefonisch mit Konzert und schöner Geste

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  • Yannick Hanke
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Udo Lindenbergs Porsche ist wieder da. Die 84-jährige Renate lässt das Versteck von Deutschlands dümmsten Dieb auffliegen. Er ist in der Nacht zum Dienstag in die Tiefgarage des Hotel „Atlantic“ eingebrochen und hat den Wagen geklaut. Hamburger AfD schießt gegen Lindenberg.

Update vom 30. Juni, 19:59 Uhr - Udo Lindenberg zeigt sich spendabel. Per Telefon bedankte sich der Kult-Rocker persönlich bei der Finderin seines gestohlenen Porsche 911 R. Die 84-jährige Frau hatte die Luxus-Karosserie in einer Tiefgarage in Hamburg gefunden - und erhält nun ein Geschenk vom Ur-Hamburger. Laut Informationen von „bild.de“ habe Lindenberg sich mit „Hallo Frau Spürnase“ bei der wachsamen Rentnerin gemeldet, die in Wirklichkeit Renate S. heißt. Er soll die Finderin zu einem Konzert eingeladen haben und wolle sich zusätzlich noch eine persönliche Geste einfallen lassen.

MusikerUdo Lindenberg
Geboren17. Mai 1946 (Alter 74 Jahre), Gronau (Westfalen)
AlbenStärker als die Zeit, Stark wie Zwei u.v.m.
MusikgruppePassport

Deutschlands dümmster Dieb klaut Udos Porsche: Nach 60 Stunden hat Lindenberg seinen 911 R zurück

Update vom 29. Juni, 14:00 Uhr: Ist das Deutschlands dümmster Dieb? Einen seltenen Sportwagen wie den Porsche 911 R aus der videoüberwachten Garage des Hotels „Atlantic“ an der Alster zu klauen, erfordert Geschick. Der Wagen hat einen Neupreis von 200.000 Euro. Doch Sammler würden rund 600.000 Euro dafür zahlen. Erst Recht, wenn der Vorbesitzer Udo Lindenberg heißt. Doch nach dem Coup macht der Dieb so ziemlich alles falsch.

Gerade einmal 60 Stunden vermisst Udo seinen Porsche, da hat ihn die Polizei Hamburg auch schon entdeckt. Er stand in einer Tiefgarage in Ahrensburg. Eine Stadt im südöstlichen Speckgürtel von Hamburg. Die Finderin? Die 84-jährige Renate, wie die „bild“-Zeitung berichtete. Der Wagen stand in ihrem Wohnhaus einfach in der Tiefgarage. „Da hat ein paar Tage kein Auto dagestanden. Und dann stand halt wieder eines da. So ein kleiner Porsche war ja noch nie dagestanden“, beschreibt sie die Situation lapidar.

Auch einen Finderlohn könne sie sich vorstellen.  „Eigentlich steht mir das ja zu. Ein Blumenstrauß oder ein Blumenpott wäre ja schon drin. Je nachdem wie großzügig er ist“, richtet sie sich im Video an Udo Lindenberg.

Udo Lindenbergs Porsche 911 R: So dumm versteckte der Dieb den Luxus-Racer der Hamburger Legende

Doch wie konnte dem Dieb das passieren? Erst trickst er das Sicherheitssystem des Luxus-Hotels „Atlantic“ aus, dann stolpert er über die Beobachtungsgabe der aufmerksamen Rentnerin. Weil er einfach alles falsch gemacht hat. Der Dieb hatte das Nummernschild eines anderen Porsche geklaut und es einfach auf Udos limitierten Luxus-Liner geschraubt. Und das auch noch schief. So etwas fällt natürlich auf.

Udo Lindenberg wurde sein Porsche 911R gestohlen. (24hamburg.de-Montage)

Renate überprüfte deswegen die grüne Umweltplakette, die auf der Windschutzscheibe klebt, wie sie der „bild“ weiter berichtet. Und siehe da. Das Kennzeichen, das dort vermerkt ist, stimmt nicht mit dem an der Wagenfront überein. Warum Deutschlands dümmster Porsche-Dieb Lindenbergs Luxus-Flitzer in einem beliebigen Wohnhaus abgestellt hat, bleibt sein Geheimnis. Nicht einmal abgedeckt hatte er das Fahrzeug.

Udo Lindenbergs geklautes Auto ist wieder da – AfD attackiert den Umweltsünder Lindenberg

Update vom 26. Juni, 10:00 Uhr: Udo Lindenberg schickt ein richtig dickes Danke an eine ganz bestimmte Dame in Ahrensburg: „ThanXXL an die großartige Frau Spürnase. Ich ziehe meinen Hut!“ So bedankt sich Hamburgs Kult-Rocker bei der Frau, die seinen geklauten Porsche 911 R gefunden hat. Ihrem wachen Auge hat es Udo zu verdanken, dass er seinen limitierten Sportwagen wiederkriegt. Über Udo Lindenbergs Porsche-Erleichterung berichtet auch tz.de*.

Nun hat er bestimmt mächtig gute Laune und verkraftet sicher auch die fiesen Attacken der Hamburger AfD. Auf Twitter postet die teilweise rechtsextreme Partei aus der Hamburgischen Bürgerschaft einen hämischen Post über das geklaute Auto von Lindenberg.

Die Hamburger AfD hat was gegen Udo Lindenberg. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Udo Lindenbergs Porsche ist wieder da – Hamburger AfD attackiert den Kult-Rocker

Die Diebe haben Udo Lindenbergs Porsche nicht besonders gut versteckt. Eine Frau in Ahrensburg bemerkt den neuen Porsche in der Nachbarschaft am Donnerstag, 25. Juni. Auffällig sind die roten Streifen auf dem Dach und der Motorhaube – sowas sieht man nicht alle Tage. Außerdem erinnert sich die aufmerksame Finderin an den Bericht über den Diebstahl. Die herbeigerufene Polizei findet schnell heraus, dass es sich bei dem Wagen um den Porsche von Udo Lindenberg handelt, der zu Beginn der Woche geklaut wurden.

Udo Lindenbergs Porsche 911 R ist kein gewöhnlicher Porsche. Der Sportwagen ist limitiert, 911 Stück wurden gebaut. Kaufpreis: 200.000 Euro, Sammler schätzen den Wert des limitierten Porsche 911 R auf bis zu 600.000 Euro. Ein Grund zu Freude für Udo. Gegenüber bild.de (hinter einer Bezahlschranke) äußert er sich in Partylaune: „Keine Panik, magische Kräfte, das Auto wollte zu mir zurück. Happy go lucky und Prost Feierlikör!“ Mit dieser guten Laune hält er bestimmt auch den Attacken der Hamburger AfD stand.

Hamburger AfD schießt nach Autodiebstahl gegen Kult-Rocker Udo Lindenberg

Kurz bevor Udos Auto wiedergefunden wird, schießen rechte Hamburger Politiker gegen den Kult-Rocker. Ihr Objekt des Hasses: Lindenbergs KfZ. Auf Twitter teilt die AfD Hamburg gegen den Lindenberg aus. In den Antworten und Retweets tummelt sich hasserfüllte AfD-Fans, aber auch ganz viel Unterstützung für die Hamburger Legende Lindenberg.

Doch was kritisiert die AfD? Es geht ihnen um die Umwelt. Im Tweet heißt es trocken „Wenn er mal nicht Porsche fährt, dann „rockt er fürs Klima“ und klärt die Deutschen über die Unwichtigkeit einer wettbewerbsfähigen Industrie auf.“ Damit spielen Sie auf Udo Lindenbergs Engagement für die Umweltschutzorganisation Greenpeace an. Doch was ist dran an der Kritik von Hamburgs Rechtsaußen?

In den Reaktionen auf den Tweet wird klar – wenig bis nichts. Ein Nutzer klärt auf, Lindenberg hat den Wagen als Kapitalanlage gekauft und fährt ihn nicht regelmäßig. Zudem kritisiert er die AfD Hamburg ganz offen für ihre eigene Scheinheiligkeit: „Außerdem: Ihr verleugnet ja den menschengemachten Klimawandel. Warum also aufregen?“ Ein anderer Nutzer macht es unmissverständlich klar: „Typisch AFD geschwurbel. Bitte einfach mal die fresse halten würde cem jetzt sagen.“ Damit spielt er auf Cem Özdemis Ausraster nach den Stuttgart Krawallen* an. BW24.de* berichtete über die krassen Worte vom Grünen-Politiker.

Erstmeldung vom 24. Juni, 17:40 Uhr: Hamburg - Das wünscht man Udo wirklich nicht: Der Panikrocker setzt sich seit Jahren für das Gute in der Welt ein, startet weltweite Hilfsaktionen während der Coronavirus-Krise, spricht sich für soziale Gerechtigkeit aus - und dann wird der 74-Jährige auf dreiste Weise hintergangen.

Udo Lindenberg: Luxus-Auto aus dem Hotel Atlantic an Hamburgs Alster geklaut - Polizei Hamburg ermittelt

Eigentlich wollte Udo Lindenberg in der Nacht zum Dienstag doch nur eine nächtliche Spritztour starten. Vielleicht wollte der Musiker seinen Kopf dabei etwas frei kriegen, denn wenige Stunden zuvor stand er noch aus einem recht dramatischen Anlass mit alarmierender Botschaft auf dem Tele-Michel. Doch dann folgte für Udo die böse Überraschung: Sein Auto stand nicht mehr an seinem gewohnten Platz in der Tiefgarage des Hotel Atlantics an der Alster.

Wie die „Bild“ (hinter einer Bezahlschranke) berichtet, handelte es sich bei Udos Wagen auch noch um ein äußerst seltenes Porsche-Modell: Von dem Porsche 911 R wurden nur 991 Exemplare produziert - eins davon war bis zum Dienstag noch im Besitz des Panikrockers. Der aktuelle Wert des Autos wird auf 600.000 Euro geschätzt, der Neuwagen soll etwa 200.000 Euro gekostet haben. Die Abteilung für Kfz-Wertdelikte des Landeskriminalamts hat sich jetzt dem Fall angenommen und Ermittlungen gestartet.

Udo Lindenberg und das Hotel Atlantic: Eine langjährige Verbindung

Seit 26 Jahren ist das bekannte Hotel Atlantic im Herzen Hamburgs das Zuhause von Udo Lindenbergs. Dass er dort einmal so dreist bestohlen wird, hat er wahrscheinlich nie vermutet. Der Panikrocker wohnt dort in einem Privatflügel, von dem aus er trotzdem den Service des Hotels in Anspruch nimmt. Im März musst das Hotel aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus musste das Hotel jedoch schließen, Udo flüchtete daraufhin an einen geheimen Ort.  

Lindenberg-Fans rätselten lange Zeit, wohin es den Musiker während der Quarantäne verschlug. Immer wieder schickte der Musiker rätselhafte Botschaften aus dem Exil, ohne jedoch seinen Aufenthaltsort zu verraten. Eins dürfte nach dem Diebstahl jetzt jedoch wieder sicher sein: Udo Lindenberg hält sich mittlerweile wieder im Hotel Atlantic in Hamburg auf.

Wie Udo Lindenberg dort zurzeit seine Zeit verbringt, ist unklar. Seine Tour und alle geplanten Konzerte musste der 74-jährige Musiker wegen der Coronavirus-Sars-Cov-2-Pandemie absagen. Über einen Instagram-Post entschuldigte Udo sich dafür bereits bei seinen Fans: „Viele haben es schon geahnt, und jetzt ist es offiziell. Keine Panikkonzerte im Sommer 2020. Ey das bricht uns allen das Herz. Wir checken jetzt alles und melden uns ganz bald wieder bei euch, mit genauen Infos wie das konkret läuft mit euren Tickets usw.“

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eldorado.. mein lebenselixier, die bühne, der rocknroll, die panikfamilie ... heute wär tourstart, in einem paralleluniversum ohne pandemie, heute hätten wir die premierenrakete gezündet und wären zusammen abgehoben. 🔥🔥🔥🚀🚀🚀 uh wie mir das fehlt, mit euch die panik zu feiern, leute ❣️❣️❣️ aber die goldene landebahn wartet auf uns, the day will come.. und ich schwör, dass ich für immer unserm rocknroll und euch gehör 💥💥🎶💯💯🌟🌟🎸🎸🎸👽👽🎩💋💋 . . #paniktour2020 #udolive #udolindenberg #udo #lindenberg #panikvirus #pandemie #corona #coronavirus #covid_19 #covid19 #flattenthecurve #fuckthevirus #wirbleibenzuhause #socialdistancing #stayhealthy #staypositive #eldorado #lebenselixier #rocknroll #musik #music #liebe #passion #panikfamilie #panikparty #vermissung #picoftheday #photooftheday #tineackefoto @hotel_breidenbacher_hof @capelladusseldorf @docclight 📸 Pic by @tineackefoto

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Doch Udo Lindenberg ist ein Macher-Typ, das ist schon längst kein Geheimnis mehr. Auch wenn der Musiker kürzlich seinen 74. Geburtstag feierte, so kennt Lindenberg keinen Stillstand: Sicherlich tüftelt der Panikrocker neben seiner Spendenaktionen für Moria bereits schon an weiteren Projekten, mit denen er seine „Panik-Family“ bald überrascht.

Das teaserte er zumindest in einem Instagram-Post vom 5. Mai 2020 an: „gleichzeitig rattert schon wieder das kreativhirn, denkt sich den nächsten wahnsinn aus für die tournee in 2021. ey schnallt euch an,,, weil hinter den schwarzen wolken wieder geile zeiten warten!!“ // Quelle: 24hamburg.de* bw24.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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