„Nicht witzig“

Tim Mälzer knallhart: TV-Koch schmeißt Gäste aus Restaurant Bullerei

  • Laura-Marie Löwen
    VonLaura-Marie Löwen
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In Tim Mälzers Restaurant „Bullerei“ gibt es leckere Gericht, doch der TV-Koch lässt nicht jeden in seinen Laden. Küchenbulle verrät, wann er Leute rausschmeißt.

  • Tim Mälzers* „Bullerei hat wieder offen.
  • Das Restaurant erfreut sich vielen Besuchern.
  • Manche Gäste bringen Mälzer aber auf die Palme.

Hamburg* – Tim Mälzer ist für seine direkte, offene, norddeutsche Art bekannt. Der TV-Koch spricht direkt aus, was er denkt – auch, wenn ihm dabei manchmal intime Details entgleiten*, wie kürzlich bei „Inas Nacht“. Selbst seine Restaurantgäste bekommen die ehrliche Art des 50-Jährigen gelegentlich zu spüren.

KochTim Mälzer
Geboren22. Januar 1971 (Alter 50 Jahre), Elmshorn
AusbildungJohannes-Brahms-Schule (1990)
BücherHeimat, Greenbox, Born to Cook, Die Küche,
ElternChrista Mälzer, Rainer Mälzer
NominierungenDeutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung, Deutscher Fernsehpreis - Freie Formatkategorie

Tim Mälzer: Koch erlebt kritische Coronavirus-Situationen mit Gästen in Hamburger Restaurant „Die Bullerei“

Mit seiner „Bullerei“ feiert Tim Mälzer, der wegen des Lockdown light gerade einen Brandbrief unterschrieben hat, große Erfolge. Das Hamburger Restaurant musste lange Zeit aufgrund der Coronavirus-Krise* schließen, mittlerweile hat es wieder geöffnet. Allerdings hat sich mit der Neueröffnung der „Bullerei“ einiges geändert. Nicht nur wurde das Restaurant renoviert, auch hat sich die Speisekarte grundlegend geändert: Gäste können in Mälzers Restaurant nun vegane und vegetarische Gerichte bestellen. Obwohl das Veggie-Konzept eher auf mittelmäßige Begeisterung bei den Besuchern stieß, läuft es weiterhin gut für das Kult-Restaurant.

Gelegentlich gewährt Tim Mälzer seinen Gästen keinen Eintritt in die „Bullerei“ (24hamburg.de-Montage).

Natürlich gelten, wie in der gesamten Hamburger Gastronomie, auch in der Bullerei strenge Coronavirus-Regeln: Gäste müssen Mindestabstände einhalten und außerhalb ihres Sitzplatzes eine Maske tragen. Tim Mälzer beurteilt diese Auflagen als absolut machbar. „Da fühle ich mich jetzt gerade nicht eingeschränkt in meinen Grundrechten“, meint in einem Podcast des Gastro-Magazins essen & trinken. Auch die Aufnahme der Kontaktdaten seiner Gäste nehme der Koch ernst: „Wichtig ist, dass wir nachvollziehen können, wer dort vor Ort war, damit wir die Infektionsketten unterbrechen können“.

Einige Bullerei-Gäste würden die Corona-Regeln in seinem Restaurant aber offenbar als große Zumutung wahrnehmen. Gerade in den ersten Tagen nach der Neueröffnung kam es teilweise zu kritischen Situationen mit Besuchern, erzählt Mälzer.. So wurde der Koch, nachdem er Gäste auf die Maskenpflicht im Restaurant hingewiesen hatte, beispielsweise gefragt, warum er „sich denn anstelle wie so ein Nazi“. Das halte Mälzer für keine angemessene Bezeichnung.

Tim Mälzer: TV-Koch schmeißt Gäste wegen Coronavirus-Fehlverhalten aus Restaurant „Die Bullerei“

Auch mit Kontaktdaten-Schummlern habe der TV-Koch schon Erfahrungen machen müssen. „Jemand, der seinen Namen nicht angeben möchte, soll doch bitte zu Hause bleiben“, findet Tim Mälzer. Er erinnert sich an einen Vorfall, bei dem ein Bullerei-Gast die fiktive Telefonnummer 040 12345678 angab: „Und dann hab ich gesagt: Schönen guten Tag, dann kannst du doch bitte zu Hause essen“. Der Gast habe das Restaurant daraufhin verlassen. Auch bei falschen Namensangaben handele Mälzer knallhart: „Ich bin da auch kein Freund von zweiter Chance oder so“. Er halte ein solches Verhalten für „nicht witzig“, da die Existenz einer ganzen Branche davon abhänge.

Für welches Chaos die Angabe falscher Kontaktdaten sorgen kann, zeigen jüngste Fälle aus Norddeutschland: Sowohl in der Hamburger Szenebar „Katze“, als auch in einem Restaurant auf Sylt brach das Coronavirus unter Gästen und Mitarbeitern aus, 24hamburg.de berichtete. Die Gesundheitsämter hatten in beiden Fällen Probleme damit, weitere Gäste über ihre mögliche Infektion zu informieren.

Coronavirus in Hamburg: Muss Tim Mälzers „Bullerei“ bald wieder dicht machen?

Von einem Coronavirus-Ausbruch blieb Tim Mälzers „Bullerei“ bisher verschont. Dabei wird es wohl vorerst auch bleiben, denn das Restaurant muss bald wieder dicht machen. Bund und Länder entschieden sich am Mittwoch, 28. Oktober 2020 für einen Teil-Lockdown, der vor allem die Gastronomie hart trifft: Alle Restaurants und Bars müssen vorerst wieder schließen. 24hamburg.de/vip berichtet ausführlich über Mälzers Reaktion auf diese drastischen Einschränkungen*.

Damit würde sich für Tim Mälzer eine Niederlage an die nächste reihen: 24hamburg.de/vip* berichtete auch über den Einbruch in der „Bullerei“, bei dem Tresor-Knacker 28.000 Euro aus der Restaurantkasse stahlen.* *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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