Lack- und Leder-Geständnis

Tim Mälzer: Verrückte Beichte – das nimmt der TV-Koch gerne in die Hand

  • Laura-Marie Löwen
    VonLaura-Marie Löwen
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Tim Mälzer spricht über seine Fetische. Frei von Hemmungen packt der Hamburger TV-Koch aus. Was mag er am liebsten? Mälzers Antwort überrascht.

  • Tim Mälzer* spricht über seine Fetische.
  • Mit einem Detail schockiert der TV-Koch besonders Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers.
  • Auch sein Hamburger* Restaurant Die Bullerei“ spielt eine Rolle.

HamburgTim Mälzer nimmt kein Blatt vor den Mund. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr, spätestens seitdem der „Kitchen Impossible“-Star als Gast bei Ina Müller über sein erstes Mal sprach, 24hamburg.de/vip berichtete. Auch vor kritischen Äußerungen scheut sich der 49-Jährige nicht: Zuletzt verteufelte der Bullerei-Chef Gastro-Trends, die sich in der Coronavirus-Pandemie etablierten*. Jetzt kommt Tim Mälzer erneut mit einer schonungslos ehrlichen Aussage um die Ecke: In seinem eigenen Podcast packt er mit seinen geheimen Fetischen aus – und die überraschen ziemlich.

KochTim Mälzer
Geboren22. Januar 1971 (Alter 49 Jahre), Elmshorn
AusbildungJohannes-Brahms-Schule (1990)
BücherHeimat, Greenbox, Born to Cook, Die Küche
ElternChrista Mälzer, Rainer Mälzer
NominierungenDeutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung, Deutscher Fernsehpreis - Freie Formatkategorie

Tim Mälzer schockiert Judith Rakers in Podcast mit „Hühnerachsel“-Beichte

In seinem Podcast „Fiete Gastro“ spricht Tim Mälzer alle zwei Wochen mit je einem Gast und Moderator Sebastian Merget über Gott, die Welt und die Gastronomie. Denn nicht nur das Kochen beherrscht der gebürtige Elmshorner gut: Er ist auch eine wahre norddeutsche Quasselstrippe. Seine direkte und unverblümte Art bringt er vor allem in der Podcastfolge vom 24. September 2020 zum Ausdruck.

Tim Mälzer überrascht mit einem pikaten Fetisch-Geständnis. (24hamburg.de-Montage)

Darin liest ihm Sebastian Merget eine Frage vor, die ein Podcasthörer an Tim Mälzer hat. Er will vom TV-Koch wissen: „Hast du eigentlich noch mehr Fetische außer Hühnerachseln?“. Bitte was? Diese Frage bedarf einer kleinen Erklärung, da der Begriff „Hühnerachseln“ eine Vorgeschichte in Mälzers Podcast hat. Er ploppte erstmals in einer gemeinsamten Folge mit Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers auf. Darin gab der TV-Koch seine Hühner-Expertise zum Besten und erzählte von einem Moment, in dem er ein lebendiges Huhn in den Händen hielt. Er findet, es sei dabei „ein seltsamer Moment, wenn man aus Versehen die Hühnerachsel streicht“, diese würde sich nämlich anfühlen wie Achselhaut.

Diese Aussage verstörte und belustigte ARD-Frau Judith Rakers gleichermaßen. Sie fasste noch einmal zusammen: „Du hast gesagt, dass du es ein schönes Gefühl findest, wenn du einem nackten Huhn in die Achselhöhlen greifen kannst. Entschuldigung?“. Daraufhin ruderte Tim Mälzer noch einmal zurück und versicherte: Hühnerachseln seien kein Fetisch von ihm. Die Hörerfrage, ob Tim Mälzer darüber hinaus denn noch andere Fetische hätte, ist wohl eher ironisch zu verstehen.

Tim Mälzer: Bullerei-Chef und TV-Koch spricht in Podcast über seine Fetische

Aber wie sieht es denn nun aus: Hat Tim Mälzer wirklich einen Fetisch? Bei der Frage muss der Bullerei-Chef lange überlegen und kommt nach einer intensiven Denkpause zu dem Schluss: „Nee“. Doch Moment! Plötzlich fällt ihm doch noch etwas ein: „Ich bin ein sehr haptischer Mensch“, erzählt Mälzer. „Ich fasse schon gerne Dinge an“. Aha! Es wird sogar noch konkreter: Besonders in der Bullerei achte er darauf, wie sich die Materialien anfühlen. „Ich streichle fast alles. Ich geh in die Küche, streichle die Arbeitsplatte, streiche das Metall der Küchenblöcke“. Es geht sogar noch weiter: Auch Leder oder „schön geschliffenes Holz“ fasst Tim Mälzer gerne an.

Als er vom Moderator gefragt wird, ob er denn einen Lieblingsgegenstand in der Bullerei besitze, kommt Mälzer aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Wir haben ein Tisch im Deli vorne gehabt, der bestand aus zusammengesammelten Schwemmhölzern“, erzählt er. Dieser wurde von einem Künstler aus Belgien mit einer 26-fachen Bootslack-Lackierung versehen. Dieser Bootslack sei ‚traumhaft schön‘, beteuert Mälzer und setzt sogar noch einen obendrauf: „Der hat sich angefühlt wie so ein rasierter Merrettichar***“. Was er damit genau meint? Das lässt er offen. Seine Lackliebe kann er aber nicht abstreiten: „Vielleicht lackier ich mich mal mit Bootslack“.

Der besagte Tisch würde bald wieder in die Bullerei einziehen. Sein Hamburger Restaurant in der Sternschanze hat nach einer Renovierungsphase vor Kurzem wieder geöffnet und ist kaum wiederzuerkennen. Sogar ein rosa Privatzimmer hat sich Tim Mälzer darin eingerichtet, wie 24hamburg.de berichtete. Momentan ist es allerdings wegen des Gastro-Lockdowns geschlossen. Seinem Ärger darüber machte Mälzer bereits Luft. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa & Markus Scholz/dpa

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