Zuversichtlicher Gastronom

Tim Mälzer: TV-Koch sagt finanziellen Sorgen wegen Corona den Kampf an

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Tim Mälzer blickt optimistisch auf das neue Jahr, auch wenn der Fernsehkoch derzeit wenig zu Lachen hat. Seine großen Pläne für 2021 im Überblick.

  • TV-Koch Tim Mälzer wurde von der Corona-Pandemie schwer getroffen.
  • Durch den Corona-Lockdown machen die Restaurants des Unternehmers Umsatzverluste in Millionenhöhe.
  • Trotzdem blickt der Gastronom voller Zuversicht ins Jahr 2021.

Hamburg – Der TV-Koch und „Kitchen Impossible*“-Star Tim Mälzer ist von der Corona-Krise schwer gebeutelt. So mussten seine beiden Restaurants „Bullerei“ und „Gute Botschaft“ aufgrund der Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns bereits mehrfach schließen. Nach eigener Aussage macht Mälzer infolgedessen sogar Umsatzverluste im zweistelligen Millionenbereich. Vor kurzem musste der TV-Koch dann auch noch seine Geburtstagsparty absagen. Und trotzdem blickt der Hamburger voller Hoffnung und Zuversicht ins neue Jahr.

Koch:Tim Mälzer
Geboren:21. Januar 1971, Elmshorn
Bücher:Born to Cook, Heimat, Greenbox, Die Küche u.v.m.
Nominierungen:Deutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung, Deutscher Fernsehpreis - Freie Formatkategorie
Auszeichnungen:Deutscher Fernsehpreis für das beste Factual Entertainment

TV-Koch Tim Mälzer hat eine klare Nachricht an das Jahr 2020

Auf seiner Instagram-Seite verabschiedete Tim Mälzer das Corona-Jahr 2020 mit zwei Videos. Im ersten Video ist ein Feuerwerk über dem Hamburger Hafen zu sehen. Unter dem Video resümierten er und seine Mitarbeiter in einem emotionalen Text das abgelaufene Jahr und bedankten sich bei allen Unterstützern. Unter anderem begeisterte der Zusammenhalt zwischen Gastronomen „über die Grenzen der Bullerei hinaus“, heißt es in dem Post.

TV-Koch Tim Mälzer freut sich auf das Jahr 2021. (24hamburg.de-Montage)

In dem zweiten Video sind viele seiner Mitarbeiter zu sehen, wie sie den Stinkefinger in die Kamera halten. Dazu schreibt der TV-Koch „Ein frohes neues Jahr und ein dezentes FCK YOU 2020!“. Damit zeigt der Entertainer also ganz klar, was er über das vergangene Jahr denkt. Und das dürfte zumindest jedem Mälzer-Fan schon vorher klar gewesen sein. Zeigte sich der Hamburger doch schon im Mai 2020 und damit relativ zu Beginn des Jahres, sichtlich betroffen von der Corona-Pandemie. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz kamen Mälzer sogar die Tränen.

Mittlerweile kann Tim Mälzer aber wieder lachen – auch über den Corona-Lockdown

Jetzt aber soll das alles vergessen sein. In einem Interview, das kürzlich in der Bild-Zeitung erschien, konnte Mälzer das Corona-Jahr sogar schon etwas mit Humor nehmen. „Wir haben jeden Laden geschlossen, neu eröffnet, wieder geschlossen und so weiter. Zum Vergleich: Normalerweise habe ich vielleicht eine Neueröffnung pro Jahr und, wenn es richtig schlecht läuft, eine Schließung. Also – wenn es so intensiv weitergeht wie 2020, steht der Weltherrschaft nichts mehr im Wege“, so der TV-Koch.

Und auch wenn Corona Deutschland weiterhin fest im Griff hat, freut sich der Entertainer auf Instagram auf das Jahr 2021 und schreibt: „Wir sind seit 4 Tagen in 2021 und schauen voller Zuversicht, Hoffnung und Tatendrang auf dieses neue Jahr“. Außerdem habe das Jahr 2020 „trotz all der beschissenen Umstände“ auch „wertvolle Momente“ gehabt. Aber das könne man nur erkennen, wenn man den Kopf nicht in den Sand steckt, sagte Mälzer in dem Interview mit der Bild.

TV-Koch Tim Mälzer: Seine Gäste haben ihn „stark gemacht“

Stark gemacht hätten den Koch übrigens seine Gäste. „Wir sind halt eben nicht irgendwelche Heiopeis, die Bier und Schnitzel verkaufen, wir Gastronomen haben eine gesellschaftliche Funktion, die ich noch nie so stark gespürt habe wie in diesem Jahr. Wir haben alle an einem Strick gezogen, damit wir den Boden unter den Füßen nicht verlieren. Das hat mich stark gemacht“, so Tim Mälzer. So positiv klang der Hamburger in der Vergangenheit aber nicht immer.

Erst vor kurzem pöbelte er über die Corona-Politik und sprach dabei von „katastrophalem Versagen“. Besonders entsetzt zeigte er sich darüber, dass er auf einen Brief, den er zusammen mit anderen Gastronomen an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben hatte, nie eine Antwort bekam. Und beim Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts meckerte Mälzer über die Gastro-Hilfen der Regierung und darüber, dass diese noch immer nicht vollständig ausgezahlt worden seien. Man darf also gespannt sein, in welcher Stimmung sich Tim Mälzer das nächste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. * 24hamburg.de und nordbuzz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa & Andre Poling/Imago Images

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