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Tim Mälzer kassiert Spottwelle für Gastro-Hilferuf: „Geh heulen bei Lanz“

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Von: Nathalie Wendt

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Die Gastronomie leidet unter den hohen Energiekosten. Da wünscht sich Tim Mälzer Finanzhilfen vom Staat. Das fliegt ihm nun im Netz um die Ohren.

Hamburg – Der Hamburger Fernsehkoch und Gastronom Tim Mälzer (51) hofft mit Blick auf steigende Energiekosten auf finanzielle Unterstützung für das produzierende Gewerbe und die Gastronomie. „Es wäre schön, wenn die Regierung deutlich machen würde, dass sie hilft, wenn wir aufgrund der aktuellen Veränderung vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, die an die Existenz gehen“, sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Er wünsche sich, dass sie zumindest an existenzbedrohte Betriebe deutliche Signale sendet.

Name:Tim Mälzer
Geburtsdatum:22. Januar 1971
Geburtsort:Elmshorn
Eltern:Christa Mälzer, Rainer Mälzer

Tim Mälzer fordert staatliche Entlastung für Gastro-Betriebe

„So könnten die Strompreise – wenn diese ein maßgeblicher Anteil werden – gedeckelt werden und beispielsweise 75 Prozent der steigenden Energiekosten übernommen werden. Ein weiterer Parameter könnte ein Entgegenwirken bei der Umsatzsteuer oder anderen Fixkosten sein. Keiner schreit nach mehr.“ Es sei einfach ein Fakt, dass beispielsweise eine Bäckerei mit drei- oder vierfachen Strompreisen das nicht wie gewohnt betreiben könne.

Tim Mälzer und sein Restaurant „Bullerei“ in Hamburg
Tim Mälzer klagt über die hohen Strompreise und das geringe Stromsparpotenzial in der „Bullerei“. Seine Geschäfte aber „kommen da irgendwie durch“ – er wünscht sich Hilfen für Gastro-Kollegen, die größere Existenzsorgen hätten. © Christian Charisius/dpa/imago/Montage

Dabei gehe es ihm nicht konkret um seine Geschäfte. „Wir kommen da irgendwie durch. Das werden wir schaffen, wie wir auch Corona überstanden haben. Aber wenn wir uns als anderes Wirtshaus mit den gleichen Problematiken beschäftigten müssten, hätte ich da gerade noch ärgere Bedenken und Existenzängste.“ So seien allein die Strompreise für sein Restaurant „Bullerei“ im Schanzenviertel vervierfacht worden.

Tim Mälzer in Sorge um seine Restaurants in Hamburg: „Habe nicht so viel Einsparpotenzial“

Hintergrund der Forderung ist Mälzer zufolge auch, dass das Sparen von Energie gerade im verarbeitenden Gewerbe und Gastrobereich nicht so leicht sei. „Ich habe die Lüftung, die auch aus Arbeitsschutzgründen läuft. Ich habe die Kühlung, die ich nicht einfach an und aus machen kann. Ich kann nicht weniger kühlen. Das darf ich nicht. Sicherlich kann ich mein Licht im Klo ausmachen, aber grundsätzlich hab ich nicht so viel Einsparpotenzial, wenn ich mein Geschäft am Laufen halten will.“

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Tim Mälzer kassiert für Hilfeschrei Hohn und Spott auf Facebook: „Geh doch wieder rumheulen bei Lanz“

Während viele Gastro-Kollegen dem TV-Koch sicher recht geben, hagelt es in Social Media wieder einmal Hohn und Spott für die Klagen von Tim Mälzer. Schon zu Corona-Zeiten waren Mälzer Auftritte bei Markus Lanz und Co. als „weinerlich“ und „peinlich“ um die Ohren geflogen. Zu seinem aktuellen Statement heißt es nun in den Facebook-Kommentaren zu betreffenden Newsartikeln diverser Medien zum Beispiel auch direkt: „Geh doch wieder zum Lanz und heul rum.“ „Jammerlappen!“, kommentiert ein anderer die Sorgen des TV-bekannten Bullerei-Chefs und der nächste haut drauf: „Was fordert der immer, diese Heulsuse?“

Netz zerlegt Tim Mälzers Forderung nach Kostenzuschuss vom Staat: „Unmöglich!“

Viele halten ihm vor, ungerechtfertigt zu jammern und zu fordern: „Unmöglich! Während der „guten“ Jahre, wollten er und seine BranchenkollegInnen doch bestimmt auch nicht sonderlich gern Steuern an den „Staat“ zahlen, bzw. wurden sicherlich SteuerSPARmöglichkeiten gesucht... und nun soll/muss/müssen der „Staat=die Steuerzahler“ helfen ...“ Ein anderer Kommentator sieht es ähnlich: „Er will also von anderen hart erarbeitete Steuergelder.“ Ein anderer Facebook-User meint: „Sorry Tim, wenn es staatliche finanzielle (Hilfs)Mittel zu verteilen gibt, bist Du immer voran das Sprachrohr.“

„Du kriegst den Hals nicht voll“: Tim Mälzer wird wegen Hilfsforderung zu Energiekosten angefeindet

„Du bist Millionär, Junge – kriegst den Hals nicht voll oder was? Gibt genug Menschen, die weniger haben.“ Offenbar halten nicht wenige Kommentatoren Tim Mälzer für zu reich, um Hilfe zu fordern. „Als wäre es gerade er, der an der Armutsgrenze lebt, da gibt es viel mehr, die unbekannt sind, die für ihr Geld erarbeiten müssen, ohne TV Einnahmen“, pflichtet ein anderer Kommentator bei. Wieder ein anderer meint: „Verdienste dich nicht schon sehr lange dumm und dämlich??“

„Dann nimm weniger Tiefkühl-Kost!“: Netz haut gehässige Stromspar-Tipps für Tim Mälzer raus

Natürlich nutzen auch wieder viele sein Statement für Kritik an seiner Küche, gerade erst wurde Tim Mälzers Bullerei wieder von Fans zerrissen: „Zu Weglaufen“ motzt man über sein Essen. Nun heißt es unter anderem „Dann nimm weniger TK-Kost“ und „Mach doch TK-Pizza wie sonst auch“. Vielleicht einer der enttäuschten Besucher von Mälzers Pizzeria Pezzo die Pane? Neben vielen weiteren ungehaltenen Kommentaren zu Mälzers Kochkunst heißt es dann auch noch: „Einfach schlicht gesagt ein Nixkönner!“ Ähnlich sieht es dann wohl ein weiterer Mälzer-Feind: „Soll er dicht machen, ist eh ein unsolider Laden.“

„Ich sitze das jetzt aus“: Tim Mälzer will wegen Energiekrise nicht die Preise erhöhen

Vielleicht kann ja das die harte Kritik an Tim Mälzer beschwichtigen: Die Preise für Essen und Getränke habe er in der „Bullerei“ bis jetzt noch nicht erhöht. „Nein, ich weigere mich. Aber es ist ein ‚Noch’. Noch bin ich bockig. Ich sitze das jetzt aus, bis ich weiß und bewerten kann, wie hart uns die Veränderungen wirklich treffen werden.“ Mälzer beschäftigt eigenen Angaben zufolge 80 Mitarbeiter, darunter 27 Köche. (Mit Material der dpa)

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