Große Klappe, aber auch etwas dahinter?

Tim Mälzer: Fernsehkoch gesteht – darum hat er Dresche bezogen

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Tim Mälzer teilt gerne verbal aus. Früher soll es auch wilde Prügeleien im Leben des TV-Kochs gegeben haben. Pikante Details zu seiner Vergangenheit. 

  • Tim Mälzer ist bekannt für seine verbalen Ausbrüche in der Öffentlichkeit.
  • Auch privat nimmt der TV-Koch kein Blatt vor den Mund.
  • Dafür musste Mälzer auch schon das ein oder andere Mal einstecken.

Hamburg – Die Nachricht, dass Tim Mälzer schon öfter in handfeste Konflikte geraten ist, dürfte die wenigsten Mälzer-Kenner wirklich überraschen. Immerhin landet der TV-Koch wegen seiner emotionalen Ausbrüche immer wieder in Zeitungen und im TV. Erst zuletzt teilte er heftig gegen die Corona-Politik aus. Dass der „Kitchen Impossible*“-Star aber auch schon in körperliche Auseinandersetzungen verwickelt war und sogar schon ein paar Mal verprügelt wurde, ist dann doch neu. Kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag gibt der Koch Einblicke in sein Leben.

Koch:Tim Mälzer
Geboren:21. Januar 1971, Elmshorn
Bücher:Born to Cook, Heimat, Greenbox, Die Küche u.v.m.
Nominierungen:Deutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung, Deutscher Fernsehpreis – Freie Formatkategorie
Auszeichnungen: Deutscher Fernsehpreis für das beste Factual Entertainment

TV-Koch Tim Mälzer gibt zu: „Ich habe Prügeleien angezettelt“

In einem Interview mit der HSV-Fanzeitung Supporters News erzählt der TV-Koch davon, dass er schon mehrfach in seinem Leben verprügelt wurde. Mälzer sagt zwar „Ich haue mich doch nicht. Es ist mir absolut fremd, so aggressiv zu sein, dass ich jemanden schlagen will.“ Aber er gibt auch zu: „Ich habe Prügeleien angezettelt.“ Daher sei er auch manchmal verprügelt worden, so der TV-Koch. Und in vier Fünfteln sei das auch ganz zu Recht passiert. Dafür, dass er schon das ein oder andere Mal in seinem Leben Schläge kassiert hat, nennt der TV-Koch auch eine ganz einfache Erklärung: „Fresse zu groß, Beine zu langsam.“ Na dann.

TV-Koch Tim Mälzer wurde wegen seines großen Mundwerks schon öfter verprügelt. (24hamburg.de-Montage)

Und Tim Mälzer schiebt sogar noch einen hinterher: „Verdiente Prügel sind okay“, erzählt er in dem Interview. Ihn würde es lediglich ärgern, wenn er für „nothing“ eine kriege. Er selbst könne sich aber gar nicht prügeln. So verrät der Hamburger*, dass er außer einem großen Mundwerk nichts weiter mitbringe. Deshalb könne er sich nicht mit der Faust vor die Leute stellen. Trotzdem gehe er des Öfteren dazwischen, besonders wenn jemand bedroht werde, das könne er nämlich absolut nicht ab, so der Koch.

Tim Mälzer verrät: „Kritik ist Blödsinn“

In dem Interview verrät der TV-Koch dann sogar noch eine interessante Lebenseinstellung. Und auch diese dürfte den einen oder anderen Mälzer-Fan noch ein wenig überraschen. So sagt er, dass er Kritik für Blödsinn halte. „Ich halte es für die größte Lüge überhaupt, wenn jemand sagt, er brauche Kritik, um an sich zu arbeiten.“ Wenn er Kritik bekomme, denke Tim Mälzer sich hingegen „laber nicht. Mach selber.“ Natürlich sei es dennoch wichtig, Probleme zu erkennen und dann entsprechend darauf zu reagieren, so der Hamburger.

Diese Einstellung passt irgendwie so gar nicht zu Tim Mälzer. So kritisierte er im vergangenen Jahr mehrfach den Umgang der Politik mit der Gastronomie-Branche während der Corona-Pandemie. Er schrieb sogar einen Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wie 24hamburg.de/hsv berichtete, hatte er zuletzt auch den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag für seinen Herzensverein*, den HSV, übrig. Außerdem nahm Mälzer in einem Instagram-Post die Medien in die Zange. Aber das fällt für den TV-Koch vielleicht ja alles in die Kategorie „Vorschläge zur Problemlösung“.

TV-Koch klärt auf: Was er mit Lothar Matthäus und Andy Möller gemeinsam hat.

Seit Kindertagen ist Tim Mälzer HSV-Fan und ist aktuell im Volksparkstadion sogar für das Catering verantwortlich. „Mein Leben als HSVer fing damit an, dass ich zum Nikolaus eine Karte für das Volksparkstadion bekam (...) Ich war zehn Jahre alt“, erzählt Mälzer über den Beginn seiner HSV-Liebe. Bis heute machen laut Mälzer die ersten Momente seine Leidenschaft für den HSV aus, erklären könne er sie aber nicht genau. „Ich kann auch nicht erklären, warum ich einen Menschen liebe. Ich nehme das so hin“, rechtfertigt der Koch seine Liebe zum Hamburger SV.

Was er aber erklären kann ist, welcher Spielertyp er wäre. „Ich wäre so ein Lothar-Matthäus-Typ. Ein bockiges Kind, wenn mir was nicht gelinkt oder die anderen nicht mitmachen“, verrät der Koch. Auch Andy Möller könne er sein, der hätte auch immer geschmollt. Technisch wäre er aber eher Mario Basler: „Die ganze Zeit siehst du nichts von mir, aber in der 88. Minute mache einen rein.“ Auf der Verteidigerposition vergleiche er sich mit Hans-Peter Briegel. „Stutzen runter und weg mit der Pike“, erklärt der Hamburger. Von Taktik verstehe er nichts, er könne nur „Kreide fressen“. Umso besser vielleicht, dass er im Endeffekt Koch und nicht Fußballer geworden ist. * 24hamburg.de und nordbuzz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tim Wallocha/Imago Images, Norbert Schmidt/Imago Images & Panthermedia/Imago Images

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