Vox-Doku enthüllt

Tim Mälzer: Darum weinte der Küchenbulle bei Markus Lanz

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Beim „Kitchen Impossible“-Special verrät Tim Mälzer, warum ihn während der Corona-Krise die blanke Angst packte. Fans feiern ihn für die intimen Einblicke.

Hamburg – Eine große Klappe sind Fans und Kritiker von Tim Mälzer gewöhnt. Aber bei der Vox-Doku „Kitchen Impossible 2020 – Die Tagebücher der Küchenchefs“ überrascht der TV-Koch mit emotionalen Geständnissen. Gemeinsam mit seinen Gastronomie-Kolleginnen und -Kollegen Max Strohe, Haya Molcho, Viktoria Fuchs, Alexander Wulf und Max Stiegl gibt Mälzer ungeschönte Einblicke in die Zeit während der Corona-Krise.

TV-Koch:Tim Mälzer
Geboren:22. Januar 1971, Elmshorn
Eltern:Christa Mälzer, Rainer Mälzer
Bücher:Heimat, Born to Cook, Greenbox, Die Küche
Fernsehsendungen:Kitchen Impossible, Tim Mälzer kocht!, Schmeckt nicht, gibt's nicht, The Taste

Das Experiment ist einzigartig: „Wir haben gesagt, wir werden ein Video-Tagebuch herstellen und wir werden dokumentieren – das ist glaube ich weltweit das erste Mal, dass sowas passiert – dass wir von vornherein in einer Situation angefangen haben, was zu dokumentieren, ohne dass wir wussten, wie lange uns das noch im Griff hat“, so Tim Mälzer, für dessen Restaurant „Bullerei“ aktuell die 3G-Regel gilt, in der Chefkoch-Runde der Vox-Doku.

Tim Mälzer bei Markus Lanz: Darum weinte der Küchenbulle in der Talkshow

Gerade die Gastro-Szene wurde von den monatelangen Corona-Lockdowns hart getroffen, viele Restaurants mussten schließen oder kämpfen nach wie vor gegen die drohende Insolvenz. Personalmangel erschwert die Situation vielerorts auch nach der Wiedereröffnung. In der Vox-Sendung „Kitchen Impossible 2020 – Die Tagebücher der Küchenchefs“ sorgen die Szenen seines Tränen-Auftritts bei Markus Lanz vom Mai 2020 erneut für feuchte Augen bei TV-Koch Tim Mälzer.

Die Köche Tim Mälzer und Max Strohe (mit Cappie) reden bei „Kitchen Impossible 2020 – Die Tagebücher der Küchenchefs“ offen über die schlimme Zeit für Gastronomie während der Corona-Krise. (24hamburg.de-Montage)

Der Küchenbulle erinnert sich genau daran, warum er bei Markus Lanz die Fassung verlor: „Ich habe mich vor meine Mitarbeiter gestellt und gesagt, ich lass euch nicht alleine. Und in dem Moment wusste ich, dass ich das nicht schaffen werde“, offenbart Mälzer in den Vox-Tagebüchern. „Und da habe ich mich glaube ich das erste Mal wie ein Versager gefühlt, also wirklich so, dass ich gedacht habe, boah Alter, du reißt die Fresse auf und du lässt deinen Worten keine Taten folgen.“

Drama um Tim Mälzer: „Ich hatte Angst, ich hatte die blanke Angst!“

Wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen hatte Bullerei-Chef Tim Mälzer große Angst vor einer drohenden Pleite – und das völlig unverschuldet durch die Auswirkungen des Corona-Lockdowns. „Ich hatte Angst, ich hatte die blanke Angst, es war die blanke Angst, dass alles, woran ich glaube, alles, was ich getan habe, alles wofür ich die letzten 30 Jahre gearbeitet habe, schuldlos den Bach runtergeht“, so Mälzers emotionales Geständnis.

Für seine Offenheit wird Tim Mälzer von seinen Mitstreitern mit Lob überschüttet. Der Berliner Sternekoch Max Strohe dankt ihm dafür, dass er sich als Sprachrohr für die deutsche Gastro-Szene eingesetzt hat. Und auch Viktoria Fuchs, Küchenchefin des „Romantik-Hotel Spielweg“ im Schwarzwald, betont: „Du hast dich nicht hingestellt und gesagt, die ‚Bullerei‘ geht kaputt oder ‚Die Gute Botschaft‘ geht kaputt, sondern hast gesagt, Freunde, die deutsche Gastronomie geht kaputt.“

Tim Mälzer: Das Netz feiert ihn für „Kitchen Impossible 2020 – Die Tagebücher der Küchenchefs“

Gut drei Stunden erzählen bekannte Gourmet-Köche wie Tim Mälzer, Alexander Wulf, Max Stiegl oder The Duc Ngo im „Kitchen Impossible“-Special, das auch bei TVNOW verfügbar ist, von ihren Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Private Video-Aufnahmen zeigen, wie verzweifelt viele Gastronomie-Betreiber um ihre Existenz bangen mussten und immer noch bangen.

Emotionen, die auch die Vox-Zuschauer nicht kaltlassen. „Hab schon geheult“ postet die Userin carmenlueck bei Instagram. Grummel81 schreibt begeistert: „Ganz, ganz groß von euch allen, dass jeder, wirklich jeder Einzelne von euch seine Mitarbeiter und die Menschen, die für euch arbeiten, über alles andere und vor seine eigenen Bedürfnisse stellt. Das ist – gerade in der heutigen Zeit – alles andere als selbstverständlich und zeigt einfach, wie sehr ihr diese Menschen wertschätzt, was sie für euch bedeuten und was für ein großes Herz ihr alle habt. Trotz all dem Erfolg habt ihr das nicht vergessen und das ist einfach absolut groß.“

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Vor allem die ungewohnt zurückhaltende Art von Tim Mälzer kommt an. „Eine schöne und emotionale Sendung. Sehr bemerkenswert, wie Tim sich hier zurückhält und nicht auf ‚freche Schnauze‘ macht. Aber auch eine Sendung mit einem ernsten Tim ist eine unterhaltsame Sendung“, so die Meinung von Instagram-Nutzerin gabikissmann. In den Genuss seiner „frechen Schnauze“ werden die Fans dann vermutlich wieder bei Tim Mälzers neuem TV-Projekt kommen, seiner Kochshow mit Steffen Henssler, „Mälzer und Henssler liefern ab!“, die am 19. September 2021 um 20:15 Uhr startet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Golejewski/Christian Kielmann/imago

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