Neue Corona-Regel

Tim Mälzer: Setzt er auf 2G oder 3G in seinem Restaurant Bullerei?

  • Anika Zuschke
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Seit Samstag gilt in Hamburg die 2G-Regel. Gastronomen müssen sich entscheiden: Dürfen Ungeimpfte weiter Platz nehmen? Tim Mälzer legt sich für Bullerei fest.

Hamburg – Ab Samstag, 28. August 2021, dürfen Restaurants, Veranstalter und jegliche öffentliche Angebote in Hamburg Ungeimpften den Eintritt verwehren. Denn ab morgen gilt in der Hansestadt das 2G-Optionsmodell. Damit überlässt der Hamburger Senat Gastronomen die Entscheidung, ob sie in Zukunft nur noch geimpfte und genesene Personen durch ihre Türen lassen. Tim Mälzer hat eine Entscheidung für seine Bullerei in Hamburg gefällt.

Restaurant mit kontinentaleuropäischer Küche:Bullerei
Adresse:Lagerstraße 34b, 20357 Hamburg
Öffnungszeiten:Montag bis Sonntag – 12:00 bis 23:00 Uhr
Telefon:040 33442110

Das Restaurant „Bullerei“ im Hamburger Schanzenviertel wurde bereits im Juli 2009 von Tim Mälzer und Co-Betreiber Patrick Rüther eröffnet. Seitdem strömen zahlreiche Fans in das Lokal, um einen Blick auf den TV-Koch zu erhaschen oder sich an den zahlreichen Fleisch-Gerichten zu erfreuen. Kommt das in Zukunft nur noch für eine minimierte Personengruppe in Frage?

Tim Mälzers Bullerei stand wegen Corona kurz vor der Pleite – wie geht es jetzt weiter?

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdown-Beschränkungen hatte Tim Mälzer in den vergangenen anderthalb Jahren extrem mit seinen gastronomischen Angeboten zu kämpfen. Für eine Kernsanierung der Bullerei nahm der TV-Koch einen Kredit auf – bald darauf stand das Restaurant wegen des Coronavirus angeblich kurz vor dem Bankrott.

Doch Mälzer konnte sich und seine Bullerei retten. Außerdem hat der bekannte Fernseh-Koch erst im Mai diesen Jahres ein neues Café in Eppendorf eröffnet. Die Geschäfte scheinen also wieder gut zu laufen. Dieses Glück hatten nicht alle gastronomischen Angebote – viele Restaurants in Hamburg mussten wegen des Coronavirus schließen. Nun steht der nächste Einschnitt bevor. Lässt sich der „Kitchen Impossible“-Star auf eine Einschränkung seiner Gäste durch das 2G-Optionsmodell ein?

Führt Tim Mälzer in seiner Bullerei die neue 2G-Regel ein oder bleibt er bei 3G? (24hamburg.de-Montage)

Tim Mälzer postet Entscheidung zu 2G-Optionsmodell auf Facebook und Instagram

Auf seinem offiziellen Facebook- und Instagram-Account postete Tim Mälzer am Donnerstag diesbezüglich seinen Beschluss. Es sei „[f]ür uns eine Entscheidung, vor der unser Senat sich drückt.“ Doch diese könne „Clubs, Kneipen und Diskotheken einen so langen ersehnten und verdienten Hauch von ‚Normalität‘ ermöglichen“. Für alle, die sich dem 2G-Modell annehmen, gelten von da an nämlich deutlich lockerere Vorschriften.

Trotzdem entschieden sich die Bullerei-Betreiber gegen diesen Schritt. Denn für sie käme das einer Ausgrenzung von Gästen gleich. „Nichtgeimpften, Nichtdurchgeimpften, Schwangeren, manchen Allergikern und anderen“ würde der Eintritt in die Bullerei mit dem 2G-Modell verwehrt werden, schreibt der TV-Koch.

2G oder 3G in der Bullerei? Tim Mälzer entscheidet sich

Der Grund für diese Entscheidung: „Seit Monaten funktioniert 3G bei uns, ohne einen Zwischenfall, sehr gut“, so Tim Mälzer. Aufgrund der hohen Räume, Abstände und Abgrenzungen, einer sehr leistungsstarken Frischluftanlage, eines grandiosen und fast durchgeimpften Teams hielte die Bullerei weiterhin an dem bewährten 3G-Modell fest.

Obwohl Mälzer und Rüther „Befürworter des Impfprozesses“ seien, wollen sie diesen nicht zur Vorschrift machen, so lautet es in dem Facebook-Post. Diesen schließen die Restaurant-Betreiber mit den Worten „Wir freuen uns weiterhin auf Euch alle! Genesen, Geimpft oder Getestet“ ab.

Tim Mälzer Bullerei: Feedback zu Statement des TV-Kochs ist primär positiv

Das Feedback zu dem öffentlichen Statement Mälzers fällt primär positiv aus. Eine Userin schreibt begeistert: „Danke!! Und das aus vollstem Herzen von einer doppelt geimpften Person. Niemand (!) gehört ausgegrenzt.“ Eine weitere Nutzerin gab mit den Worten „Auch Geimpfte und Genesene können das Virus übertragen – nur eine Testpflicht für alle macht Sinn, um vor Weitergabe und Verbreitung des Virus effektiv zu schützen“ einen Denkanstoß.

Doch nicht jeder ist Mälzers Meinung: „Schön den Impfgegnern den Rücken stärken. Und jetzt bitte nicht die 0,0x% heranziehen, die sich nicht impfen lassen können“, schreibt ein Befürworter des 2G-Modells. Die Hamburger Sportvereine HSV, St. Pauli, Towers und Co. denken noch über eine Einführung der 2G-Regel in ihren Stadien nach. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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