Mega-Flop in den USA

ARD-Tatort-Star Til Schweiger spricht über Film „Head Full of Honey“: „Größte berufliche Niederlage“

  • Johanna Ristau
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Eigentlich kennen wir ARD-Tatort-Liebling und Restaurant-Gastronom Til Schweiger (56) als selbstbewussten Film-Star und Produzenten. Doch nun zeigt der Wahl-Hamburger sich von einer ganz anderen Seite – er redet über eine Niederlage.  

  • Til Schweigers* Film Head Full of Honey“ gilt in den USA als Mega-Flop.
  • In Deutschland ist der Film unter dem NamenHonig im Kopf“ bekannt.
  • Jetzt spricht Til Schweiger auf Usedom über die Niederlage.

Hamburg/Usedom – In Deutschland feierte Til Schweigers KinofilmHonig im Kopf“ im Jahr 2014 einen Mega-Erfolg. Über sieben Millionen Zuschauer zog die Tragikkomödie in die Kinos. In Deutschland zählt der Alzheimer-Film mit Til Schweiger und seiner jüngsten Tochter Emma Schweiger (17) sogar zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt – noch vor „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ und dem dritten „Tribute von Panem“-Film.

Schauspieler:Til Schweiger
Geboren: 19. Dezember 1963 (Alter 56 Jahre), Freiburg im Breisgau
Größe: 1,78 m1,78 m
Ehepartnerin: Dana Schweiger (verh. 1995–2014)
Kinder: Emma, Luna, Valentin Florian, Lilli

Til Schweigers „Head Full of Honey“ mit Nick Nolte floppt in den USA

Vier Jahre später bringt Til Schweiger, dessen Freundin 31 Jahre jünger ist als der Hollywood-Hanseate, den Film auch in den USA in die Kinos. Unter anderem spielt sogar „Kap der Angst“-Star Nick Nolte (79) in „Head Full of Honey“ mit. Doch auch der Hollywood-Star lockt im Jahr 2018 nicht wirklich viele Gäste in die Kinos. Zudem zeigen nur vier Kinos in den USA den Film überhaupt.

Til Schweiger spricht über seine „größte berufliche Niederlage“: „Head Full of Honey“, den Remake von „Honig im Kopf“ in den USA

Til Schweigers „Head Full of Honey“ spielt in den USA nur zehntausend Dollar ein

Die Produktion hatte seit dem Start am 30. November 2018 lediglich zehntausend Dollar (zirka 8.450 Euro) eingespielt. Das wurmt den Schauspieler und Filmemacher bis heute. Bei einem Besuch auf der Ostsee-Insel Usedom verrät er der „Ostsee-Zeitung“ jetzt, „Head Full of Honey“ sei seine „größte berufliche Niederlage“ gewesen. Und er hat auch gleich eine Erklärung für den Mega-Flop in den USA parat: „Die Amerikaner haben die Botschaft nicht verstanden. Sie meinten, wir machen uns auf Kosten der Kranken lustig.“

„New York Times“ bezeichnet Til Schweigers Film „Head Full of Honey“ als „desaströs“

Von der US-amerikanischen Presse erntet Til Schweiger damals viel Kritik. So bezeichnet die „New York Times“ den Film als „desaströs“, vermutet sogar, dass der Streifen wegen seinem „bizarren Plot“ und den „schrillen Darbietungen“ in einem „Gemüsehäcksler“ entstanden sein muss. Der „Observer“ schreibt: „In diesem Fiasko gibt es keinen glaubhaften Moment.“ Außerdem sei der Film „so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose.“

Til Schweigers „Honig im Kopf“: Darum geht es in dem Demenz-Drama

In dem Originalfilm „Honig im Kopf“ geht es um die elfjährige Tilda (Emma Schweiger), die ihren Großvater Amandus (Dieter Hallervorden) liebt. Doch er zeigt immer mehr Symptome seiner Demenz. Schon bald muss er in ein Heim umziehen. Tilda sieht dies jedoch völlig anders und beschließt, ihn zu retten. Gemeinsam begeben sie sich auf eine letzte große Reise nach Venedig, dem Ort, den Amandus nie vergessen konnte. 24hamburg.de berichtet auch darüber, dass Til Schweiger schon bald Opa wird.

ARD-Tatort-Star Til Schweiger bald in nächstem Drama zu sehen: „Gott, du kannst ein Arsch sein“ erscheint im Oktober 2020

Trotz der Niederlage mit seiner Alzheimer-TragikkomödieHead Full Of Honey“ hält Til Schweiger an dramatischen Filmen mit gesundheitlichen Krisen fest. Im Oktober 2020 erscheint sein Film „Gott, du kannst ein Arsch sein“. In dem Streifen geht es um die 16-jährige Steffi, die gerade erfahren hat, dass sie Krebs hat. Ihr bleibt nicht mal mehr ein Jahr zu leben. Auch die Klassenfahrt mit ihren Freunden nach Paris, auf der sie ihr erstes Mal mit ihrem Freund geplant hatte, fällt wegen der Diagnose flach.

Ihre Eltern, gespielt von Til Schweiger und Heike Makatsch, hoffen jedoch noch auf ein Wunder und versuchen ihre Tochter dazu zu bewegen, eine Chemotherapie zu beginnen. Doch Steffi reißt stattdessen aus und lernt dann einen Zirkusjungen kennen, der vor seinem strengen Vater, gespielt von Jürgen Vogel, flüchtet und sie in einem geklauten Auto mit auf die abenteuerliche Reise nach Frankreich nimmt. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Frank Papes aus dem Jahr 2015.

Til Schweiger und Jürgen Vogel drehen neuen Film über eine Teenagerin mit einer bipolaren Störung und einen Zirkusjungen

Und: Jetzt plant Til Schweiger, der neulich Besuch von Tatort-Legende Jan Josef Liefers (54) auf Mallorca bekam, schon den nächsten Film mit Tiefgang: „Es geht um junge Leute, die krank sind. Ich spiele den alleinerziehenden Vater zweier Kinder, Junge und Mädchen. Das Mädchen ist manisch-depressiv und hat eine bipolare Störung*“, verrät Til Schweiger der „Ostsee-Zeitung“ (hinter Bezahlschranke).

Als das Mädchen sich dann auch noch in einen Jungen mit Tourettesyndrom verliebt und mit ihm zusammen ausbüxt, ist das Drama perfekt. Ob wie so oft eine seiner Töchter Luna (23), Lilli (22) oder Emma in dem Film zu sehen ist, behält der „Keinohrhasen“-Macher vorerst für sich. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa, Gordon Timpen/dpa

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