Zoff ums Geld

Til Schweiger: Morddrohungen für „Keinohrhasen“-Autorin Anika Decker

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
    schließen

Neuer Ärger für „Keinohrhasen“- und „Zweiohrküken“-Autorin Anima Decker (45)! Neben dem Prozess gegen Til Schweiger (56) muss sich sich nun auch noch mit einem Stalker auseinandersetzen.

  • Til Schweiger* hat eine Klage am Hals.
  • „Keinohrhasen“-Drehbuchautorin Anika Decker fordert Geld.
  • Ein Stalker zahlt es der Autorin nun zurück – mit Morddrohungen!

Update vom Mittwoch, 18. November 2020, 11:30 Uhr: Berlin/Hamburg– Bei Drehbuchautorin Anika Decker kehrt aber auch einfach keine Ruhe ein. Gerade hatte sie im Prozess gegen Til Schweiger und seine Firma „Barefoot Films“ in erster Instanz gewonnen, wie 24hamburg.de berichtete (mehr Infos unten). Doch Grund zur Freude hat sie derzeit trotzdem nicht. Die Mittvierzigerin wird von einem Stalker heimgesucht! Das erzählt sie im Podccast von Ex-Viva-Moderator Nilz Bokelberg (44) „Die Nilz Bokelberg Erfahrung“.

Drehbuchautorin:Anika Decker
Geboren:1. August 1975 (Alter 45 Jahre), Marburg
Filme: Traumfrauen, High Society - Gegensätze ziehen sich an, Zweiohrküken, Rubbeldiekatz, Keinohrhasen, SMS für Dich

Anika Decker: „Neulich hat jemand mir immer so komische Sachen geschrieben - bis zur Morddrohung. Ich habe das dann angezeigt, weil es dann wichtig ist, dass es einmal vermerkt ist.“ Doch dann wurde das Verfahren eingestellt. Grund: Die Person sei nicht straffähig, da „zu verrückt“, erklärt Decker. Die Autorin kann das Vorgehen der Justiz nicht nachvollziehen und echauffiert sich im Podcast: „Jemand, der 30 Mal anruft und nicht mehr aufhört? Und dem man gar keinen Anlass gegeben hat, zu denken, dass da irgendeine Möglichkeit ist? Ich finde nicht, dass das in meiner Verantwortung liegt, einschätzen zu müssen, was der dann noch so macht.“

„Keinohrhasen“-Autorin Anika Decker und Til Schweiger vor ihrem Streit vor Gericht

Til Schweiger: Gericht fällt Entscheidung für „Keinohrhasen“-Autorin

Update vom Mittwoch, 28. Oktober 2020, 13 Uhr: Hamburg/Berlin – Jetzt wird er ernst für Hollywood-Hanseate Til Schweiger. Am Dienstag, 27. Oktober 2020, ging der Prozess mit Drehbuchautorin Anika Decker (45) los, die von Til Schweigers Produktionsfirma „Barefoot Films“ und Warner Bros. eine nachträgliche Vergütung für ihre Mitarbeit an „Keinohrhasen“ (2007) und „Zweiohrküken“ (2009) fordert.

Die Drehbuchautorin verlangt vor Gericht eine Einsicht in die Bücher der beiden Filmfirmen. Kurzum: Sie will wissen, wie viel Geld für die Produktionen insgesamt geflossen ist und fordert Transparenz, um nachträglich üppiger entlohnt zu werden (mehr Details unten). Den ersten Schritt der Stufenklage hat sie jetzt hinter sich. Das Berliner Landgericht entschied am Dienstag, 27. Oktober 2020, dass „Barefoot Films“ und Warner Bros. Einblicke in die Einnahmen gewähren müssen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Anika Decker und Til Schweiger arbeiteten einst zusammen. Jetzt streiten sie vor Gericht um Geld. (24hamburg.de-Montage)

Für Schweiger und Warner sei die Sache allerdings verjährt. Sie gaben an, sich über einen möglichen Widerspruch zu beraten. Ob Anika Decker letztendlich noch höher entlohnt wird, ist Verhandlungsgegenstand der zweiten Stufe vor Gericht, die noch aussteht.

Til Schweiger: „Kokst du dir das Hirn weg?“ – Wut-SMS an „Zweiohrküken“-Autorin

Erstmeldung vom 13. Oktober 2020, 12 Uhr: Hamburg/Berlin – Zoff für Til Schweigers Filmproduktionsfirma „Barefoot Films“. Drehbuchautorin Anika Decker klagte vor dem Landgericht in Berlin am Dienstag, 6. Oktober 2020, weil sie laut eigenem Bekunden nicht ausreichend an Til Schweigers Kult-Schmonzetten „Keinohrhasen“ (2007) und „Zweiohrküken“ (2009) beteiligt wurde. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, habe sie für „Zweiohrküken“ 60.000 Euro und eine gedeckelte Zusatzvergütung erhalten. Für „Keinohrhasen“ gab es 17.500 Euro fürs Drehbuch und anschließend 32.500 Euro von Til Schweiger als „Geschenk“.

Til Schweiger von Anika Decker („Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“) verklagt – Wut-SMS

Laut Klageschrift spielte die Liebeskomödie mit und von Til Schweiger aber allein im Kino zirka 70 Millionen Euro ein. Im Anschluss kamen noch DVD-, Streaming- und Pay-TV-Einnahmen in Millionenhöhe dazu. Die genauen Umsätze kenne sie aber nicht. Und das sei genau das, was sie so auf die Palme bringe. Deshalb forderte sie beim Gerichtstermin, zu dem Til Schweiger selbst nicht erschien, nun Transparenz – auch von der Filmproduktionsfirma Warner Bros., die neben „Barefoot Films“ auch an den Streifen beteiligt war.

Til Schweiger und Drehbuchautorin Anika Decker streiten um Geld.

Immer wieder waren die Prozesstermine am Berliner Landgericht verschoben worden – zuletzt aufgrund des Coronavirus*. Bereits vor zwei Jahren reichte Decker die Klage gegen „Barefoot Films“ und Warner Bros. ein, um Transparenz und eine angemessene Beteiligung zu erhalten. Til Schweiger soll ihr damals im Affekt eine respektlose SMS geschrieben haben, deren Inhalt dem Landgericht vorliegt: „Lebst du noch? Oder kokst du dir das Hirn weg wie Zickler? Du bist scheinheilig und link.“

Mit „Zickler“ war hier der im Jahr 2019 verstorbene Filmproduzent Zickler gemeint, mit dem Schweiger lange zusammengearbeitet hatte. Die Frage, ob Anika Decker noch lebe, stieß derselbigen ebenfalls sauer auf. Denn mit Anfang dreißig erlitt die Drehbuchautorin eine Blutvergiftung mit Organversagen und lag tagelang im Koma. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte Decker: „Ich habe damals geglaubt, dass ich gut bezahlt wurde. Das mag man für naiv halten, aber ich denke, ich stehe damit nicht allein da.“

Til Schweiger von Anika Decker verklagt: Geheime Verträge zwischen Netflix, Warner und Barefoot?

Später sei ihr aufgefallen, dass sie über die Absatzzahlen der Filme und die Umsätze von „Barefoot Films“ und „Warner Bros.“ nichts wisse. Inzwischen würde sie glauben, dass es sich dabei um ein „System“ handele.

Decker: „Ich kenne keine Drehbuchautoren, die mir sagen können, wie viel Geld zwischen den Firmen, die an einem Film beteiligt sind, geflossen ist. Das sind geheime Verträge, im Fall von Keinohrhasen und Zweiohrküken zwischen Barefoot und Warner oder zwischen Netflix und Warner. In der Musik- oder der Buchbranche bekommst du eine Abrechnung, die dir Auskunft über deine Prozente gibt und dich automatisch am Erfolg beteiligt. Im Film gibt es das nicht. Wir müssen es erfragen.“

Til Schweiger von „Keinohrhasen“-Autorin verklagt: Das sagt der ARD-Tatort-Star

Durch ihre Klage und den Medien-Wirbel darum hoffe sie auf einen Wandel in der Branche: „Ich glaube, dass es eine Signalwarnung hätte, wenn meiner Forderung nach Auskunft über die eingespielten Erlöse stattgegeben wird.“ Und Til Schweiger? Der kommentiert das Spektakel eher wortkarg in der „Bild“: „Das ist ein laufendes Verfahren, zu dem ich mich nicht äußern kann. Ich habe aber vollstes Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit.“

Schon Ende Oktober 2020 will das Landgericht Berlin die Entscheidung schriftlich mitteilen. Ob Til Schweiger dann Geld locker machen muss, wird sich zeigen. Derzeit ist er aber mit ganz anderen Themen beschäftigt. Gerade erst ist sein neuer Kinofilm „Gott du kannst ein Ar*** sein“ angelaufen. 24hamburg.de berichtet darüber, weshalb keine der Schweiger-Töchter* in dem Streifen mitspielt. Außerdem drehte Wahl-Hamburger* Til Schweiger neulich erst einen Film an der Ostsee*.

Und: Schon bald wird der ARD-Tatort-Star auch noch Opa*. Dann wartet also auch privat eine ganz neue Rolle auf ihn. Körperlich hingegen laufe es gerade nicht mehr so gut bei Til Schweiger. Erst neulich sprach er darüber, „nicht mehr so fit wie früher“ zu sein. Der Schauspieler kämpfe sogar täglich mit Schmerzen*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.  

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare