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Eddie the Eagle – was macht Skispringer Michael Edwards heute?

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Von: Susanne Kröber

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Der Film „Eddie the Eagle – Alles ist möglich“ ist ein Biopic über Michael Edwards, der 1988 als erster britischer Skispringer an Olympischen Spielen teilnahm.

Hamburg/Calgary – 1988 stellte Michael Edwards die Skisprungwelt auf den Kopf. Als erster britischer Skispringer nahm er an den Olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary teil. Mit seinen dicken Brillengläsern, die auch noch ständig beschlugen, und seinen überschaubaren Weiten avancierte Edwards zum Liebling der Fans, die ihm den Spitznamen „Eddie the Eagle“ verpassten.

Skispringer:Michael Edwards
Geboren:5. Dezember 1963 (Alter 58 Jahre), Cheltenham, Vereinigtes Königreich
Ehepartnerin:Samantha Morton (verh. 2003–2016)
Vierschanzentournee:109. (1988/89)
Eltern:Janette Edwards, Terry Edwards
Geschwister:Duncan Edwards, Elizabeth Edwards

Eddie the Eagle – Alles ist möglich: Film, Besetzung, Inhalt

Der Film „Eddie the Eagle – Alles ist möglich“ aus dem Jahr 2016 basiert auf der Geschichte des Briten Michael Edwards, der schon als Kind von einer Teilnahme an Olympischen Spielen träumt. Nach ersten Versuchen als Skifahrer konzentriert sich Edwards schließlich aufs Skispringen, in dieser Sportart gelingt ihm die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1988 in Calgary.

Ex-Skispringer Michael „Eddie the Eagle“ Edwards bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary und 2019 bei einem Wettkampf in Seefeld.
Skisprung-Ikone Michael „Eddie the Eagle“ Edwards damals und heute. © Sven Simon/imago

Als Michael „Eddie the Eagle“ Edwards ist im Biopic „Eddie the Eagle – Alles ist möglich“ Taron Egerton zu sehen, der 2019 in einer weiteren Filmbiografie für Furore sorgte: In „Rocketman“ spielte Egerton Elton John, was ihm einen Golden Globe einbrachte. Der echte Michael Edwards war mit der Darstellung von Egerton zufrieden, Egerton sei ihm „unheimlich ähnlich“, wie Edwards gegenüber der BBC erklärte. Auch die restliche Besetzung von „Eddie the Eagle“ kann sich sehen lassen: In weiteren Rollen sind Hugh Jackman, Christopher Walken und Iris Berben zu sehen.

Eddie the Eagle: Wie weit sprang Michael Edwards bei den Olympischen Spielen 1988?

Sein Debüt im Skisprung-Weltcup feierte Michael Edwards 1986 bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf – er belegte Platz 110. 1987 ging Edwards dann bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf an den Start. Der Brite wurde zwar 58. und somit letzter der Konkurrenz, konnte sich aber mit 73,5 Metern für Olympia qualifizieren, denn als einziger Skispringer aus Großbritannien hatte er mit dieser Weise natürlich einen britischen Rekord aufgestellt.

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Bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary landete Michael Edwards beim Skispringen sowohl auf der Normalschanze als auch auf der Großschanze abgeschlagen auf dem letzten Platz. Von der Normalschanze sprang er im ersten und im zweiten Durchgang jeweils 55 Meter weit, von der Großschanze segelte Eddie the Eagle auf 71 und 67 Meter. Zum Vergleich: Olympiasieger Matti Nykänen landete 1988 auf der Großschanze erst bei 118,5 und im zweiten Durchgang bei 107 Metern.

Michael Edwards: Was ist aus Eddie the Eagle geworden?

Der Sprungstil von Spätstarter Michael Edwards war nicht nur wenig effektiv, sondern auch ziemlich gefährlich. Zwar trugen auch die wild rudernden Arme und die teils akrobatischen Flugeinlagen zu seinem Spitznamen Eddie the Eagle und zu seiner Popularität bei, sie führten aber auch dazu, dass Edwards seine Skisprung-Karriere 1989 nach einem Sturz bei der Vierschanzentournee beenden musste.

Der Medienhype um seine Person füllte zunächst Michael Edwards‘ Konto – 1992 musste Eddie the Eagle jedoch Privatinsolvenz anmelden. Im Interview mit der Frankfurter Rundschau erzählte Edwards, er habe sein Geld verwalten lassen, plötzlich sei alles weg gewesen. „Daraufhin habe ich die Treuhänder verklagt und gewonnen. Aber von dem schönen Geld bekam ich trotzdem nur einen Bruchteil zurück“, so Ex-Skispringer Eddie the Eagle.

Eddie the Eagle: Was macht der frühere Skispringer Michael Edwards heute?

Eigentlich ist Michael Edwards gelernter Maurer. Der Prozess gegen seine Treuhänder motivierte den Kult-Skispringer jedoch dazu, Jura zu studieren. Eddie the Eagle schloss sein Studium auch erfolgreich ab, kehrte dann aber trotzdem in seinen alten Beruf zurück. „Ich habe festgestellt, dass ich lieber etwas mit meinen Händen tue. Deshalb bin ich zurück in meinen Lehrberuf als Maurer“, erklärt Edwards gegenüber der Frankfurter Rundschau.

Michael Edwards, der zwei Töchter aus seiner Ehe mit Ex-Frau Samantha Morton hat, steht aber auch nach wie vor gerne im Rampenlicht. Der Skisprung-Star der 80er-Jahre ist gerngesehener Gast bei Show-Wettkämpfen oder in TV-Sendungen, außerdem gibt Eddie the Eagle laut Frankfurter Rundschau Motivationskurse.

Michael Edwards damals und heute: So hat sich Kult-Skispringer Eddie the Eagle verändert

Dicke Brillengläser, ein markantes Kinn, schiefe Zähne – davon ist heute bei Michael Edwards nichts mehr zu sehen. Der schlechteste Skispringer aller Zeiten trägt inzwischen nicht nur Glatze statt Kurzhaarfrisur, sondern hat auch ein paar optische Korrekturen vornehmen lassen. „Nun, das Kinn habe ich operativ richten lassen. Und bei der Gelegenheit wurde gleich auch mein Gebiss saniert“, gesteht er im Interview mit der Frankfurter Rundschau.

Eine Schönheits-OP sei das aber nicht gewesen, wie Eddie the Eagle betont: „Das war medizinisch notwendig. Durch die Fehlstellung des Kinns standen meine Zähne derart schief herum, dass ich Gefahr lief, alle zu verlieren.“ Auch die kultige Brille trägt der Brite längst nicht mehr. „Eine Firma bot mir an, meine Augen zu lasern, wenn ich dafür etwas Werbung für sie machen würde. Ich war ja doch ziemlich weitsichtig. Jetzt brauche ich keine Brille mehr“, so Michael Edwards. Eigentlich fast ein bisschen schade. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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