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Tim Mälzer schließt Bullerei wegen 2G-Plus – Fans feiern ihn

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Von: Susanne Kröber

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TV-Koch Tim Mälzer schickt sein „Bullerei“-Team aufgrund steigender Infektionszahlen in den Betriebsurlaub. Wie geht es mit dem Hamburger Restaurant weiter?

Hamburg – In einer emotionalen Botschaft hat Tim Mälzer bei Instagram die Schließung der „Bullerei“ im Hamburger Schanzenviertel angekündigt. Die Ausbreitung der Omikron-Variante und die weiterhin steigenden Inzidenzwerte in Hamburg haben dazu geführt, dass 2G-Plus ab dem 10. Januar in der Hansestadt auch in der Gastronomie gilt – eine Entscheidung, auf die Tim Mälzer nun reagiert.

TV-Koch:Tim Mälzer
Geboren:22. Januar 1971, Elmshorn
Eltern:Christa Mälzer, Rainer Mälzer
Fernsehsendungen:Mälzer und Henssler liefern ab!, Kitchen Impossible, Tim Mälzer kocht!, Schmeckt nicht, gibt's nicht, The Taste
Bücher:Heimat, Born to Cook, Greenbox, Die Küche

Tim Mälzer schließt Restaurnt „Bullerei“: Soll Mitarbeiter und Gäste schützen

„Als Bullerei sind wir nicht nur für kulinarische Wohlgenüsse verantwortlich, sondern tragen auch eine Fürsorgepflicht unseren Mitarbeitern und unseren Gästen gegenüber“, so Tim Mälzer via Instagram.

In Anbetracht der wachsenden Infektionszahlen und der bevorstehenden 2G plus Regel, haben wir uns dazu entschieden, ab dem 9. Januar 2022 in einen ca. 3-wöchigen ‚Betriebsurlaub‘ zu gehen.

Tim Mälzer bei Instagram

Die 2G-Plus-Regel befürwortet Tim Mälzer, wie er im Interview mit dem Hamburger Abendblatt betont. Seine Entscheidung, die „Bullerei“ vorübergehend zu schließen, habe er aber schon vor der Ankündigung der 2G-Plus-Regel für Hamburg getroffen. Die 2G-Plus-Regelung sieht vor, dass auch Geimpfte, die noch nicht geboostert sind, einen negativen Schnelltest benötigen, wenn sie ein Restaurant besuchen möchten.

2G-Plus in der Gastronomie: Tim Mälzer fehlt das Konzept für die erfolgreiche Umsetzung

„Wir sehen in den kommenden Wochen größere Herausforderungen in der Gastronomie – auch angesichts der vorgesehenen Restriktionen, die wir sehr unterstützen“, erklärt Tim Mälzer gegenüber dem Abendblatt. „Kitchen Impossible“-Star Mälzer fehlt bis dato ein Konzept, das die Situation für die Hamburger Gastronomen erleichtert.

TV-Koch Tim Mälzer vor der Bullerei in Hamburg und Sperrbändern
Corona 2G Plus: Tim Mälzer schließt seine Bullerei in Hamburg. (24hamburg.de-Montage) © Frederic Kern/dpa/Jonas Walzberg/Dirk Sattler/imago

Als „Katastrophe für Cafés, Kneipen, Bars und Restaurants“ bezeichnet Ingrid Hartges, die Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), die 2G-Plus-Regel laut Bild-Zeitung. Sie befürchtet weitere massive Umsatzverluste in der ohnehin stark von Corona gebeutelten Branche. Das Hauptproblem: Die Laufkundschaft bleibt aus, ein spontaner Restaurantbesuch ist so auch für Geimpfte nicht möglich. Ein Problem, dessen sich auch Tim Mälzer bewusst ist.

Tim Mälzer über 2G-Plus: „Angebot für die Schnelltests noch nicht ausreichend“

„Unsere Klientel entscheidet sich oft erst um 18 Uhr, und da ist das Angebot für die Schnelltests noch nicht ausreichend“, bemängelt Tim Mälzer im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Darum will der TV-Koch jetzt ein Konzept erarbeiten, das auch anderen Gastronomen im Schanzenviertel zugutekommen würde.

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Laut Abendblatt will Tim Mälzer vor der „Bullerei“ eine Teststation errichten lassen, die Genehmigung liegt allerdings noch nicht vor. Wenn die „Bullerei“ im Februar dann wieder ihre Pforten öffnet, soll die Teststation in Betrieb sein, so hofft der TV-Koch. Im Frühjahr 2021 konnte man sich in der „Bullerei“ bereits kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Tim Mälzers Pläne für die Wiedereröffnung im Februar: Neue Ideen und neue Speisekarte für die „Bullerei“

Das Wohl seiner Mitarbeiter liegt „Bullerei“-Betreiber Tim Mälzer besonders am Herzen. Vor allem deshalb habe er sich zu einer vorübergehenden Schließung der „Bullerei“ entschieden. „Die Mitarbeiter haben wir am Mittwoch informiert, die wissen Bescheid. Wir haben auch gesehen, wie sehr die Situation die Mitarbeiter belastet. Die haben natürlich dieselben Ängste wie die Menschen auf der Straße, die haben alle Familie und Freunde. Man soll Kontaktbeschränkungen einhalten, aber an ihrem Arbeitsplatz ist das genaue Gegenteil der Fall“, so Mälzer im Abendblatt-Interview.

Da der Januar sowieso generell eher ein umsatzschwacher Monat in der Gastronomie sei, rät Mälzer laut Abendblatt auch anderen Restaurant-Betreibern dazu, eine vorübergehende Schließung in Betracht zu ziehen. Aber trotz aller Widrigkeiten bleibt der Küchenbulle optimistisch, bei Instagram kündigt er an: „Im Anschluss werden wir mit vollem Elan, neuen Ideen und neuer Speisekarte unsere Tore wieder für Euch öffnen. Bis dahin: bleibt gesund, geht zum Boostern.“

Tim Mälzer macht die „Bullerei“ vorübergehend dicht – Fans feiern ihn für die Entscheidung

Tim Mälzer eckt oft an – zuletzt gab es Ärger, da zig Kunden die Tim-Mälzer-Kochbox nicht geliefert bekommen haben. Aber für seine Entscheidung, sich erst um ein sicheres 2G-plus-Konzept zu kümmern und dann erst den Betrieb in der „Bullerei“ wieder aufzunehmen, wird der „Kitchen Impossible“-Star jetzt von seinen Fans gefeiert.

„Sehr vernünftig Tim! Das nenne ich vorbildlich!!!“, „Die Entscheidung, jetzt in den Betriebsurlaub zu gehen, ist für alle schade, aber absolut nachvollziehbar und fürsorglich!“, „Eine gute und richtige Entscheidung. Bleibt gesund und dann sehen wir uns gesund und munter im Februar wieder“. „Ganz klasse und sehr fürsorglich, auch deinen Mitarbeitern gegenüber. Beste Erholung“, „Tim, ihr seid spitze. Wie ihr das wuppt und dennoch zuversichtlich und innovativ seid, find ich klasse. Mein Respekt für die Ehrlichkeit und deine Worte“ – so nur einige der positiven Reaktionen bei Instagram. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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