„Siegfried und Roy“ für immer getrennt

Große Trauer um Bremer Magier und Hamburg-Star: Roy Horn stirbt an Coronavirus

  • Johannes Rosenburg
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Roy Horn wird mit seinem Partner Siegfried Fischbacher als „Siegfried und Roy“ weltberühmt. Legendär sind seine Auftritte auch in Hamburg. Im Jahr 2003 endet seine Karriere nach einem Tigerangriff.

  • Mega-Magier Roy Horn (75) verliert Kampf gegen Coronavirus-Sars-CoV-2.
  • Horn schon vor Coronavirus-Sars-Cov-2 unheilbar krank.
  • „Meister der Illusion“ erobert Bremen, Hamburg und dann die Welt.

Las Vegas/Hamburg/Bremen – Der deutsche Magier und Weltstar Roy Horn ist tot. Roy ist am Freitag (Ortszeit), 8. Mai 2020 in Las Vegas an den Folgen von Coronavirus-Sars-CoV-2 gestorben, bestätigt Sprecher Dave Kirvin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Horn wird 75 Jahre alt.

Roy Horn: „Siegfried und Roy“ und Tiger machen ihn zum Megastar

Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher werden für ihre Auftritte als „Siegfried und Roy“ mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt, und sind vor allem im Norden Deutschlands sehr beliebt.

„Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren“, äußert sich Partner Fischbacher (80) in einer Mitteilung. „Schon bei unserer ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.“

„Siegfried & Roy“-Magier Roy Horn ist in einem Krankenhaus in Las Vegas an den Folgen von Covid-19 gestorben. (Fotomontage)

Roy Horn von Tiger attackiert – davon erholt er sich nie

Ihre Karriere endet abrupt im Oktober des Jahres 2003, als sein weißer Tiger „Montecore“ Roy Horn bei einer Vorstellung schwer verletzt – über die wahre Geschichte hinter dem Unfall berichtet tz.de*. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall erholt sich der Bremer Horn nie mehr vollständig erholen. Der Tiger stirbt elf Jahre später, im Jahr 2014.

„Roy war sein ganzes Leben lang ein Kämpfer, auch in diesen letzten Tagen“, erklärt Fischbacher. Er dankte den Ärzten und Krankenschwestern im Mountain View Hospital (Las Vegas). Sie hätten „heldenhaft gegen das heimtückische Virus“ gekämpft, „das am Ende Roy das Leben nahm“.

Roy: Vom Steward zum „Meister der Illusion“

Schon als Kind im Nachkriegsdeutschland entdeckt Horn seine Liebe zu exotischen Tieren entdeckt, darunter ein Gepard namens „Chico“ im Bremer Zoo. Er heuert als Steward auf einem Kreuzfahrtschiff an, wo er Fischbacher trifft. Mit Zauber- und Tiertricks arbeitet sich das Duo nach oben. Im Jahr 1963 treten die Magier gemeinsam im traditionsreichen Hamburger Hansa-Varieté-Theater (Reeperbahn) auf. Ein Jahr später im Jahr 1964 beenden die beiden ihr Schiffsengagement und debütieren am Bremer Astoria-Theater in Deutschland.

Im Jahr 1967 kommen die beiden nach Las Vegas, gut zwei Jahrzehnte später handeln die „Meister der Illusion“ mit dem „Mirage“-Hotel in der Casinostadt einen Millionen-Deal aus. Mit spektakulären Illusionen und exotischen Tieren, darunter die seltenen weißen Tiger, begeistern die deutschen Entertainer Fans aus aller Welt. Hamburg und Bremen trauern um den Weltstar Roy Horn.

* nordbuzz.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Louie Traub/AP/dpa &

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