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Charles’ III. „Tampon-Gate“ soll in neuer „The Crown“-Staffel thematisiert werden

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Von: Annemarie Göbbel

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König Charles III. und Camilla sind nicht zu beneiden. In der 5. Staffel „The Crown“ zeigt Netflix alte Skandale, die man schon damals gern vergessen hätte. Erneut bewegt sich der Streaming-Riese zielsicher am äußersten Rand des guten Geschmacks.

London – Die neue Staffel von „The Crown“ zeigt die bewegten Jahre der britischen Royals in den 90er-Jahren. Das Jahrzehnt war vollgepackt mit Skandalen, Lügen, Scheidungen und Krisen. Besonders die zerrüttete Ehe zwischen dem damaligen Thronfolger König Charles III. (73) und Prinzessin Diana (36, † 1997) bewegte damals die Gemüter. Der Streaming-Gigant zerrt den alten Abhörskandal aus der Kiste der Vergangenheit, der als „Tampon-Gate“ in die Geschichte einging.

Peinliche Vergangenheit schadet dem Ansehen des Königs und seiner Ehefrau

„In dieser Ehe waren wir zu dritt. Es war also etwas überfüllt“, sagte Diana 1995 in dem skandalösen BBC-Interview, das sich der Journalist Martin Bashir (59) durch Vorlage gefälschter Unterlagen erschlichen hatte. Gemeint war Camilla (75), die schon zu dieser Zeit Charles’ Geliebte war. Mitschnitte eines Telefonats von König Charles III. und Camilla gerieten 1993 an die Öffentlichkeit. Dieser wird nun genüsslich in „The Crown“-Staffel 5. breitgetreten.

Noch vor Staffelstart am 9. November, verriet Charles-Darsteller Dominic West (53), dass sich die TV-Serie neben vielen anderen fiktiven und halb wahren Geschichten auch des alten Liebesgeflüsters zwischen Prinz und Geliebter bedient, die abgedruckt ganz klar unter die Gürtellinie gehen, als Charles zu seiner Geliebten Camilla Parker Bowles sagte, er wolle in ihrer Hose „leben“, bei seinem Glück würde er „als ihr Tampon wiedergeboren“ werden.

Kritikpunkte an der Netflix-Erfolgsserie „The Crown“ (5. Staffel)

Eine Szene zeigt offenbar Ex-Premierminister John Major (79) bei einem Treffen mit dem damals 45-jährigen Charles, der Major darum bittet, seine Mutter zur Abdankung zu zwingen. Major meldete sich daraufhin persönlich aus dem Ruhestand und verurteilte die fiktive Szene als „bösartigen Unsinn“.

Den neuen König ausgerechnet kurz nach dem Tod Queen Elizabeth II. (96, † 2022) als untreuen und machthungrigen Intriganten darzustellen, empfinden viele als Zumutung.

Prinzessin Dianas schrecklicher Unfalltod im Tunnel wird in der Serie nachgestellt. „Wir zeigen keinen Aufprall“, war laut thesun.co.uk die ungerührte Aussage der Produzenten. Fans finden das ungeheuer unsensibel. Selbst der Crew gingen die Szenen zu weit.

Dianas Söhne Prinz Harry (38) und Prinz William (40) haben schon vielfach darum gebeten, das Skandalinterview mit Bashir nicht mehr zu zeigen.

Prinz Philip (99, † 2021) wird in der Serie eine Affäre mit seiner langjährigen Freundin Penelope Knatchbull (69) angedichtet, die nebenbei bemerkt auch eine gute Freundin der verstorbenen Queen Elizabeth II. war.

Schauspieler Dominic West kennt den heutigen König persönlich. „Ja, ich habe ihn einige Male getroffen“, sagt der 53-Jährige, der in der Nähe von Charles‘ Landsitz Highgrove House lebt. Er sei ein „riesiger Fan“ von Charles, so West. Er geriet also auch persönlich in Konflikt.

Charles-Darsteller Dominic West prangert „aufdringliche und widerliche“ Berichterstattung an

Je näher die Inhalte von „The Crown“ der Gegenwart nähern, desto sensibler sind die Themen. Das scheint den Netflix-Machern offenbar manchmal zu entfallen, wenn sie etwa alte Skandale von König Charles III. aufwärmen. Auch Charles-Darsteller Dominic West hat damit seine Probleme.
Je näher die Inhalte von „The Crown“ der Gegenwart kommen, desto sensibler sind die Themen. Das scheint den Netflix-Machern offenbar manchmal zu entfallen, wenn sie etwa alte Skandale von König Charles III. aufwärmen. Auch Charles-Darsteller Dominic West hat damit seine Probleme. © Christoph Soeder/dpa & Andrew Milligan/dpa

West erklärte in einem Interview mit Entertainment Weekly, dass er über den Skandal dachte, damals müsste das etwas „zutiefst peinliches“ gewesen sein. „Wenn man darauf zurückblickt und es spielen muss, ist man sich dessen bewusst, dass die Schuld nicht bei diesen zwei Leuten lag, zwei Liebenden, die ein privates Gespräch führten.“ Was für ihn nun wirklich klar sei, so West, sei die „aufdringliche und widerliche“ Berichterstattung, „dass sie es wortwörtlich abdruckten“ und man sich den Mitschnitt anhören konnte.

Der Schauspieler erklärte weiter, dass er durch die Darstellung des Skandals mit Co-Star Olivia Williams (54), die Camilla in der fünften Staffel spielt, Mitleid mit Charles und Camilla bekommen habe, „für das, was sie durchgemacht haben“. Der Buckingham-Palast macht sich nun zurecht Sorgen um das Image des Königs, dessen Krönung noch aussteht. Das aufgewärmte „Tampon-Gate“ ist nur ein Punkt einer langen Kritikliste, die den Machern der Serie vorgeworfen wird. Verwendete Quellen: thesun.co.uk, dailymail.co.uk, Entertainment Weekly

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