Unsterblich

Jan Fedder (ARD): Autor lüftet Biografie-Geheimnis – „Denkmal aus Zeilen“

  • Annabel Schütt
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Im April 2020 erschien die Biografie von Jan Fedder. Autor Tim Pröse enthüllt, wie die Zusammenarbeit mit dem krebskranken ARD-Star war.

Hamburg – Am 2. April erschien die Biografie von Jan Fedder* „Jan Fedder - Unsterblich“ im Heyne Verlag. Darin gibt der tote ARD-Star tiefe Einblicke in sein Privatleben – egal ob der Kampf um die Liebe in seiner Kindheit, die Krebs-Diagnose samt den letzten Wochen vor seinem Tod und natürlich die Liebe zu Ehefrau Marion Fedder*. Nun sprach Autor Tim Pröse, der seit Anfang Januar 2019 mit Fedder zusammen arbeitete, über die letzten gemeinsamen Stunden. 

Jan Fedder:Schauspieler
Geboren: 14. Januar 1955, Hamburg
Verstorben: 30. Dezember 2019, Hamburg
Bestattet: 16. Januar 2020, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg
Ehepartnerin: Marion Fedder (verh. 2000)

Jan Fedder (ARD): Tim Pröse enthüllt Geheimnis über Biografie-Namen

Nur knapp drei Monate nachdem Schauspieler Jan Fedder* am 30. Dezember 2019 in Hamburg* verstarb, erschien seine Biografie. Mit „Jan Fedder - Unsterblich“ hinterlässt er ein Meisterwerk – ein Buch, das treuen Fans Einblicke in sein Privatleben gewährt und Freunden und Ehefrau Marion Fedder eine immerwährende Erinnerung schafft. Doch warum ausgerechnet „Unsterblich“? Die Antwort ist einfach. „In der Trauer fiel mir das Wort von der unsterblichen Legende ein. Das Buch ist ja ein Denkmal aus Zeilen für Jan Fedder. Und ich glaube, dass er für viele Fans noch nicht richtig gestorben ist“, so Autor Tim Pröse im Interview mit dem Spiegel. 

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»Ich habe alles gelebt und erlebt. Ich habe all meine Sehnsüchte gestillt und ich vermisse nichts. Denn was bleibt von einem Menschen? Seine Knochen. Und seine Geschichten.« Jan Fedder Jan Fedder: direkt, gerade, ehrlich, kein Diplomat, aber mit großem Herzen für die Menschen – so verkörperte er wie kein zweiter DEN Hamburger schlechthin. Er starb am 30. Dezember 2019. Jan Fedder war nicht nur ein großer Schauspieler, sondern vor allem ein großartiger Mensch, einer von den ganz großen, die es so nie wieder.Jetzt erzählt Tim Pröse das Leben dieses einzigartigen Mannes. Kurz vor seinem Tod erreichte Jan Fedder das vollendete Manuskript – die autorisierte Biografie, in der Jan Fedder selbst, seine Frau Marion, Freunde und Weggefährten über ihn sprechen, die Geschichte seines Lebens erzählen – in voller Länge, mit all den schönen und jubelnden wie auch mit wehmütigen und traurigen Kapiteln. Aufrecht und geradlinig! Ab Ende März. Vorbestellbar ab jetzt. #janfedder

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Jan Fedder (ARD): 25 Stunden Gesprächsmaterial – die TV-Legende ganz privat

Fast ein Jahr arbeitete Jan Fedder gemeinsam mit Tim Pröse an seiner Biografie*. Die zwei verschanzten sich zeitweise für stundenlange Gespräche auf seinem Bauernhof. Zu Weihnachten war das Manuskript dann endlich fertig und Jan Fedders Herzenswunsch, die fertigen Zeilen zu lesen, ging in Erfüllung. Und auch Witwe Marion Fedder gab der Biografie ihren Segen, denn so kehrte nun ein Teil ihres geliebten Ehemanns zurück.

Doch wie kamen die zwei zusammen? Im Interview erzählte Tim Pröse, dass er Jan Fedder bereits 2004 bei den Dreharbeiten zu „Das Boot“ kennenlernte. Danach liefen sich der ARD-Star und der Autor nur rein zufällig über den Weg, bis Weihnachten 2019, als plötzlich das Telefon von Tim Pröse geklingelt. Jan Fedder fragte den Autor in alt bekannter Manier ganz geradeaus, „ob es nicht Zeit sei für seine Biografie.“ 

Seit Februar 2019 steckten die beiden dann ihre Köpfte zusammen und arbeiteten an der Biografie „Jan Fedder - Unsterblich“. „Wir waren gemeinsam am Hamburger Hafen*, wo er aufgewachsen ist. Seine Eltern hatten dort eine Kneipe. Wir trafen uns auf seinem Bauernhof in Schleswig-Holstein, wo er immer wieder Ruhe fand. Am häufigsten waren wir in seiner Wohnung im Stadtteil St. Pauli*, ganz nah an der Reeperbahn*. Insgesamt habe ich 25 Stunden Gespräche aufgenommen“, erinnert sich Tim Pröse.

Auch wenn Jan Fedder dank zahlreichen Film- und Fernsehauftritten nur so in Geld schwamm, war dem ARD-Star immer eines wichtig: ein entspanntes Auftreten. Tim Pröse schenkte der TV-Legende zu Beginn ihrer Zusammenarbeit ein T-Shirt mit dem Wappen von „Das Boot“. Eben dieses Shirt trug Fedder fortan bei fast jedem Treffen. 

Jan Fedder (ARD): Der „Großstadtrevier“-Star ging mit seinem Tod tapfer um

Treuen Fedder-Anhängern wird beim Lesen der Biografie „Jan Fedder - Unsterblich“ vor allem eines auffallen: Auch wenn der Krebs sein Leben eine Zeit lang bestimmte, wird diesem Teil im Buch nur ein kleines Kapitel gewidmet. Denn trotz zahlreicher Behandlungen hat Jan Fedder es „tapfer und schweigsam mit sich selbst ausgemacht“, so Autor Tim Pröse. Und auch wenn es seine Fans es nicht wahrhaben wollen, so war dem ARD-Star bewusst, dass es mit ihm zu Ende geht*: „Er hat viel getrunken, aß auch ungesund, am liebsten nur Käsebrote und Nudeln mit Maggi. Ihm war bewusst, dass er sich ein Stück weit ruiniert mit seiner Art zu leben.“ 

Am 2. April erschien die Biografie von Jan Fedder. Autor Tim Pröse enthüllte nun, wie er das letzte Jahr mit dem krebskranken ARD-Star erlebte.

Und auch Tim Pröse sah das Ableben kommen: „Ich hatte manchmal das Gefühl, dass er seinem baldigen Tod ins Auge sieht. Das ganze Jahr über hatte ich deshalb große Sorgen um ihn, besonders wenn er mich nicht zurückrief. Das dauerte ohnehin manchmal Tage. Er besaß nur Telefon und Anrufbeantworter, keine E-Mail, kein Handy.“

Jan Fedder (ARD): Das Hamburger Original liebte seine Ehefrau – trotz getrennter Wohnungen

Nach dem Tod des „Großstadtrevier“-Stars* wurden einige Stimmen laut, die plötzlich die Ehe mit Marion Fedder anzweifelten, immerhin lebte das Paar schon seit Jahren in getrennten Wohnung. Doch das Interview mit dem Spiegel brachte etwas Licht ins Dunkle und konnte den ein oder anderen Kritiker in seine Schranken verweisen.

Marion und Jan Fedder liebten sich heiß und innig, doch „Jan mochte das Gefühl, dass man sich aufeinander freut, dass man sich trifft, gemeinsam eine schöne Zeit hat. Und dann wieder auseinander geht und nichts mit der dreckigen Wäsche und dem schmutzigen Geschirr des Partners zu schaffen hat.“

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Für seine geliebte Marion Fedder hatte der ARD-Star nur einen Wunsch: „Genieße das Leben in vollen Zügen, so wie ich es getan habe, so wie wir es getan haben und wie ich es mir von dir wünsche. Süße, scheiß auf die Presse. Verstecke dich nicht. Lebe dein Leben.“ So lauteten die Zeilen, die er schrieb und die Jan Fedders bester Freund bei der Trauerfeier* im Hamburger Michel* an die Witwe gerichtet hatte.

Knapp vier Monate nach dem Tod von Jan Fedder wurde nun das schlichte Holzkreuz gegen den richtigen Grabstein auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg ausgetauscht. 28 Jahre lang war Jan Fedder als „Dirk Matthies“ in der ARD-Kultserie „Großstadtrevier“ zu sehen, im Mai 2020 flimmerte seine Abschiedsfolge über die heimischen Bildschirme. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © ARD/Thorsten Jander

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