„Grill den Henssler“-Star war infiziert

Steffen Henssler (Vox) und Peter Tschentscher: Hitziger Corona-Zoff

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
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Steffen Henssler (49) hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt und leidet nun unter finanziellen Einbußen. Er geht mit Peter Tschentscher in eine hitzige TV-Diskussion.

HamburgSteffen Henssler betreibt mehrere Restaurants in Hamburg und ist genervt von der Corona-Krise. Neben Tim Mälzer* ging auch er Anfang November 2020, zu Beginn des Lockdown lights auf die Barrikaden*, wie 24hamburg.de berichtete. Auf Social Media machte er seinem Ärger Luft, dass Restaurants und Bars jetzt wieder schließen müssen, obwohl sie keine Infektionstreiber sind, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) enthüllte. Jetzt hat der „Grill den Henssler“-Star ein zusätzliches Sprachrohr gefunden, um seinen Unmut kundzutun.

Koch:Steffen Henssler
Geboren: 27. September 1972 (Alter 48 Jahre), Neuenbürg
Größe: 1,8 m
Ausbildung: California Sushi Academy (1999)
Eltern: Werner Henssler
Bücher: Grill den Henssler - Das Kochbuch, Hensslers Küche

Bei Frank Plasbergs Talkshow „Hart aber fair“ war Steffen Henssler neben Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zu Gast und kritisierte die Ansichten der Politiker öffentlich im TV. Während Peter Tschentscher die Entscheidung der Regierung, einen Monat lang die Restaurants und Kneipen zu schließen, um die Coronavirus-Fallzahlen herunterzufahren, rechtfertigte, stellte Steffen Henssler genau das infrage.

Mit Peter Tschentschers Argumentation pro Lockdown light will Steffen Henssler sich nicht anfreunden. (24hamburg.de-Montage)

„Grill den Henssler“-Star Steffen Henssler zofft sich mit Peter Tschentscher bei „Hart aber fair“

Hamburgs Bürgermeister bei „Hart aber fair“: „Die Familien und Hausstände sind auch vor den Einschränkungen schon Infektionsgemeinschaften gewesen. Das Problem ist, dass wir zwischen den Hausgemeinschaften die Infektionswege vermeiden müssen. So leid mir das jetzt tut für die Gastronomie, weil das jetzt wirklich eine Branche ist, die schon sehr lange schon zu kämpfen hat, aber natürlich auch Kontakt zwischen zwei Haushalten, wenn nur vier Personen an einem Tisch sitzen, ist das ein zusätzliches Kontakt-, ein Infektionsrisiko.“

Das will Steffen Henssler so nicht stehen lassen. Der Vox-Koch: „Mit einem Lockdown wird erwartet, dass die Zahlen runtergehen, aber es werden Branchen getroffen, die bis dato nicht damit aufgefallen sind, dass sie Infektionstreiber waren. Gleichzeitig sehe ich Busse an mir vorbeifahren, die randvoll mit Leuten sind, wo da jemand so‘n alten Baumwollfetzen vorm Gesicht hat. Das muss mir jemand erklären.“

„Grill den Henssler“-Star Steffen Henssler zweifelt an Sinn des Lockdown light und spricht über Corona-Infektion

Zudem sehe der TV-Koch und Gastronom in seinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, dass sich Personen jetzt wieder vermehrt zu Hause treffen. Diese Treffen fänden jedoch ohne Hygienekonzepte statt. Außerdem ärgert der Unternehmer sich über die Restaurantschließungen, weil viele Gastronomen in Hygienekonzepte und Corona-bedingte Umbaumaßnahmen investiert hatten.

Henssler: „Ich kann verstehen, dass das gemacht werden muss, aber dann muss man konsequent sein.“ Auch auf die Frage nach einer zeitnahen Impfung im Falle eines herauskommenden Impfstoffes wird bei „Hart aber fair“ diskutiert. Steffen sieht für sich vorerst keinen Bedarf: „Erst mal nicht, weil ich es auch gehabt habe. Deswegen stehe ich, glaube ich, ganz hinten auf der Liste und ich müsste mich, glaube ich, erst einmal ein bisschen mehr informieren und mir ein Bild davon machen.“

„Grill den Henssler“-Koch Steffen Henssler in der Coronavirus-Krise

Wann er sich mit dem Virus infiziert hatte, verschweigt der „Grill den Henssler“-Star. Für den TV-Koch ist der Lockdown light ein herber Schlag, denn Steffen Henssler ist gerade mit der Eröffnung eines weiteren Restaurants in München beschäftigt, wie 24hamburg.de berichtet. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.  

Rubriklistenbild: © Christina Sabrowsky /dpa & Christian Charisius/dpa

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