Olivia Jones – privat und Karriere

Olivia Jones im Portrait: Ungeschminkt

  • Johannes Rosenburg
    vonJohannes Rosenburg
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Olivia Jones gilt als Legende der Reeperbahn und ist die wohl bekannteste Dragqueen Deutschlands. Was gibt es über die selbsternannte Diva zu wissen? So lebt die Drag-Künstlerin hinter den Kulissen

  • Olivia Jones heißt mit bürgerlichem Namen Oliver Knöbel.
  • Hamburger Travestiekünstlerin wurde am 21. November 1969 geboren.
  • Aktuell tritt Olivia Jones in ihrer eigenen Bar live auf.

Hamburg Olivia Jones (50) ist vor allem als Travestiekünstlerin bekannt und gehört zu den schillerndsten Gesichtern der deutschen Promi-Riege. Wie die selbsternannte Diva ungeschminkt aussieht, wissen aber viele gar nicht und auch sonst hält sie sich trotz offenherziger Auftritte zu Informationen über ihr Privatleben zurück. Einen Blick hinter das Make-up gab es aber unter anderem beim RTL-Dschungelcamp.

Dragqueen:Olivia Jones
Geboren:21. November 1969 (Alter 50 Jahre), Springe
Größe:1,95 m
Vollständiger Name:Oliver Knöbel
Bücher:Keine Angst in Andersrum : eine Geschichten vom anderen Ufer
Eltern:Evelin Roth, Gerhard Knöbel

Olivia Jones: Kindheit und Jugend

Olivia Jones kam als Oliver Knöbel in Springe zur Welt und besuchte die Heinrich-Göbel-Realschule in ihrem Geburtsort. Eigenen Aussagen zufolge war ihr schon damals klar, dass es irgendwann auf die ganz große Bühne gehen sollte und so widmete sich Olivia Jones nach ihrem Realschulabschluss einer Schauspiel- und Maskenbildner-Ausbildung. Schon im zarten Alter von 16 Jahren trat die heutige Kultfigur mit femininem Kostüm und aufsehenerregendem Styling in verschiedenen Theaterstücken auf. In einem Interview erzählte Olivia Jones, dass ihre Familie die Drag-Ambitionen lange nicht nachvollziehen konnte, ihr aber inzwischen voll und ganz zur Seite steht.

Olivia Jones: Deutschlands bekannteste Dragqueen lebt in Hamburg und wirkt in die Herzen der Welt.

Olivia Jones: erste Auftritte in Frauenkleidern

Wenngleich Olivia Jones schon im Jugendalter mit Cross-Dressing experimentierte, folgte der Durchbruch erst 1997 beim „Drag Queen Contest“ in den USA, wo sie zur „Miss Drag Queen of The World“ gekürt wurde. Obwohl dem Wettbewerb in den Vereinigten Staaten vielmehr mediale Aufmerksamkeit zuteilwurde als in Deutschland, erhielt Olivia Jones im selben Jahr einige TV-Angebote – auch bei traditionell konservativen Sendern wie dem Norddeutschen Rundfunk (NDR). Dort durfte sie fortan die Moderation des jährlichen Hamburger Christopher Street Days übernehmen. Nebenbei trat Olivia Jones im Pulverfass Cabaret auf und hatte ihre eigene Show auf der Reeperbahn.

Olivia Jones wird berühmt

Einem breiteren Fernsehpublikum wurde Olivia Jones als RTL-Moderatorin des Grand-Prix bekannt. Nicht zuletzt ihre Größe sorgte dafür, dass sich die Drag-Queen von anderen Kollegen abhob. Anfang der 2000er ging es mit ihrer Karriere schließlich steil bergauf. Neben zahlreichen Auftritten auf dem Roten Teppich war Oliva Jones auch in verschiedenen Reality-TV-Sendungen zu Gast und versuchte sich als Sängerin, Moderatorin sowie Schriftstellerin. Ihr Buch „Keine Angst in ANDERSRUM – Eine Geschichte vom anderen Ufer“ kam 2015 auf den Markt und gilt als kindgerechte Erzählung, die Mut zur Individualität vermitteln soll.

Olivia Jones – Liebesleben und Gerüchte

Olivia Jones hat laut eigenen Angaben aktuell keinen Partner und war nie verheiratet. Auch Kinder sind keine bekannt. Obwohl die Travestiekünstlerin privat oft als Mann unter ihrem echten Namen Oliver Knöbel unterwegs ist, berichtete Oliva Jones in einem Interview, dass ihre Bekanntheit und der Promi-Status durchaus der einen oder anderen interessanten Beziehung im Weg gestanden hätten. In einem Dschungelcamp-Gespräch offenbarte sie, dass jemand, der auf der Reeperbahn arbeite, für sie nicht für eine Liebesbeziehung infrage käme. Dennoch wurde lange Zeit über eine Affäre zu Travestie-Künstlerin Jean Rogers (52) gemunkelt, die Olivia Jones bei einem Red-Carpet-Event gar als „ihre Frau“ vorstellte.

Olivia Jones als Mann

Wer meint, Olivia Jones ginge nur im Kostüm auf die Straße, irrt gewaltig! Fernab der Fernsehkameras geht die Society-Dame nämlich ungeschminkt und als Mann dem Alltag nach. Eigenen Angaben zufolge wird Olivia Jones ohne Make-up gar nicht auf der Straße erkannt. In einem Interview zur bevorstehenden Teilnahme am Dschungelcamp (RTL) sagte sie, dass sie es sich durchaus vorstellen könne, dort gänzlich auf Make-up zu verzichten. Sie fügte hinzu, ohnehin ein „Geschlechtschamäleon“ zu sein und Entscheidungen bezüglich Stylings und Auftritten gerne von der Tagesform abhängig zu machen. Einige Fotos der ungeschminkten Olivia Jones als Mann gibt es online.

Olivia Jones – Steckbrief

  • bürgerlicher Name: Oliver Knöbel
  • Künstlername: Olivia Jones
  • Geburtstag: 21. November 1969
  • Größe: 1,95 Meter
  • Sternzeichen: Skorpion
  • Beziehungsstatus: Single
  • Kinder: keine Kinder

Olivia Jones ist ein alter Hase des Showbusiness und kann inzwischen nicht nur auf eine einzigartige Karriere, sondern auch auf ein beachtliches Privatvermögen zurückblicken. Geschätzt wird, dass die Drag-Diva knapp drei Millionen Euro ihr Eigen nennen darf. Übrigens war Olivia Jones mal sogar 2,01 m groß! Doch 2017 ließ sie sich in einer aufwendigen Operation die Beine verkürzen, um chronische Rücken- sowie Hüftschmerzen zu lindern.

Olivia Jones in Fernsehen und Politik

Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) gehört zu den beliebtesten Sendungen des Landes. 2013 wurde Olivia Jones als RTL-Moderatorin für den Green-Room Backstage-Bereich vorgestellt. Im darauffolgenden Jahr wirkte sie als Synchronstimme für „TLC Deutschlands RuPaul’s Drag Race“ mit und war in verschiedenen Gastrollen, beispielsweise in „Inas Nacht“ oder „Mord mit Ansage – Die Krimi-Impro-Show“ zu sehen. Auch beim jährlichen Wiener Life Ball zugunsten Aids-Erkrankter war Olivia Jones stets vertreten und lässt auch bei politischen Veranstaltungen regelmäßig aufhorchen. So engagiert sie sich unter anderem für die Gleichstellung homosexueller Paare sowie mehr Toleranz gegenüber transsexuellen Personen. Sie selbst identifiziert sich allerdings nicht als trans.

Olivia Jones im Dschungelcamp (RTL)

Im Jahr 2013 wurde Olivia Jones als eines der Mitglieder für den RTL-Quotenhit „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ auch bekannt unter „Dschungelcamp“ bestätigt. Sie schaffte es bis ins Finale und musste sich dort schließlich Dschungelkönig 2013 Joey Heindle (27) geschlagen geben. Dabei sorgte die TV-Lady nicht nur mit aufsehenerregenden Looks und ungeschminkten Auftritten für Aufsehen, auch Lästereien mit anderen Bewohnerinnen brachten unterhaltsame Stunden, die bei Olivia Jones‘ Weiterkommen bestimmt von Vorteil waren. Im Rahmen ihrer Dschungelprüfungen musste Olivia Jones sich zugleich einer ihrer größten Phobien stellen – und zwar Spinnen! Auf RTL gibt es die Highlights der Staffel zu sehen.

Olivia Jones Auftritte im Reality-TV

Der Ausflug in den australischen Dschungel war aber nicht Olivia Jones‘ erste Reality-TV-Erfahrung. Schon 2005 nahm sie bei Big Brother Teil und kehrte 2008 erneut in den „Container“ zurück. Im Jahr zuvor war sie Teilnehmerin bei der RTL-Castingshow „Star Duell“ und 2010 in der Reality-ShowDas Tier in mir“ zu sehen. Die Gewinnprämie in Höhe von 5.000 Euro widmete Olivia Jones medienwirksam PETA, für die sie sich auch abseits der Fernsehkameras einsetzt. Dabei schreckt die Drag-Queen auch vor weniger hochkarätigen Sendungen wie „Großstadtrevier“ oder „Mitten im Leben“ nicht zurück.

Olivia Jones Pläne für die Zukunft

Ob Karaoke-Bar, Stripladen oder Polit-Karriere, Olivia Jones legt sich ungern fest und sorgt mit immer neuen Shows für Furore. Aktuell bietet sie eigene Kieztouren und Hafenrundfahrten in Berlin sowie Hamburg an, die Besuchern und Anwohnern die Stadt auf bunte und humorvolle Art näherbringen sollen. Live zu sehen ist Olivia Jones in ihrer Olivia Jones Bar, wo regelmäßig Mottopartys unter Themen wie Burlesque, Travestie und Manstrip stattfinden. Ihre Fans hält die Society-Dame auf Instagram mit zahlreichen Schnappschüssen aus dem Alltag auf dem Laufenden.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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