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Nach Skandal um Netflix-Doku: Mehrheit der Briten fordert, dass Harry Titel entzogen wird

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Von: Lukas Einkammerer

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Mit „Harry & Meghan“ veröffentlichten Prinz Harry und Meghan Markle ihre eigene Netflix-Doku. Doch das Projekt sorgt für Furore. Viele Briten wollen nun, dass den Sussexes ihre Titel genommen werden.

Montecito – Als Prinz Harry (38) und Meghan Markle (41) 2021 dem britischen Königshaus den Rücken kehrten und sich im US-Bundesstaat Kalifornien ein neues Leben aufbauten, schien es so, als wollten die Sussexes einfach ein Dasein fernab der scharfen Blicke der Öffentlichkeit. Dem war jedoch nicht so. Kaum in ihrer Wahlheimat angekommen, unterschrieben Harry und Meghan zwei millionenschwere Verträge mit Netflix und dem Verleger Random House und machten sich eins zur Mission: Ihr Leben als Vollzeit-Royals mit kritischem Auge Revue passieren zu lassen.

Reaktion auf Netflix-Doku: Fast Hälfte der Briten will, dass Harry und Meghan Titel entzogen werden

Enthüllende Geschichten über die britischen Royals sind keine Neuheit, schließlich veröffentlichte Andrew Morton (70) 1992 die Biografie „Diana: Her True Story – In Her Own Words“, die aus Interviews mit Lady Di (†36) entstanden war. So öffentlich umstritten wie die Netflix-Doku „Harry & Meghan“, die am 8. und 15. Dezember in zwei Teilen beim Streaming-Giganten erschien, und Harrys Memoiren „Spare“ waren aber lange keine Royals-Projekte mehr. Zwar fiel das sechsstündige TV-Großevent weniger brisant aus als Experten im Vorfeld befürchtet hatten, dennoch zeigte sich Meghan Markle darin in Tränen und äußerte scharfe Kritik an der Familie ihres Mannes.

Harry und Meghans Netflix Doku sorgt bei Fans und Royals-Experten für scharfe Kritik.
In ihrer Netflix-Doku „Harry & Meghan“ wollen der Herzog und die Herzogin von Sussex ihre Geschichte erzählen. Anstatt mit Mitgefühl reagieren Royals-Experten und Fans jedoch mit scharfer Kritik auf das Projekt. © IMAGO/ i Images; IMAGO/ZUMA Press (Fotomontage)

Schwankt die öffentliche Meinung über den Sohn von König Charles III. (74) und seine Frau schon lange, scheint vor allem die Veröffentlichung der Netflixserie Harry und Meghans Reputation irreparabel geschädigt zu haben. Wie die Daily Mail berichtet, führte die britische Zeitschrift The Times mithilfe des Unternehmens YouGov zuletzt eine Umfrage zur Beliebtheit des Herzogs und der Herzogin von Sussex durch – mit drastischen Ergebnissen, berichtet tz.de. So wünschen sich 44 Prozent aller Befragten, dass den Palast-Aussteigern ihre Titel entzogen werden, während nur 32 Prozent damit einverstanden sind, dass sie die königlichen Anreden behalten dürfen.

Harry und Meghan wollten ihre Netflix-Doku ändern

Neben ihrem Buch-Deal mit dem globalen Verleger Random House, der im Januar 2023 Harrys Autobiografie „Spare“ auf den Markt bringt, ist die Zusammenarbeit mit Netflix das zweite Großprojekt von Harry und Meghan. Obwohl die Dreharbeiten bereits vor über einem Jahr starteten, soll das Paar Zweifel am Endprodukt gehabt haben. Wie Page Six berichtet, hätten sie seit dem Tod von Queen Elizabeth II. (†96) versucht, Inhalte der Sendung zu ändern – während der Streaming-Anbieter darauf beharrt habe, das Format zum geplanten Zeitpunkt und unverändert auszustrahlen. „Harry und Meghan haben Bedenken wegen ihrer eigenen Geschichte, wegen ihres eigenen Projekts“, verriet ein Netflix-Insider der Zeitung Anfang Oktober.

„Verlorene Seelen“: Royals-Experte mit scharfem Urteil zu Harry und Meghan

Wie die Umfrage weiter enthüllt, haben nach der Veröffentlichung der sechs Episoden 44 Prozent aller Befragten Mitgefühl für Prinz William (40) und Kate Middleton (40), jedoch nur 17 Prozent für Harry und Meghan, die der zentrale Fokus des enthüllenden Projekts sind. Außerdem befanden 23 Prozent aller Teilnehmer, dass sie nach der Doku schlechter über die beiden denken als zuvor.

„Ich bin nur überrascht, dass die Doku den Sussexes nicht noch mehr Schaden zugefügt hat“, erklärte der Royals-Autor Tom Quinn gegenüber der Daily Mail, „Ich fand sie schmerzhaft zum Anschauen – sie machte klar, dass die beiden verlorene Seelen sind.“ Wie der Experte weiter erläutert, sei es jedoch unwahrscheinlich, dass König Charles seinem jüngsten Sohn tatsächlich den Titel nehmen wird: „Weil es dann so aussieht, als machten er und Prinz William solche Sachen wie Harry und Meghan.“

Die Veröffentlichung von Harrys Autobiografie „Spare“ am 10. Januar, deren Titel auf den Satz „The Prince and the Spare“ („Der Prinz und der Ersatz“) anspielt, dürfte die Kluft zwischen den Brüdern nur noch weiter auseinander treiben. Die aussagekräftigen Ergebnisse der Umfrage machen aber sehr deutlich, auf wessen Seite die Öffentlichkeit in den kommenden Monaten sein dürfte – auch wenn es sicher Harry und Meghans Ziel war, mit ihrer Leidensgeschichte die Massen um sich zu scharen. Zwar bescherte ihr das Projekt Millionen, dennoch soll Meghan Markle mit ihrer Netflix-Doku unzufrieden sein. Verwendete Quellen: thetimes.co.uk, dailymail.co.uk, pagesix.com

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