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Mustafa Alin verhaftet – das droht dem EX-GZSZ-Star jetzt

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Von: Tomasz Gralla

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Der Coronaleugner und Ex-„Gute Zeiten schlechte Zeiten“-Schauspieler Mustafa Alin wurde verhaftet. Was dahinter steckt und was ihm nun droht.

Hannover – Der GZSZ-Star und in der Zeit der Pandemie als Coronaleugner in Erscheinung getretene Mustafa Alin wurde von der Polizei am Samstag, dem 16. Oktober, verhaftet. Zuvor wurde ein Haftbefehl gegen Alin erlassen, weil er am 23. September unentschuldigt seiner Verhandlung fernblieb.

Schauspieler:Mustafa Alin
Geburtstag:05. Oktober 1977
Geburtsort:Emmerich am Rhein
Größe:1,85 Meter

Mustafa Alin von der Polizei verhaftet – das wird dem Ex-GZSZ-Star vorgeworfen

Mustafa Alin werden mehrere Straftaten vorgeworfen. So hat er eine Verkäuferin, die ihn darum bat, eine Mund-Nase-Maske aufzusetzen, ungefragt gefilmt und das Video anschließend im Internet veröffentlicht. Den Vorgesetzten der Frau beleidigte und bedrohte der Schauspieler, nachdem dieser versucht hatte, die Situation zu schlichten.

Archivbild von Mustafa Alin beim Spirit of Istanbul Festival 2017 in Berlin. Nun werde der Ex-GZSZ-Star von der Polizei verhaftet.
Mustafa Alin, Ex-GZSZ-Star und Coronaleugner, wurde von der Polizei verhaftet. (Archivbild) © imago

Im November vergangenen Jahres verschaffte sich der Coronaleugner unerlaubt Zutritt in eine Klinik in Hannover. Mit den dort entstandenen Videoaufnahmen, die er ebenfalls im Netz teilte, wollte er beweisen, dass es kein Corona gibt.

Auch rief Mustafa Alin, der auch eine Rolle in „Notruf Hafenkante“ innehatte, öffentlich zu Straftaten gegen prominente Deutsche auf, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Jens Spahn und Satiriker Jan Böhmermann.

Mustafa Alin drohen mehrere Jahre Gefängnis: Diese Strafe kommt auf den Schauspieler zu

Laut Amtsgericht sitzt Mustafa Alin derzeit in der JVA Hannover. Nun droht dem Schauspieler nicht nur eine Wiederaufnahme seiner Verhandlung, sondern möglicherweise auch ein strenges Strafmaß aufgrund seiner Abwesenheit vor Gericht und dem daraus folgenden Haftbefehl.

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Seine Klinik-Aufnahmen und die Veröffentlichung dieser (die Staatsanwaltschaft spricht hierbei von einer Verletzung der „Vertraulichkeit des Wortes“) droht Alin im besten Fall eine Geldstrafe, im schlimmsten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Der Tatbestand der Bedrohung könnte dem 44-Jährigen ebenfalls eine Freiheitsstrafe einbringen. So definiert das Strafgesetzbuch (StGB), Artikel 241, Absatz 2: „Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die öffentliche Aufforderung zu Straftaten kann laut Artikel 111 des StGB im worst case zu fünf Jahren Gefängnis führen. „Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe“, heißt es in Absatz 2.

Bekannt geworden ist Mustafa Alin durch seine Rolle des Späti-Verkäufers Mesut Yildiz in der RTL-Soap „Gute Zeiten schlechte Zeiten“. Eine Rolle, die er fünf Jahre lang verkörperte, von 2012 bis 2017. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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