„Ich war nicht zu halten“

Karl Lagerfeld: Tränenk(r)ampf bei Wolfgang Joop – Star-Designer weint um toten Modegott

  • Yannick Hanke
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Die Trauer um den toten Modeschöpfer Karl Lagerfeld will kein Ende nehmen. Im Rahmen eines Interviews muss Star-Designer Wolfgang Joop bitterlich um seinen verstorbenen Kollegen heulen.

  • Karl Lagerfeld*: Trauer um toten Modeschöpfer ebbt nicht ab.
  • Star-Designer Wolfgang Joop weint um Hamburger* Modezar.
  • ZDF-Moderator Johannes B. Kerner interviewt Joop.

Hamburg /PotsdamKarl Lagerfeld ist seit rund eineinhalb Jahren tot, getrauert wird um ihn aber nach wie vor. Der Hamburger Modeschöpfer pflegte beste Kontakte in die ganze Welt, war bestens vernetzt - und war auch mit so manchem Designer aus Deutschland vertraut. Dazu zählt auch Wolfgang Joop, selbst eine Mode-Ikone, die im Rahmen des Talk-Formats „Bestbesetzung“ von MagentaTV mit Moderator Johannes B. Kerner über ihren verstorbenen Kollegen spricht. Schnell wird klar: der Modedesigner aus Potsdam ist emotional immer noch ziemlich bewegt.

Modeschöpfer:Karl Lagerfeld
Geboren:10. September 1933, Hamburg
Gestorben:19. Februar, Amerikanisches Krankenhaus Paris
Größe:1,78 m
Bestattet:22. Februar 2019, Nanterre, Frankreich
Filme:Totally Spies - Der Film, Once and Forever, L'Amour, u.v.m.

Karl Lagerfeld: Star-Designer Wolfgang Joop im emotionalen „Bestbesetzung“-Talk von MagentaTV - Tod vom Hamburger Modeschöpfer bringt Kollegen zum Weinen

Der 75-Jährige Wolfgang Joop gilt neben Karl Lagerfeld und Jil Sander als erfolgreichster Deutscher in der Modebranche. Der Potsdamer ist Gründer der Mode- und Kosmetikfirmen „JOOP!“ und „Wunderkind“ und seit fast vierzig Jahren in diesem Metier aktiv. Es versteht sich fast schon von selbst, dass ein Mann diesen Kalibers viel zu erzählen hat. Hat sich auch ZDF-Moderator Johannes B. Kerner gedacht, der Joop im Rahmen der Talkshow „Bestbesetzung“, einer Produktion von Streamworks und Spiegel TV, zum Gespräch trifft.

Der Tod vom Hamburger Modeschöpfer Karl Lagerfeld rührt Star-Designer Wolfgang Joop noch immer zu Tränen. (Screenshot)

Dieses ist über MagentaTV, dem Streamingdienst der Deutschen Telekom, abrufbar. Schnell wird klar: Das Einschalten lohnt sich. Doch der Reihe nach. Kerner wird von Joop auf dessen Familiensitz, dem Gut Bornstedt bei Potsdam, warmherzig empfangen. Es entwickelt sich ein lockerer Plausch, in dem beispielsweise über die Kindheit des Modedesigners gesprochen wird.

Die begann in der Nachkriegszeit auf einem Bauernhof, von wo aus Joop seine einzigartige Karriere startete und mit seinen Kollektionen die Laufstege der Welt eroberte. Offen und ehrlich, mitunter auch emotional, erzählt der 75-Jährige von der Modebranche, seiner eigenen Identitätsfindung, seiner Familie, den Erwartungen an die Zukunft - und vom Verhältnis zu Karl Lagerfeld.

Um ihn wird weiterhin getrauert: Karl Lagerfeld, prominenter Modeschöpfer aus Hamburg, ist seit rund eineinhalb Jahren tot - und rührt Wegbegleiter noch immer zu Tränen. (Archivbild)

Deutschlands bekanntester Jogginghosen-Verweigerer ist auch der Grund, weshalb Joop mit den Tränen zu kämpfen hat. „Als er letztes Jahr starb – ich war nicht zu halten irgendwie. Ich wusste, alles ist vorbei, alles, was ich so kannte von ihm, ist mit ihm gestorben. Freunde, die die Modeszene beobachtet hatten, haben schon so geahnt, wie er durchhielt und mit dem letzten Knopf noch zugeknöpft seine Tour machte. Das war fast schmerzhaft anzusehen“, lässt der Gast von Kerner verlauten. Eine Antwort, die jedoch nicht wie aus der Pistole geschossen kommt, sondern ein paar Sekunden Bedenkzeit benötigt und den 75-Jährigen zum Schlucken bringt.

Karl Lagerfeld: Wolfgang Joop trauert um Hamburger Modezar - „die Welt der Mode macht nicht viele Freunde“

Im Folgenden merkt Johannes B. Kerner an, dass der Tod Lagerfelds doch für viele überraschend gekommen sei. Das kann Joop nicht unkommentiert stehen lassen. „Ich glaube, er ist einfach nicht gestorben, (denn) er hat keinem den Job des Nachfolgers gegönnt. Er hat sich so an diese Welt, die Chanel war, und die Chanel mit ihm war, geklammert, dass er davon nicht lassen wollte. Dann fällt ja alles“, merkt der Modedesigner an. So sei es auch bei ihm selbst, er könne nicht von „alledem“ loslassen. Übrigens: erst im März 2020 hatte der Ex-Juror der Pro7-CastingshowGermanys Next Topmodel“ angemerkt, dass die Kandidatinnen immer heulen würden* - nun hat es ihn selbst ereilt.

Dann räumt Joop mit einer offenen Frage auf und offenbart, dass er und Karl Lagerfeld nie die engsten Freunde waren. Grundsätzlich wäre das zwar möglich gewesen, aber „die Welt der Mode macht nicht viele Freunde“, erklärt der 75-Jährige. Auch wenn das Verhältnis zwischen den beiden nicht freundschaftlicher Natur gewesen ist, war Joop dennoch gelegentlich auf Partys des berühmten Pferdeschwanzträgers zu Gast.

Wie von 24hamburg.de-Stars berichtet, weiß Joop in diesem Kontext gar von Drogenexzessen zu erzählen*. Doch wendet sich der Star-Designer auch ernsteren Themen zu und spricht über das Coronavirus-Sars-CoV-2*. „Vor dem Lockdown einer Lesung in Zürich – ich sah auf einmal so viele Menschen vor mir ohne Mundschutz. Da begriff ich erst: Sie sind ja alle gefahren. Ich bekam ´Sprachstörungen‘ für eine kurze Zeit. Als ich fertig war, bin ich einfach abgehauen. Dann sah ich alle – meistens Frauen – auf mich zukommen, wie die Welle der Gefahr. Früher hatte ich nichts dagegen, Küsschen hier, Küsschen da“, heißt es von Joop.

Karl Lagerfeld: Muse Baptiste Giabicioni enthüllt pikante Details des Modeschöpfers - wer bekommt Lagerfelds Erbe?

Mehr als „Küsschen hier, Küsschen da“ war allem Anschein nach nicht drin zwischen Karl Lagerfeld und seiner Ex-Muse Baptiste Giabiconi. Das französische Model hatte erst im Mai das Buch „Karl et moi“ veröffentlicht* und im Rahmen dessen pikante Details über das Leben des Hamburger Modezaren ausgeplaudert. Nun hat Giabiconi nachgelegt und darüber gesprochen, ob sein Mentor und er engeren Körperkontakt hatten*.

Darüber hinaus wird weiterhin händeringend nach einem neuen Besitzer für Lagerfelds ehemalige „Villa Jako“ gesucht. Das Anwesen kostet 9,85 Millionen Euro und ist knapp 12.000 Quadratmeter groß. Doch das vermeintliche „Geisterhaus“ will bisher niemand haben*, wie 24hamburg.de-Stars in aller Ausführlichkeit zu schildern weiß. Ob die vom Modeschöpfer innig geliebte KatzeChoupette“ eventuell ein Mitsprachrecht hat? Erst im Juni wurde darüber spekuliert, ob Lagerfelds Erbe in Höhe von 800 Millionen Euro nicht letztendlich an dessen ehemaliges Haustier wandert*. Dann wären mit Sicherheit einige potenzielle Erben den Tränen nahe. * 24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © MagentaTV/Bestbesetzung

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