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„Hast du Angst vor dem Tod?“ Rosi Mittermaiers Familie verabschiedet sich mit rührender Anzeige

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Von: Alexander Kaindl

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Rosi Mittermaier hat die große Bühne für immer verlassen. Ihr Tod hat unzählige Menschen bewegt. Von ihrer Familie gab es zum Abschied ganz besondere Worte.

Garmisch-Partenkirchen - Trauriger hätte das Jahr für Wintersport-Fans nicht beginnen können. Ski-Legende Rosi Mittermaier ist am 4. Januar 2023 verstorben. Die Doppel-Olympiasiegerin litt an Krebs, nur die wenigsten wussten von ihrer schweren Krankheit.

Typisch Rosi. Sie wollte nie ein Star sein, nie im Mittelpunkt stehen, nie das Rampenlicht suchen. Diese Demut und Bescheidenheit zeichnete sie Zeit ihres Lebens aus. Was nach ihrem Tod bleibt, sind viele, viele positive Erinnerungen.

Rosi Mittermaier ist tot: Die Erinnerungen bleiben

Zum Beispiel die an die Ehe zwischen Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, die bis zum Schluss hielt. Oder die, dass Sohn Felix, später selbst ein erfolgreicher Skifahrer, lange Zeit gar nicht wusste, dass seine Eltern extrem erfolgreich waren. Woran man sich wohl auch noch lange erinnern wird: Rosi Mittermaiers Anekdote zum Postboten, der in einem Monat 27.000 Briefe von Fans überbringen musste.

Mittermaier und ihre Familie hatten zusammen eine tolle Zeit. Das wird auch mit Blick auf die Todesanzeige, die jüngst im Münchner Merkur veröffentlicht wurde, klar. Zum Abschied gibt es von Christian, Ameli und Felix Neureuther rührende Worte. Dabei hilft ein Klassiker der Welt-Literatur: Antoine de Saint-Exupérys Erzählung „Der kleine Prinz“. In der Anzeige heißt es:

„Hast du Angst vor dem Tod?“ Rosi Mittermaiers Familie verabschiedet sich mit rührender Anzeige im Merkur

„Hast Du Angst vor dem Tod?“, fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“

Unter dieser Passage gibt es noch ein Danklied der Inntaler Sänger:

„Danken für an jeden Tag, der uns g‘sund is g‘schenkt. Danken für a jede Freud, wo ma‘s wohl bedenkt. Bitten, dass Du mit uns gehst, heut und alle Zeit. Bitten um an Seg‘n von ob‘n, bis in d’Ewigkeit.“

Die Merkur-Todesanzeige von Rosi Mittermaier.
Die Merkur-Todesanzeige von Rosi Mittermaier. © Münchner Merkur

„Ich habe doch gelebt“: Passage aus „Der kleine Prinz“ zum Abschied von Rosi Mittermaier

Zum Abschluss verbleiben Christian Neureuther, Ameli Neureuther mit Oskar, Miri und Felix Neureuther mit Matilda, Leo und Lotta „in Liebe“. Die Kernaussage der Anzeige: Rosi Mittermaier hatte ein erfülltes Leben, hat Liebe gegeben und Liebe bekommen.

Neben der Familie gab und gibt es viele weitere Abschiede von Rosi Mittermaier. Etliche Weggefährten würdigten die Ski-Legende nach ihrem Tod. Auf den Traueranzeigen-Seiten von Merkur.de zündeten viele Menschen virtuelle Gedenkkerzen für Rosi Mittermaier an. Felix Neureuther schrieb in seinem Instagram-Post: „Du hast mir die Sterne gezeigt.“ (akl)

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