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„Alles umsonst vorbereitet“: ZDF-Streik trifft auch „Volle Kanne“ – Moderatorin vollkommen „überrascht“

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Von: Jonas Erbas

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Ärger beim „Morgenmagazin“: Streikbedingt fiel die Sendung am Dienstag (13. Dezember) einfach aus. Statt Live-Fernsehen liefen Wiederholungen.

Mainz – Wer am Dienstag (13. Dezember) wie gewohnt mit dem „ZDF-Morgenmagazin“ in den Tag starten wollte, schaute in die Röhre: Statt einer aktuellen Ausgabe liefen bei ARD und ZDF, welche ihre „Morgenmagazin“-Sendungen im wöchentlichen Wechsel ausstrahlen, lediglich Wiederholungen. Dahinter steckt ein Streik der Mitarbeiter.

Update vom 13. Dezember (12.00 Uhr): Vom Streik betroffen war nicht nur das „ZDF-Morgenmagazin“, sondern auch „Volle Kanne“. Das Servicemagazin, das im ZDF montags bis freitags jeweils von 9.05 bis 10.30 Uhr live ausgestrahlt wird, konnte streikbedingt ebenfalls nicht gezeigt werden. Auch hier lief ersatzweise ein Alternativprogramm. „Da der Streik bis 10.30 Uhr durchgezogen wird von einigen Kollegen, sendet das ZDF eine Wiederholung“, so Moderatorin Andrea Ballschuh (50) gegenüber t-online.de. Man habe „alles umsonst vorbereitet“. Der Streik habe sie und Teile ihrer Kollegen „überrascht“. Der Warnstreik zeigt Wirkung: „Die nächste Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit ist für den 21. Dezember angesetzt“, heißt es vonseiten des ZDFs. Inzwischen könne man allerdings wieder den regulären Sendeablauf gewährleisten.

Beim ZDF bangte man offenbar auch um die „heute“-Sendungen ab zwölf Uhr. Doch via Twitter informierte der Sender mittlerweile, dass das Programm der Nachrichtensendungen ab Mittag wieder „regulär“ ausgestrahlt werde.

Kein „ZDF-Morgenmagazin“ am Dienstag – Sender von Mitarbeiterstreik betroffen

Erstmeldung vom 13. Dezember (8.00 Uhr): Kein „MoMa“ am Dienstag: Wie das ZDF am frühen Morgen via Twitter bekannt gab, wird das „ZDF-Morgenmagazin“ bestreikt und müssen deswegen entfallen. Die öffentlich-rechtlichen Sender setzen, wohl aus Mangel an Möglichkeiten, deswegen auf Wiederholungen: Das ZDF zeigt die Reisereportage „Balkan-Style: Durch Europas wilden Südosten“, die ARD einen Zusammenschnitt älterer „Morgenmagazin“-Sendungen.

Ein Störbild, das Team vom „ZDF-Morgenmagazin“ (Fotomontage)
Streik bei den öffentlich-rechtlichen Sendern: Im ZDF fiel deswegen am Dienstag (13. Dezember) das „Morgenmagazin“ mit Dunja Hayali aus (Fotomontage) © Imago/ZDF

Bis 9.00 Uhr hätte das sonst eigentlich tagesaktuelle Magazin im ZDF laufen sollen. Immerhin: Der Streik dürfte überschaubar bleiben, denn bereits am Mittwoch (14. Dezember) soll die Sendung wieder ganz normal laufen, wie es in einem Tweet von „ZDF-Morgenmagazin“-Moderatorin Dunja Hayali (48) heißt, den sie bereits um 7:00 Uhr teilte: „Das ‚MoMa‘ fällt heute aus – Warnstreik! Wir sehen uns morgen wieder.“

„MoMa“ – eine echte Fernseh-Institution:

Das „ZDF-Morgenmagazin“ gibt es bereits seit 1992; im Juli feierte man demnach bereits den 30. Geburtstag von „MoMa“. Mit rund 3,9 Millionen Fernsehzuschauern täglich ist die Sendung ein voller Erfolg – und das bereits in den Morgenstunden! Das von Montag bis Freitag laufende Magazin erreicht damit einen Marktanteil von starken 20 Prozent.

ZDF-Zuschauer stinksauer – auf Twitter entlädt sich die Wut wegen „Morgenmagazin“-Ausfall

Über den aus dem Streik resultierenden „Morgenmagazin“-Ausfall informierten die beiden Sender nicht nur im Netz, sondern auch direkt in ihrem Programm. Dort flimmerte wiederholte Male ein entsprechender Hinweis über den Bildrand. Das bekam offenbar nicht jeder mit: „Habe circa eine Stunde gebraucht, bis ich gecheckt habe, dass da eine Konserve läuft“, verriet ein Zuschauer bei Twitter; ein anderer mutmaßte, das Team habe „kollektiv verschlafen“ oder sei „festgefroren“.

Reaktionen auf den streikbedingten Ausfall des „Morgenmagazins“ im ZDF
Der „Morgenmagazin“-Ausfall im ZDF sorgte auch bei Twitter für Aufsehen: Ärger und Wut waren groß, doch manch einer zeigte auch Verständnis für die Streikenden © Screenshot/Twitter

Zu der Verwirrung gesellte sich schnell auch Wut: „Das ‚MoMa‘ entfällt und bringt zwei Erkenntnisse: 1. Die Informationspolitik von ARD und ZDF hat Luft nach oben. 2. Das ‚Sat.1-Frühstücksfernsehen‘ ist keine Alternative“, hieß es in einem von unzähligen Tweets, in welchen die Kommunikation der beiden Sender als „Horror“ kritisiert wurde. Manch einer zeigte jedoch Verständnis für die Streikenden: „Guter Journalismus verdient anständige Bezahlung. Daher, weiter streiken“, so ein Nutzer.

Warnstreik beim ZDF sorgt für „Morgenmagazin“-Ausfall – Mediengewerkschaft stellt Forderungen

Laut Informationen der Mediengewerkschaft Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden (VRFF) läuft der Streik sei 3.00 Uhr am Morgen und soll bis 10.30 Uhr andauern. Das dreieinhalbstündige „Morgenmagazin“ läuft sonst regulär von 5.30 Uhr bis 9.00 Uhr.

Zu den Hintergründen heißt es dazu auf der VRFF-Website: „Wie bei den ARD-Anstalten zuletzt, bewegt sich auch in den Gehaltstarifverhandlungen beim ZDF nicht wirklich etwas. Daher tritt auch dort die VRFF-ZDF gemeinsam mit den Gewerkschaften DJV und verdi in den Warnstreik!“ Kritik gab es für den Sender jüngst auch von anderer Seite: „Tagesschau“-Sprecherin Dagmar Berghoff (79) kritisierte, dass die ZDF-Nachrichten im Minirock moderiert wurden. Verwendete Quellen: ARD, ZDF, Twitter, vrff.de

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