Ermittlungen gegen Rapper

Joint-Skandal! 187 Strassenbande-Rapper Maxwell droht Justiz-Ärger

  • Yannick Hanke
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Deutschrapper Maxwell raucht provokativ vor dem Amtsgericht in Hamburg/St. Georg einen Joint. Dies könnte Konsequenzen haben, die Staatsanwaltschaft ermittelt

  • 187 Strassenbande*-Rapper Maxwell kifft sich die Sorgen weg.
  • Teure Betäubungsmittel:20.000 Euro Strafe.
  • Joint vor Gerichtsgebäude: Staatsanwaltschaft ermittelt.

Update vom Montag, 19. Oktokber 2020, 9:00 Uhr: Hamburg/St. Georg – Dem 187 Strassenbande-Rapper Maxwell könnte Ungemach drohen. Der Hamburger musste sich Anfang Juni 2020 wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten. Vor dem Gerichtsgebäude rauchte der 27-Jährige einen Joint – der ihn nun zum Verhängnis werden könnte.

Rapper:Maxwell
Geboren:23. März 1993 (Alter 27 Jahre), Hamburg
Vollständiger Name:Maxwell Kwabena Schaden
Musikgruppe:187 Strassenbande
Plattenfirmen:Auf!Keinen!Fall!, Chapter ONE, 187 Strassenbande

187 Strassenbande: Deutschrapper Maxwell hat Ärger wegen Joint – Staatsanwaltschaft ermittelt

Maxwell Kwabena Schaden, wie der Deutschrapper mit bürgerlichem Namen heißt, zeigte sich den anwesenden Journalisten nach der Urteilsverkündung ziemlich provokant. Das 187 Strassenbande-Mitglied, das eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen muss, zählte zahlreiche Geldscheine und rauchte einen Joint. Zu viel des Guten für die Staatsanwaltschaft Hamburg, die laut „RTL“-Informationen gegen Maxwell ermittelt.

Paff, paff, Polizei: Deutschrapper und 187 Strassenbande-Mitglied Maxwell droht Justiz-Ärger. Schuld ist ein Joint. (24hamburg.de-Montage)

„Aufgrund des Verhaltens des Beschuldigten am Prozesstag vor dem Gerichtsgebäude wurden bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Ermittlungen wegen Verstoßes gegen § 29 Abs. 1 Nr. 3 BtMG (unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln) eingeleitet. Die Ermittlungen dauern noch an“, heißt es von der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Kölner Fernsehsender. Mit Justiz-Ärger kennen sich die Gangster-Rapper der 187 Strassenbande nur allzu gut aus. Aushängeschild Gzuz ist gar zu 18 Monaten Haft verurteilt worden*.

Deutschrapper Maxwell provoziert mit Joint: 187 Strassenbande-Mitglied lässt sich seine 20.000 Euro Geldstrafe vorm Amtsgericht St. Georg schmecken

Erstmeldung vom 15. Juni 2020, 11:46 Uhr: Hamburg/St. Georg – Die im Deutschrap* oft beschworene Gretchenfrage stellt sich für die Mitglieder der 187 Strassenbande erst gar nicht. Fake oder real, Authentizität oder lediglich Darstellen einer Kunstfigur? Die Hamburger* Gangster-Rapper präsentieren sich zumeist so, wie sie sich auch in ihrer Musik geben. Der öffentlich zur Schau getragene Konsum von Rauschmitteln ist Usus und Teil des eigenen Lifestyles. Denkt sich auch Maxwell, der vor dem Amtsgericht St. Georg mit einem Joint posiert. Und dass, nachdem er zu einer Strafe von 20.000 Euro verurteilt wurde. Der Grund: Betäubungsmittel.

Hier ist der Name Programm: 187er Maxwell, der mit vollständigem Namen Maxwell Kwabena Schaden heißt, zeigt sich mehr als dreist und posiert am Dienstag, 2. Juni 2020 vor dem Amtsgericht in St. Georg mit einem Joint in der Hand. Dieser wird natürlich auch angezündet und ein dickes Bündel an Geldscheinen in der anderen Hand darf auch nicht fehlen. Flugs entsteht ein Motiv für die anwesenden Fotografen, das dem Hamburger Gangster-Rapper noch teuer zu stehen kommen könnte.

Nach dem Drogen- und Waffenprozess: 187erz-Strassenbande-Maxwell zieht sich nach dem Prozess genüsslich einen Joint durch. (24hamburg.de-Montage)

Denn wie die „Mopo“ berichtet, bekam auch die Polizei Wind von den Aufnahmen. Und leitet nun ein Ermittlungsverfahren gegen den 27-Jährigen ein. Als hätte der Deutsch-Ghanaer nicht bereits genug Ärger am Hals. Zuvor wurde er vom Amtsgericht St. Georg aufgrund des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln sowie dem Verstoß gegen das Waffengesetz zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert.

Sage und schreibe 20.000 Euro muss der 187 Strassenbande-Rapper für seine Verfehlungen zahlen. Für den Otto Normalverbraucher ein Vielfaches des monatlichen Einkommens, für einen MC der Marke Maxwell bestenfalls Spesen. Das Gerichtsgebäude verließ der Hamburger mit einem breiten Grinsen im Gesicht, schoß diverse Fotos und konnte sich Pöbeleien gegen Journalisten nicht verwehren.

„Say Cheese“: 187-Strassenrapper Maxwell lacht das Gericht aus und dokumentiert seine Verhöhnung mit einem Grinse-Selfie.

Razzia gegen Deutschrapper: 187er Maxwell im Besitz von Rauschmitteln und Waffen

Nicht wehren hingegen konnte sich der aus Hamburg-Hohenfelde stammende Deutschrapper gegen eine im April 2018 erfolgte Razzia. Damals hatten Beamte in Maxwells Wohnung in Hamburg-Horn 33 Gramm Marihuana, 0,39 Gramm Kokain, einen Schlagring sowie ein verbotenes Klappmesser gefunden. Nur drei Monate später waren zudem Marihuana und Utensilien zum Drogenkonsum in einem Auto sichergestellt worden, in dem der 27-Jährige als Beifahrer mitgefahren war.

Ein Teil der konfiszierten Drogen habe jedoch nicht ihm gehört, ließ Maxwell in der Verhandlung in St. Georg die Richter über seinen Anwalt wissen. Zur fraglichen Zeit sei er regelmäßig unterwegs gewesen und habe verschiedene Freunde bei sich wohnen lassen. Dies sei nach Ansicht der Richterin nicht zu widerlegen. Letztendlich hatte der Hamburger Gangster-Rapper noch Glück. Denn die Justizbeamtin entschied sich gegen die Forderung der Staatsanwältin, die für eine Geldstrafe in Höhe von 31.000 Euro plädierte.

Der Richterin zufolge sei es schwierig, einen angemessenen Betrag auf Basis des Einkommens von Maxwell zu schätzen. So blieb es letztendlich bei „nur“ 20.000 Euro, die für den 187-Rapper weder eine große Hürde darstellen, noch als Lehre für ihn taugen sollten. Vielleicht übernimmt gar Boss Bonez MC* die Kosten, der sich als „Roadrunner“ unlängst den ersten Platz der Deutschen Single-Charts sicherte*.

„Arm aber Sexy“: So kommentiert Deutschrapper Maxwell dieses Bild auf seinem Instagram-Kanal und spielt damit auf die Geldstrafe von 20.000 Euro an, die ihn sein „Besuch“ im Amtsgericht in St. Georg gekostet hat. (Screenshot)

Maxwell kein Einzelfall: Gzuz, Kollegah und Shindy im „100.000 Euro-Club“

Mit Gerichtsprozessen und damit verbundenen, etwaigen Zahlungen kennt man sich im Hause der 187 Strassenbande auf jeden Fall bestens aus. Gzuz, von Bonez MC mit Kugeln durchsiebt worden*, darf sich aktuell nichts zuschulden kommen lassen. Denn der 31-Jährige hat sich für Verstöße gegen das Betäubungsmittel-, Sprengstoff- und Waffengesetz zu veranworten und sah sich bereits mit einem Termin im Gerichtssaal konfrontiert.

Als der Hamburger Gangster-Rapper mit einer Verspätung von über zwei Stunden erschien, wurde er direkt festgenommen, in Untersuchungshaft gesteckt - und erst nach dem Zahlen einer Kaution in Höhe von 100.000 Euro wieder auf freien Fuß gelassen. Seither muss sich Gzuz dreimal in der Woche bei der Polizei melden*, ehe ein weiterer Gerichtstermin feststeht. Oder hat sich das eventuell mittlerweile erledigt? Denn im Netz kursieren Aufnahmen vom Grabstein des 187 Strassenbande-Mitglieds*, die Furchtbares vermuten lassen.

Mit der enormen Summe von 100.000 Euro sehen sich auch die Deutschrapper Kollegah und Shindy konfrontiert. Während „Kolle“, wie er sich selbst nennt, jeweils 50.000 Euro an die Töchter der RTL2-Stars „Die Geissens“ zahlen soll*, droht dem Ex-Bushido-Kumpel dieselbe Geldstrafe. Grund hierfür ist ein falsches Kennzeichen, dass Shindy im Rahmen seines Videos zum Song „Affalterbach“ verwendet hat. Der 31-Jährige ist bereits vor Gericht erschienen, hat jedoch jegliche Aussage verweigert*. Das üppige Bankkonto dürfte zeitnah also belastet werden. Gzuz hingegen wurde sogar schon aus dem Gerichtssaal geworfen*.

Quelle: 24hamburg.de-DeutschRap

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Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa & Brian Lawless/PA Wire/dpa

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