ZDF-Moderator erhält Preis

Markus Lanz ist Journalist des Jahres – für Corona-Talks geehrt

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Markus Lanz kann sich freuen. Der ZDF-Moderator ist für seine Berichterstattung über das Coronavirus ausgezeichnet worden. Unterhaltsamen Talks werden gelobt.

  • Markus Lanz wird für unterhaltsame Coronavirus-Talks geehrt.
  • ZDF-Star Markus Lanz sei „stets exellent vorbereitet.“
  • Medium Magazin vergibt begehrte Journalisten-Preise.

Frankfurt am Main/Hamburg – Seit März 2020 ist das Coronavirus das alles bestimmende Thema in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. Der Moderator spricht dreimal die Woche mit seinen Gästen über die globale Pandemie, nicht selten entwickelt sich der Austausch mit Medizinern und Ministerpräsidenten zu ausufernden Streitgesprächen. Beste Unterhaltung ist also geboten, dies wird nun vom Medium Magazin entsprechend honoriert.

Fernsehmoderator:Markus Lanz
Geboren:16. März 1969 (Alter 51 Jahre), Bruneck, Italien
Größe:1,81 m
Ehepartnerin:Angela Gessmann (verh. 2011)
Eltern:Anna Lanz
Kinder:Laurin Lanz, Greta Lanz

Markus Lanz: ZDF-Star für Corona-Berichterstattung ausgezeichnet

Die seit 1986 erscheinende Fachzeitschrift für Journalisten mit Sitz in Frankfurt am Main veranstaltet jährlich Wahlen zum „Journalist des Jahres“ in verschiedenen Kategorien. Eine rund 70-köpfige Jury wählt aus den Nominierungsvorschlägen aus, der Preis wird seit 2004 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zahlen unter anderem Frank Schirrmacher, Nikolaus Brender, Markus Feldenkirchen oder Eva Schulz.

Markus Lanz kann sich freuen: Das Medium Magazin zeichnet den ZDF-Moderator mit dem Preis für den „Journalisten des Jahres“ in der Unterhaltungskategorie aus. (24hamburg.de-Montage)

In diese illustre Auflistung darf sich nun Markus Lanz einreihen – und zwar erneut. Bereits 2018 wurde der Hamburger Moderator In der Kategorie „Unterhaltung“ ausgezeichnet. Ein persönlicher Erfolg, den der heute 51-Jährige 2020 wiederholen konnte. Warum dem Talkmaster diese Ehre erneut zuteil wurde, weiß das Medium Magazin in einer längeren Ausführung zu begründen. „Nie zuvor wurde seine Moderationsfähigkeit auf eine so harte Probe gestellt wie im Marathon zum Thema Corona“, heißt es zunächst einmal in der entsprechenden Erklärung.

Coronavirus dominiert ZDF-Talkshow – Markus Lanz „verliert das Menschliche nicht aus dem Blick“

Es wird darauf verwiesen, dass Markus Lanz „fast durchgehend werktäglich“ mit Experten und Wissenschaftlern diskutierte, und das unter Bedingungen, „die sich faktisch, organisatorisch und auch mental immer weiter verschärften.“ Denn oftmals stellten die Debatten und Diskussionen über das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen und Regeln eine große Hürde für den ZDF-Moderator dar. Drohten Gespräche aus dem Ruder zu laufen, bestand stets der Versuch von Lanz, dem entgegenzuwirken.

Nicht zuletzt, wenn hochrangige Politiker auf Journalisten und Mediziner trafen, entwickelten sich zuhauf Streitgespräche, die dem TV-Zuschauer einen enormen Unterhaltungswert boten. Im Rahmen seiner Corona-Berichterstattung zeigte sich Lanz „stets exzellent vorbereitet und hielt mit kritischen, aber fairen Nachfragen nicht zurück. Trotz der Dramatik das Menschliche, ja auch das Unterhaltende nicht aus dem Blick zu verlieren – das gelang niemandem im Fernsehen so gut wie ihm“, lautet das Urteil vom Medium Magazin.

Corona-Warn-App lässt Hamburger Talkmaster ausrasten – Masken-Diskussion macht Lanz wütend

Für Markus Lanz stellte es immer wieder aufs Neue eine Herausforderung dar, die Contenance zu wahren. Im Gespräch mit Digitalministerin Dorothee Bär platzte dem Talkmaster der Kragen, vertrat er standhaft die Annahme, dass die Corona-Warn-App den hohen Anforderungen nicht entsprechend genüge leiste und reibungslos funktioniere. Es war gar von Stasi-Methoden die Rede, über die intensiv diskutiert wurden.

Grundsätzlich ist es die immer noch währende Debatte um die gegebene Maskenpflicht, die beim Hamburger Moderator für Unverständnis sorgt. Einerseits wünscht sich Lanz klare, konsequente Ansagen von der Politik, an denen es nichts zu rütteln gibt. Andererseits nimmt der gebürtige Tiroler jeden einzelnen Bundesbürger in die Pflicht, sich an die Maßnahmen und Regeln zur Coronavirus-Bekämpfung zu halten. Im Kontext der Pandemie-Thematisierung in der Talkshow hat Lanz sogar quasi einen neuen besten Freund gefunden – SPD-Gesundheitsökonom Karl Lauterbach.

Markus Lanz: Karl Lauterbach (SPD) wird Shooting-Star der ZDF-Talkshow

Der Mediziner war seit April 2020 jeden Monat in der Hamburger Runde vom Moderator zugegen und wusste Lanz immer wieder aufs Neue zu verblüffen. Faktenbasiert, alles andere als reißerisch und die Realität verzerrend, konnte Lauterbach mit seiner Expertise glänzen und nahm dabei kein Blatt vor dem Mund. Der 57-Jährige kritisierte die Coronavirus-Regeln als zu lasch, sprach sich für Polizeikontrollen in Privatwohnungen aus und lieferte sich mitunter auch einen Streit mit dem Virologen Hendrik Streeck.

Viele Aussagen Lauterbachs konnte Lanz goutieren, war er konträrer Meinung, ließ er dies dem SPD-Politiker auch wissen. Selbiges gilt auch für jeden anderen Gast, den der Moderator gelegentlich bremsen musste. Ein Vorgehen, welches das Medium Magazin dazu bewegt hat, Markus Lanz erneut auszuzeichnen. Ebenfalls einen Preis verliehen bekommen haben unter anderem Mai Thi Nguyen-Kim, die „Journalistin des Jahres 2020“, Investigativ-Reporter Thilo Mischke und Kultur-Journalistin Alice Hasters. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images/Future Image & Britta Pedersen/dpa-Zentralbild

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