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„Nur noch zum Weglaufen“: Fans zerreißen Tim Mälzers „Bullerei“ gnadenlos

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Von: Yannick Hanke

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TV-Koch Tim Mälzer polarisiert, immer wieder wird er zerrissen. Auch sein Hamburger Restaurant „Bullerei“ erntet online reichlich miese Kritik.

Hamburg – An Tim Mälzer scheiden sich die Geister. Die einen himmeln den TV-Koch aus Hamburg an und lieben ihn für seine offenherzige Art. Die anderen aber stören sich am mitunter frechen Mundwerk von Mälzer und können auch seinen Kochkünsten nicht viel abgewinnen. Auch in Bezug auf sein Restaurant „Bullerei“ entlädt sich nur allzu gerne der Frust derer, die es nicht mit Tim Mälzer halten – und auch Fans sind nach dem Besuch immer wieder enttäuscht. Zwar finden sich online auch viele positive Bewertungen. Doch vor allem der Hohn und Spott bleiben hängen.

Koch:Tim Mälzer
Geboren:22. Januar 1971 (Alter 51 Jahre), Elmshorn
Eltern:Christa Mälzer, Rainer Mälzer

Viele Gäste maßlos enttäuscht von Tim Mälzers Bullerei: „Leider doch typischer Touristenschuppen“

Tim Mälzer ist das, was man einen Tausendsassa nennt. Der Hamburger ist nicht nur Koch, sondern auch Fernsehmoderator, Unternehmer, Kochbuchautor und Entertainer. Nicht immer wird der 51-Jährige nur mit seinen Fertigkeiten in der Küche verbunden. Dabei hat für „Kitchen Impossible“-Star Tim Mälzer doch hier alles begonnen. Seinen großen Traum konnte sich Mälzer im Juni 2009 erfüllen. Im Hamburger Schanzenviertel eröffnete er sein eigenes Restaurant, die „Bullerei“.

Punkten will Tim Mälzer mit seiner „Bullerei“ seit jeher vor allem mit deftigen Speisen, die keinen Gast hungrig nach Hause gehen lassen sollen. Mit der Zeit will der Hamburger Koch aber auch gehen und hat sich mittlerweile auch vegetarische Speisen auf die Fahne beziehungsweise Karte geschrieben. Dass nicht jeder Gast nach einem Besuch in der „Bullerei“ frohlockt, liegt wohl in der Natur der Sache – und spiegelt sich online in zahlreichen Kommentaren wider. Kein Veganer-Shitstorm wie nach expliziten Fleisch-Fotos von Tim Mälzer, aber nicht weniger ausfallend.

„Absoluter Müll“: Shitstorm gegen Tim Mälzers Bullerei
„Service ist absoluter Müll“: Shitstorm gegen Tim Mälzers „Bullerei“. © Annette Riedl/Jonas Walzberg/dpa/Montage

„Fleisch nur noch zum Weglaufen“: Hamburger Restaurant „Bullerei“ von Tim Mälzer am Online-Pranger

„Die Enttäuschung nach den ersten Bissen ist groß. Im Block House schmecken die Filets viel besser [...] Früher war das Fleisch geschmacklich absolute Spitzenklasse, heute nur noch zum Weglaufen“, lautet nur eine der gehässigen Rezensionen in Bezug auf die „Bullerei“. Umgekehrt wird aber auch immer wieder das Essensangebot von Tim Mälzer in den höchsten Tönen gelobt, nur um sich dann an mangelnden Personal-Skills auszulassen – der „der Service ist absoluter Müll“, heißt es unter anderem.

Der Ratschlag an die „Bullerei“ und somit auch an Tim Mälzer, dessen Berliner Restaurant „Chiaro“ ebenfalls zerrissen wird: „Schreibt euch die Bestellungen auf, wenn ihr euch nicht mehr als vier Gerichte merken könnt“. Eine Rezension geht noch weiter: „Ich empfhele Tim Mälzer einen Neustart als Tellerwäscher“ – oh ha. Manch ein Gast, dem der „Bullerei“-Besuch ganz offensichtlich nicht gefallen hat, weiß bereits von Alternativen zu berichten. Man gehe lieber „zu einem anderen Starkoch in Hamburg oder in ein Strandrestaurant auf Sylt“, das unter den angereisten Punks leidet – „wir halten das nicht durch“, klagt man dort.

Tim Mälzers „Bullerei“ lastet Vergangenheit als Corona-Testzentrum an: „Boostern hat halt nichts mit kochen zu tun“

In Vergessenheit ist aber auch nicht geraten, dass Tim Mälzer seine „Bullerei“ in der Corona-Zwangspause zum Testcenter umfunktionierte. In dieser Hinsicht heißt es gehässig: „Boostern hat halt nichts mit kochen zu tun. Ein Koch ist kein Arzt. Also: Schuster bleib bei denen Leisten. Und jetzt Neustart: Tellerwäscher“.

Online gibt es aber auch viel Gästelob für Mälzers Bullerei: „stets super aufgehoben“

Doch gibt es auch allerhand positive Kommentare und Rezensionen, die in den höchsten Tönen von Tim Mälzers „Bullerei“ schwärmen. Mal ist die Rede von „unbeschreiblich gutem Essen“, mal wird die Bedienung als „total freundlich“ gelobt. Viele finden auch, das „Bullerei“-Team sei „flott unterwegs“ und man fühle sich „stets super aufgehoben“. Das wird der TV-Koch doch deutlich lieber über sein Restaurant lesen. Zumal Tim Mälzer schon für sein Café in Eppendorf Spott und Hohn einheimste.

Besonders angereiste Fans stinksauer nach Bullerei-Besuch: „Leider doch ein typischer Touristenschuppen“

Die lobenden Worte überwiegen zwar gegenüber all der harschen Kritik, die sich Tim Mälzer für seine „Bullerei“ gefallen lassen muss. Und doch ist vor allem den zahlreichen negativen Kommentaren eine gewisse Kreativität nicht abzusprechen. „Leider doch ein typischer Touristenschuppen, der auf Massenabfertigung ausgelegt ist. Lebt natürlich von der Strahlkraft von Mälzer. Hat viel Potential, reicht so aber nur zu einem Stern“ – von fünf, wohlgemerkt. Kritik, die Mälzer sonst wohl nur in Bezug auf sein Eppendorfer Café kennt, dass man „in der Pfeife rauchen“ könne.

Tim Mälzer erntet für sein Café an der Alster und Restaurants reichlich Kritik: „Viel Hype um Nichts“

Unterm Strich geben sich die positiven und negativen Kommentare zu Tim Mälzers „Bullerei“ in aller Regelmäßigkeit die Klinke in die Hand. Kaum, dass über einen „freudigen Geburtstag“ im Restaurant berichtet wird, heißt es auch schon wieder: „Viel Hype um Nichts“. Wem am Ende mehr Glauben zu schenken ist? Am besten dem eigenen Gaumen. Dann kann immer noch selbst geurteilt werden. Egal, ob positiv oder negativ. Und Tim Mälzer? Bleibt mit seiner „Bullerei“ auf jeden Fall im Gespräch. Wie auch mit seinem italienischen Restaurant „Pezzo di Pane“, wo die Gästeallerdings auch schon mal „am Verhungern“ sein sollen.

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