TV-Drama

Jan Fedder: Dramatischer Serientod bei „Neues aus Büttenwarder“ (NDR)

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Jan Fedder ist am 30. Dezember 2019 verstorben. Genau ein Jahr später fand auch seine Serienfigur Kurt Brakelmann bei „Neues aus Büttenwarder“ den Tod.

Hamburg – Schauspieler Jan Fedder starb am 30. Dezember 2019 nach langjährigem Krebsleiden. Seinen Fans und den TV-Zuschauern war der Hamburger Schauspieler vor allem in seiner Rolle in der ARD-Krimiserie „Großstadtrevier“ bekannt, eroberte die Herzen der Deutschen aber auch mit seiner Darstellung des Bauers Kurt Brakelmann in der NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder“.

Name:Jan Fedder
Beruf:Schauspieler
Geburtsort:Hamburg
Geburtstag:14. Januar 1955
Todestag:30. Dezember 2019
Ehefrau:Marion Fedder

Jan Fedder: Serientod bei „Neues aus Büttenwarder“ (NDR)

Die finale „Neues aus Büttenwarder“-Folge mit Jan Fedder beginnt mit einem Paukenschlag. In der provokant betitelten Episode „Der Tod ist ein sturer Arsch“ (Episode 92 der Serie) wird Fedders Serienfigur Kurt Brakelmann von seinem Freund Adsche Tönnsen (Peter Heinrich Brix) leblos am Boden aufgefunden. Seit Serienbeginn 1997 spielte Jan Fedder den sympathischen und trinkfesten Bauern Brakelmann.

Mehr als 20 Jahre lang war der in Hamburg geborene Fedder fester Bestandteil der NDR-Produktion „Neues aus Büttenwarder“ und bewirtschaftete im titelgebenden fiktiven Dorf einen Hof. Mit der Folge „Der Tod ist ein sturer Arsch“ greift die Serie den tragischen Tod des Darstellers Jan Fedder auf.

Das passiert in Jan Fedders letzter „Neues aus Büttenwarder“-Folge

In „Der Tod ist ein sturer Arsch“ müssen sich die Figuren der Serie „Neues aus Büttenwarder“ mit ungemütlichen, aber unausweichlichen Themen wie Tod und Abschied auseinandersetzen. Doch zuerst einmal kommt es (wieder einmal) zu einem Streit zwischen den Bauern und besten Freunden Kurt Brakelmann (Jan Fedder) und Adsche Tönnsen (Peter Heinrich Brix). Letzterer macht daraufhin einen Ausflug ins Dorf, um seine Emotionen zu beruhigen und macht bei seiner Rückkehr eine schreckliche Entdeckung: Kurt Brakelmann liegt leblos in der Bauernstube.

Jan Fedder (rechts) und Peter Heinrich Brix in „Neues aus Büttenwarder“.

Geschockt von dem Anblick seines toten Freundes stürzt Adsche nach draußen und trifft dort am Wegesrand eine mysteriöse Gestalt. Als er sich dieser nähert, erkennt er schnell, dass es sich dabei um niemand geringeren als den Tod handelt. Für Adsche beginnt ein letzter verzweifelter Kampf um die Seele seines verstorbenen Freundes.

„Neues aus Büttenwarder“ (NDR): Abschied von Jan Fedder

Der NDR sendete genau ein Jahr nach Jan Fedders Tod die Folge „Der Tod ist ein sturer Arsch“, die letzte Episode mit dem Hamburger. Der TV-Sender widmete dem beliebten TV-Star an seinem ersten Todestag, dem 30. Dezember 2020, den ganzen Abend. So war unmittelbar vor der besagten Folge von „Neues aus Büttenwarder“ mit Brakelmanns Serientod der von Moderator Reinhold Beckmann präsentierte Film „Jan Fedder – Was bleibt?“ zu sehen. Nach der Serientod-Episode konnten sich Fans über eine weitere, alte Folge „Neues aus Büttenwarder“ freuen, gefolgt von einer Doku über den viel zu jung Verstorbenen: „Jan Fedder – Mit Ecken, Kanten und ganz viel Herz“.

Jan Fedder: Emotionaler Abschied auch bei „Großstadtrevier“

Auch im „Großstadtrevier“, der anderen großen und langlebigen Serie, an der Jan Fedder mitwirkte, nahmen Serienfiguren wie Darsteller Abschied von ihrem Freund. Fedders letzter Auftritt bei der beliebten ARD-Serie wurde am 23. März 2020 ausgestrahlt. In dieser Folge, die den Titel „Schlüsselmomente“ trägt, war der Hamburger zum letzten Mal in seiner Rolle als Dirk Matthies zu sehen. Sein Serienabschied erfolgte allerdings einige Episoden später. Weil die „Großstadtrevier“-Staffel zu diesem Zeitpunkt aber bereits abgedreht war, fanden sich alle Schauspieler zu einem Extradreh zusammen.

In der Abschiedsfolge erhält Revierleiterin Frau Küppers (Saskia Fischer) einen Brief von Dirk Matthies, der sie sichtlich mitnimmt. Allen wird klar, dem Zuschauer wie auch den Serienfiguren, dass Matthies nicht mehr zurückkommt. „Jan Fedder hat das ‚Großstadtrevier‘ über Jahrzehnte mit seinem unverwechselbaren Charakter geprägt“, erinnert sich Diana Schulte-Kellinghaus, ausführende Produzentin der Serie. Sie führt weiter aus: „Wir wären den vielen Menschen und ihrer großen Anteilnahme nach seinem Tod nicht gerecht geworden, hätten wir mit seinem Abschied bis zum nächsten Jahr gewartet.“ *24hamburg.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Nicolas Maack/dpa/NDR

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