Letzte Ruhestätte

Jan Fedder: Briefkasten am Grab für Fans – tragische Todesursache

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
    schließen

Jan Fedder verstarb am 30. Dezember 2019 in Hamburg an Krebs. Seitdem pilgern Fans zu seinem Grab und können im dort aufgestellten Briefkasten Grüße hinterlassen.

Hamburg – Am 30. Dezember 2019 verstarb der aus der ARD-Serie „Großstadtrevier“ bekannte Schauspieler Jan Fedder nach langjährigem Krebsleiden. Der gebürtige Hamburger wurde im Alter von nur 64 Jahren tot in seiner Wohnung im Stadtteil St. Pauli gefunden. Schon kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass die Trauerfeier des beliebten TV-Stars am 14. Januar 2020 im Hamburger Michel stattfinden würde – in der Kirche, in der Jan Fedder nicht nur getauft und konfirmiert wurde, sondern wo er auch seiner Frau Marion das Ja-Wort gab.

Name:Jan Fedder
Beruf:Schauspieler
Geburtsort:Hamburg
Geburtstag:14. Januar 1955
Todestag:30. Dezember 2019
Ehefrau:Marion Fedder

Friedhof Ohlsdorf: Hier liegt die Grabstätte von Jan Fedder

Am 14. Januar 2020, dem Tag seines Geburtstags, nahmen Tausende Menschen von Jan Fedder Abschied. Alle Fans, die nicht persönlich bei der Trauerfeier dabei sein konnten, hatten die Möglichkeit diese live im TV zu verfolgen – der NDR übertrug die traurigen Feierlichkeiten.

Beigesetzt wurde Jan Fedder auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, hier ist auch seine Grabstätte. Der Ohlsdorfer Friedhof befindet sich in der Fuhlsbüttler Str. 756 im Stadtteil Ohlsdorf im Nordosten Hamburgs. Das Grab von Jan Fedder wurde nach großem Fan-Andrang mit einer Metallkette abgesperrt, später wurde diese durch ein gusseisernes Tor ersetzt. Zusätzlich stellte Witwe Marion Fedder ein Schild auf mit der Inschrift: „Ich schlafe. Bitte nicht stören. Legt Eure Blumen und Kerzen bitte vorne ab. Der Raum vorm Denkmal gehört nur mir (...) nicht betreten!!! Danke! Euer Jan.“

Am Grab von Jan Fedder am Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg steht ein Briefkasten für Fan-Grüße.

Jan Fedder: Briefkasten am Grab

Gleichzeitig mit dem Schild, das um einen respektvollen Umgang mit der letzten Ruhestätte des verstorbenen Schauspielers bittet, wurde ein Briefkasten aufgestellt. In diesem Briefkasten, auf dem „Post für Jan Fedder“ zu lesen ist, können Familie, Freunde, Fans und Kollegen ihre letzten Worte an den Hamburger hinterlassen. Hierzu ist es gar nicht notwendig, vor Ort zu sein, man kann den Brief auch über den normalen Postweg verschicken. Die Adresse lautet: Jan Fedder, Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg.

Fans begrüßen die Briefkasten-Idee sehr und schreiben der TV-Legende auch fleißig. Bereits nach kurzer Zeit erreichten Jan Fedder zahlreiche Briefe und schriftliche Erinnerungen und Notizen voller Trauer, Mitgefühl, aber auch hoffnungsvoller Worte. Witwe Marion Fedder ist besonders von dem Anklang berührt, den der Briefkasten gefunden hat. Regelmäßig leert sie ihn und versucht, jede Fanpost zu beantworten.

Jan Fedder: Todesursache Krebs

Jan Fedder erlag am 30. Dezember 2019 seiner Krebs-Erkrankung, gegen die der Schauspieler seit 2012 unerbittlich kämpfte. Weder Medikamente noch intensive Strahlentherapien konnten die bösartige Krankheit stoppen. Der TV-Star bezeichnete dies Zeit als „die schlimmste Zeit meines Lebens“, wurde im fortschreitenden Verlauf der Krankheit immer schwächer, konnte zum Ende hin nicht einmal den Telefonhörer heben. Der Krebs kostete ihn auch einen Großteil seiner Zunge.

Nach seiner Krebserkrankung stürzte Jan Fedder auch noch und zog sich dabei mehrere Knochenbrüche zu. Seitdem war er immer häufiger im Rollstuhl zu sehen. Infolge der tragischen Schicksalsschläge zog sich der TV-Darsteller immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Sein Ableben kurz vor Silvester kam trotz all dem überraschend. Seine Frau, nichts ahnend ob der Situation, war zum Zeitpunkt seines Todes im Spanienurlaub. Nur weil ihr Mann auf ihre Anrufe nicht reagiert, bat sie einen Freund, in der Wohnung nachzuschauen, ob alles in Ordnung sei. Doch da war es schon zu spät. Fedders guter Freund Tim Mälzer half, den Sarg aus der Wohnung zu tragen.

Jan Fedder hatte keine Probleme mit dem Tod und hat sich mit dessen Notwendigkeit und Unausweichlichkeit früh abgefunden. Nicht zuletzt deswegen, weil er ein glückliches und erfülltes Leben führte: „Alle meine Träume und Wünsche sind erfüllt. Ich brauch nichts mehr. Ich bin glücklich und zufrieden.“ *24hamburg.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare