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Ina Müller warnt ihre Fans: „Bitte keine Tickets erwerben“

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Von: Kevin Goonewardena

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Ina Müller ist auf Tour und ruft Fans auf, keine Tickets über einen bestimmten Anbieter zu kaufen. Was dahinter steckt.

Hamburg – Der nach Beginn der Corona-Pandemie prognostizierte Run auf Konzerttickets, das ungezügelte Nachholen all der durch unter anderem Lockdowns ist ausgeblieben. Zwar laufen einige Shows gut, mancher Künstler verkauft sogar gleich mehrere Konzerte einer Tour aus. Doch das betrifft nur wenige, extrem populäre Artisten. Eine Künstlerin, die in eben diese Kategorie fällt, ist zweifelsohne Kabarettistin, Moderatorin, Sängerin und Buchautorin Ina Müller. Doch warum heißt es nun auf der Website der beliebten „Inas Nacht“-Gastgeberin, die kürzlich verriet dass sie gerne einmal mit Markus Lanz saufen wollen würde, „Bitte keine Tickets erwerben“?

Name:Ina Müller
Geburtstag und -ort:25. Juli 1965, Köhlen, Geestland
Tätig als:Entartainerin, Moderatorin, Sängerin, Buchautorin
Bekannt aus:Inas Nacht (ARD) u.a.

Ina Müller Tour 2022: Darum ruft Ina Müller Fans zum Ticketkauf-Boykott auf

Die Sängerin und Entertainerin, die während der Corona-Zeit ihre Fans mit Urlaubsbildern irritiert hatte, will ihre Fans vor einer großen Enttäuschung bewahren. Nein, nicht durch den Verzicht des Besuchs eines der 53 Konzerte ihrer kommenden Tour. Sondern vor den Folgen des Erwerbs einer Eintrittskarte bei einem nicht autorisierten Händler wie etwa Viagogo. Denn bei einem Kauf eines Konzerttickets über diesen Händlern müssen Fans mit einem erheblichen Aufschlag rechnen.

Der Grund ist simpel: Da bei den großen Anbietern wie Eventim, Live Nation oder Ticketmaster die Tickets oft in unbegrenzter Höhe gekauft werden können und nicht personalisiert sind, ist es für Händler ein leichtes sich große Kontingente beliebter Künstler zu sichern und die eh oft teuren Tickets mit extremen Aufschlägen weiterzuverkaufen. Erst kürzlich waren Rammstein, die 2023 erneut auf große Stadiontour gehen werden, mit einer Klage gegen Viagogo erfolgreich.

Warnt die Fans vor dem Kauf von Konzertkarten über den Anbieter Viago: Ina Müller.
Warnt die Fans vor dem Kauf von Konzertkarten über den Anbieter Viago: Ina Müller. © Andreas Weihs / Imago

Ina Müller und Band live Tour 2022 / 2023: So viel kosten die Tickets – regulär und bei Zweitverkäufern

Die aktuelle Tour von Ina Müller führt sje beispielsweise am 21. Oktober 2022 nach Leipzig. Tickets für den Auftritt in der dortigen Quarterback-Immobilien Arena gibt es ab 55, Euro. Bei Viagogo müssen Ina Müller-Fans mindestens 108 Euro für ein Ticket auf den Tisch legen. Den großen Konzertkarten-Anbietern – die selbst saftige Preise inklusive enormer Aufschläge aufrufen – sind die Hände gebunden. Sie versuchen mit einstweiligen Verfügungen gegen den Schwarzmarkthandel vorzugehen – sehen sich allerdings auch selbst Klagen ausgesetzt.

Ina Müller Tour 2022: Das sind die Termine im Norden

Eventim, Ticketmaster & Co sehen sich selbst Klagen ausgesetzt

Bereits 2018 wurde beispielsweise in Kanada eine Sammelklage gegen den US-Giganten Ticketmaster und Live Nation eingereicht, bei der es um Prämien ging, die Zweitverkäufer von den Konzernen für den Weiterverkauf der zuvor zugeteilten Tickets erhalten würden. Der Vorwurf des Klägers lautete auf „ungesetztlicher und unfairer Geschäftspraktiken“, wie das Branchenblatt Musikwoche berichtet. 

Das Landgericht München I hat in diesem Jahr erst ein Urteil gefällt, dass den pauschalen Ausschluss der Rückerstattung von Vorverkaufsgebühren bei Absage bzw. Ausfall eines Konzertes durch die AGBs für unrechtmäßig erklärt hat, wie auf der Website der Verbraucherzentrale zu erfahren ist. Hintergrund waren zahlreiche Beschwerden, dass der Konzern Eventim sich geweigert hatte, gezahlte Gebühren für durch die Corona-Pandemie ausgefallene Konzerte zurückzuerstatten.

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Ina Müller auf Tour: Darum geht es ihr beim Ticketkauf-Boykott

Bei dem Aufruf, Tickets bei bestimmten Anbietern nicht zu kaufen, geht es Ina Müller darum, Fans vor Ticketpreisen auf dem Zweitmarkt zu schützen, die in keiner Relation zu den Preisen auf dem Erstmarkt stehen. Auch beugt sie einer Enttäuschung durch ein möglicherweise gefälschtes Konzertticket vor, das Konzertbesucher bei Eventim und Co nicht angedreht bekommen können.

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