„Hälfte verachtet mich“

Fans wären „schockiert“: „F*** off!“ – so schlecht kocht Tim Mälzer in Wahrheit

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Wie kocht Tim Mälzer zu Hause? Die Leute wären „schockiert“, würden sie es sehen. Sagt der Fernsehkoch von Kitchen Impossible (Vox) über sich selbst. Der Starkoch beweist im Fernsehen immer wieder sein Können. Davon bleibt zu Hause wenig übrig.

  • Tim Mälzer glaubt, die Leute wären „schockiert" von seinen privaten Kochkünsten.
  • Hamburger Starkoch wird für prollige Art von der Hälfte der Zuschauer „verachtet“.
  • Neue TV-Sendung entwickelt – doch kein Sender will das Format.

Hamburg – Tim Mälzer ist ein ausgezeichneter Koch. Seine Restaurants in Hamburg, wie „Die Gute Botschaft“ oder die „Bullerei“, gehören zu den besten der Stadt - auch wenn sich die Meinungen da spalten. Er ist mit Herzblut dabei - vielleicht sogar kruz vor dem Burnout. Im Fernsehen beweist er sein Können, in diversen Büchern sind seine Rezepte gesammelt. Aber: „Wenn die Leute sehen könnten, was ich zu Hause koche, dann wären sie schockiert“, wie er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (hinter Bezahlschranke) zugibt.

KochTim Mälzer
Geboren22. Januar 1971 (Alter 49 Jahre), Elmshorn
BücherBorn to Cook, Heimat, Greenbox
ElternChrista Mälzer, Rainer Mälzer
NominierungenDeutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung, Deutscher Fernsehpreis - Freie Formatkategorie
AuszeichnungenDeutscher Fernsehpreis für das beste Factual Entertainment

Hamburger Starkoch im Interview: Leute wären „schockiert“ – kann Tim Mälzer gar nicht kochen?

So eine Aussage hat dann doch keiner erwartet. Tim Mälzer glaubt, dass die Leute schockiert wären, würden sie sehen, was er zu Hause kocht. Gerade einmal zwanzig Gerichte würde er zubereiten. In leichten Variationen. Mehr nicht. Doch das sei bei jedem Menschen so, glaubt er.

Um zu erläutern, was er meint, vergleicht er sich mit seiner Oma. Die sei eine gute Köchin gewesen, wie er sagt. Aber deswegen sei ihr lange nicht alles gelungen, was sie in der Küche angefasst habe: „Sie hatte eben ein Repertoire von zehn Gerichten, die sie perfekt beherrschte. Nur diese Gerichte gab es auch.“ Und so sei das jetzt auch bei ihm.

Tim Mälzer: „Wenn die Leute sehen könnten, was ich zuhause koche, dann wären sie schockiert“ – Geständnis eines Starkochs

„Wenn die Leute sehen könnten, was ich zuhause koche, dann wären sie schockiert“, glaubt der Starkoch. Beschreibt er seine Küche, dann könnten Fans glauben, es handle sich um ihre eigene. „Im Schrank stehen Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano und eine Currymischung, die ich geschenkt gekriegt habe. Dazu Cayennepfeffer und Paprikapulver. Fertig.“

Entsprechend würden auch die Gerichte ausfallen, der Star von Kitchen Impossible* (Vox) zaubert: „Bolognese, Hühnerfrikassee und Eintopf, vor allem auf Basis von Kartoffeln und Rüben. Und ich bin Meister des Abendbrots. Wurst, Käse, Brot, Butter – liebe ich!“. Die Hamburger Vegan-Youtuber von „Vegan ist ungesund“ kann er damit wohl nicht beglücken.

Lieber einfach kochen: Tim Mälzer bevorzugt bodenständige Küche – Deli statt Bullerei

„Wenn die Leute sehen könnten, was ich zuhause koche, dann wären sie schockiert“, sagt Tim Mälzer. (24hamburg.de-Montage)

Dass es Tim Mälzer bodenständig mag, erklärte er auch einmal im Gespräch mit 24hamburg.de. So gab er zu, dass er eigentlich lieber im „Deli“ als in der „Bullerei“ arbeiten würde. Also im preisgünstigen Restaurant neben seinem Steakhaus. Mit wenigen Zutaten eine bodenständige Mahlzeit zubereiten würde ihm mehr Spaß machen als das hochpreisige Essen.

Fans wissen, was sie an ihrem Lieblingskoch haben - viele freuen sich bereits auf seinen Auftritt in der neuen Staffel von „Inas Nacht“. Tim Mälzer gibt sich im Fernsehen und im Gespräch bodenständig und empathisch. Als er sich für Lockerungen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie stark macht, ist es vor allem das Schicksal seiner rund 200 Angestellten, das ihm nahe geht. Bei Markus Lanz (ZDF) kommen ihm gar die Tränen.

Tim Mälzer: „Die andere Hälfte verachtet mich“ – bodenständige Art mag nicht jeder, neues Sendungskonzept erarbeitet

Doch nicht jeder komme mit dieser manchmal etwas prolligen Art klar, wie Tim Mälzer im Interview weiter ausführt: „Fünfzig Prozent der Zuschauer mögen mich, die andere Hälfte verachtet mich. Das sind Umfrageergebnisse, und die sind okay. Ich wende mich eben an die, die mich mögen.“

Ergebnisse, die auch daran liegen, dass es in seinen Sendungen längst nicht mehr nur ums Kochen geht. Oft steht Tim Mälzer im Mittelpunkt und nicht die Kulinarik. Doch der Hamburger habe bereits ein neues Fernseh-Sendungskonzept: „Ich will schon ewig wieder eine reine Kochsendung machen, aber kein Sender hat Interesse.“ Wer weiß, vielleicht gibt es bald ein Format. Vorerst hat er andere Sorgen mit sich selber: Tim Mälzer muss dringend Körpergewicht abnehmen*, berichtet nordbuzz.de. * nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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