Offensiver Jäger

Gefragt – Gejagt (ARD): Alexander Bommes aufgezogen – Jäger Sebastian Klussmann lässt sich das sicher nicht gefallen

  • Yannick Hanke
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Zwischen dem „Gefragt – Gejagt“-Moderator Alexander Bommes und TV-Jäger Sebastian Klussmann gibt es mal wieder gewaltige dicke Luft. Stänkereien sind fester Bestandteil der TV-Quizshow-Ausgabe.

Hamburg-Tonndorf – In der neuesten TV-Ausgabe der ARD-Quizshow Gefragt – Gejagt“ hat es mal wieder zwischen Moderator Alexander Bommes und dem Berliner Jäger Sebastian Klussmann gekracht. Neben Sprüchen, die jeweils an dem Gegenüber adressiert waren, wurde aber auch um eine stolze Summe Geld gespielt. Wer konnte das Finale für sich entscheiden? Und ging es so spannend zu wie beim Duell mit „Quizdoktor“ Thomas Kinne*?

Erstausstrahlung:8. Juli 2012; auf NDR Fernsehen; 18. Mai 2015; auf Das Erste
Länge:45 Minuten
Produktions- unternehmen:ITV Studios Germany
Ausstrahlungs- turnus:montags bis freitags; (2012-2015: sonntags)
Jahr(e):seit 2012
Besetzung:Alexander Bommes

Gefragt – Gejagt (ARD): TV-Hamburger Moderator Alexander Bommes von Jäger Sebastian Klussmann hochgenommen

Neue Woche, neues Glück: Für die heutigen vier Kandidaten geht es gegen den Jäger, der durch seine Sprüche, seinen Ruf als „Schwiegermutters Liebling“ und seine Passion für knallbunte Hemden mit Blumen- und Tiermotiven als Unikat von „Gefragt – Gejagt“ gilt. Die Rede ist natürlich von Sebastian Klussmann, leidenschaftlicher Sprücheklopfer, der entgegen einer bekannten Redensart eben doch etwas dahinter hat.

„Gefragt – Gejagt“-Moderator Alexander Bommes (ARD) schaut entgeistert drein, als Jäger Sebastian Klussmann einen Witz auf seine Kosten macht.

Der 31-Jährige, der im fast schon traditionellem Blumenhemd und grünem Sakko auftritt, zeigt sich bestens gelaunt und spielt zu Beginn gegen Silvia Voige. Die Blondine schlägt sich zunächst wacker und weiß einige richtige Antworten zu geben. Letztendlich scheitert sie aber an der in Neuseeland lebenden „Brückenechse“, die ihr kein Begriff ist. Vorab hatte Voige noch vollmundig angekündigt, den Jäger „auf Trab“ bringen zu wollen, da sie aus der Reiterstadt Verden stammt.

Macht rein gar nichts, denn geschwind geht es mit dem Hobby-Boxer Manuel Ruben weiter, der sich in der Schnellraterunde solide 3.000 Euro erspielt. Als unteren Betrag werden ihm vom Jäger lediglich 1.000 Euro angeboten, die obere Summe beläuft sich jedoch auf das Zwölffache. Bei 12.000 Euro wird der Kandidat auch schwach und entscheidet sich fürs Zocken. Doch schon nach der zweiten Frage hat Ruben keinen Patzer mehr gut und gerät ins Grübeln.

Wer denn der Maler war, der im Dreißigjährigen Krieg zwischen England und Spanien Verhandlungen geführt hätte, möchte Moderator Alexander Bommes wissen. Ganz klar, Peter Paul Rubens ist die Antwort. Quasi der Namensvetter vom Kandidaten, der dies auch zu beantworten vermag.

Gefragt – Gejagt (ARD): Jäger Klussmann macht „Fernsehmoderator“-Spruch auf Kosten von Sportschau-Star Alexander Bommes

Auch die nächsten beiden Hürden kann Ruben souverän meistern und erspielt sich damit immer mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Und auch die Frage nach DJ Ötzis bürgerlichen Namen kann den Quizshow-Teilnehmer nicht stoppen. Sebastian Klussmann zeigt sich sichtlich genervt und kann seinen Kontrahenten auch nicht vom Finaleinzug abhalten. Damit steht es eins zu eins zwischen Kandidaten und Jägern.

Nun folgt der Auftritt von Melissa Sell, die dem Jäger in ihrem Blumen-Anzug sofort sympathisch ist. Für die Steuerfachangestellte geht es um die kurz zuvor erspielte Summe von 1500 Euro. Mit der Frage „Vor wem verspürt der Durchschnittsdeutsche die meiste Hochachtung?“ wird Klussmann eine Steilvorlage serviert. Der Berliner sagt direkt „vor dem Jäger“, ehe Moderator Bommes die Antwortmöglichkeiten vorlesen kann.

Pikant: neben „Arzt“ und „Gewerkschaftsführer“ ist auch der Beruf des „Fernsehmoderators“ eine Option. Für den Jäger liegt die Antwort auf der Hand, in ironischer Manier merkt er an, dass es ja nur der Job sein kann, den ARD-Star Bommes nachgeht. Eine Stichelei, wie sie bei „Gefragt – Gejagt“ nur allzu oft stattfindet. Davon lässt sich die Kandidatin aber nicht aus dem Konzept bringen und kann sich am Ende für das entscheidende Finale qualifizieren.

Zu guter Letzt steht Badplaner Peter Schwendenmann bereit, der sich 3500 Euro erspielen kann. Der Münsteraner will jedoch nach dem Maximum greifen und geht auf das höchste Angebot des Jägers ein. So zockt der Kandidat um 10.000 Euro und könnte damit den bisher erspielten Betrag auf insgesamt 23.500 Euro erhöhen.

Gefragt – Gejagt (ARD): Kandidaten spielen um 13.500 Euro - behält Jäger Sebastian Klussmann die Oberhand?

Seine Spielrunde fängt verheißungsvoll an, erhält jedoch durch die Frage nach einem speziellen japanischen Roman einen kleinen Dämpfer. Auch im Bereich des Philosophen Arthur Schopenhauer kann Schwendenmann nicht punkten – und scheidet aus. So kommt es zu einem Zweier-Finale, in dem Ruben und Sell um 13.500 Euro spielen.

Zwei Punkte nimmt das Duo mit in den letzten Abschnitt der populären Quizshow. Diesen folgen jedoch vergleichsweise wenig selbst erspielte Punkte. Bis kurz zum Ende der zwei Minuten, in denen möglichst viele Fragen beantwortet werden sollen, ist Melissa Sell mucksmäuschenstill und „glänzt“ auch nur durch eine falsche Antwort. Lediglich Manuel Ruben erspielt Punkte für sein Team, zehn an der Zahl. Somit stehen nach der Finalrunde zwölf Punkte für das halbierte Quartett zu Buche.

In der Regel keine Hürde für Jäger Sebastian Klussmann, dem es bereits reicht, punktemäßig mit dem Duo gleichzuziehen. Seine Finalrunde gleicht zunächst einen Durchmarsch, Patzer können von den Kandidaten aber nicht in Form von Rücksetzern genutzt werden. Letztendlich hat der Jäger noch 46 Sekunden Spielzeit über und kann sich eine souveräne Vorstellung attestieren lassen. Nicht zuletzt hinsichtlich seiner humoristischen Aussagen in Richtung von Moderator Alexander Bommes, der mitunter verbal beim Bäcker attackiert wird*. Doch beim NDR gibt es auch traurige Nachrichten. Fips Asmussen ist gestorben*. * 24hamburg.de und nordbuzz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © SWR/ARD

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