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Gefragt – Gejagt (ARD): Hamburger Moderator Alexander Bommes reißt geschmacklosen Alterswitz – „Großväterchen“ Nagorsnik entsetzt

  • Yannick Hanke
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„Gefragt – Gejagt“-Moderator Alexander Bommes (ARD) zeigt sich bestens aufgelegt und haut in der neuesten Ausgabe der TV-Quizshow einen deftigen Spruch gegen Jäger Klaus Otto Nagorsnik raus.

Hamburg-Tonndorf – In der „Gefragt – Gejagt“-Ausgabe vom Mittwoch, 5. August 2020 ist Jäger Klaus Otto Nagorsnik die „Ehre“ gegeben, zum Opfer von Moderator Alexander Bommes zu werden. Im Rahmen der ARD-Quizshow nutzt dieser eine Frage, um auf das Alter des Bibliothekars anzuspielen und einen Witz auf dessen Kosten zu machen.

Erstausstrahlung:8. Juli 2012; auf NDR Fernsehen; 18. Mai 2015; auf das Erste
Länge:45 Minuten
Produktions- unternehmen:ITV Studios Germany
Ausstrahlungs- turnusmontags bis freitags; (2012-2015: sonntags)
Jahr(e):seit 2012
Besetzung:Alexander Bommes

Gefragt – Gejagt (ARD): Hamburger Moderator Alexander Bommes macht sich über Jäger Klaus Otto Nagorsnik lustig

Den Auftakt am Mittwoch, 5. August macht Werner Heuer. Der Rentner erspielt sich recht souverän 4.500 Euro und verpasst nur denkbar knapp den elitären Club der 5000er-Kandidaten. Er und seine drei Teammitglieder müssen gegen den Bibliothekar Klaus Otto Nagorsnik spielen, der als der belesenste der fünf Jäger gilt.

Gefragt – Gejagt (ARD): Moderator Alexander Bommes brilliert in der Ausgabe von Mittwoch, 5. August 2020 als Spaßvogel und kann sich einen Spruch in Richtung des Jägers Klaus Otto Nagorsnik nicht verkneifen. (Screenshot)

Heuer kommt gut in sein Duell gegen den Münsteraner rein und glänzt mit Wissen abseits der Fragen. Der Kandidat wäre „kein Musik-Experte“ und weiß dennoch die Frage nach dem Bon Jovi-Hit „It‘s My Life“ richtig zu beantworten. Wie auch Nagorsnik, der die Pflichtaufgabe locker löst. Erst mit der vierten Frage gerät der locker aufgelegte Rentner ins Stolpern und leistet sich seinen ersten Patzer.

Dem folgt direkt ein zweiter Aussetzer, womit der Team-Chef vor dem Abgrund steht. Doch weiß er mit dem „Amphicar“ von Hans Trippel zu glänzen und steht auf einmal vor einem Matchball – den er jedoch nicht verwerten kann. Beide Duellanten sind nämlich der Meinung, dass der „Willy-Brandt-Park“ in Lübeck liegt. Die richtige Antwort lautet jedoch „Stockholm“. Kurz darauf rehabilitiert sich Heuer und kann mit seinem Hermann Hesse-Fachwissen punkten.

Jäger Klaus Otto Nagorsnik ist mehr als verdutzt, als er den Spruch von ARD-Moderator Alexander Bommes vernimmt. (Screenshot)

Auf den Rentner folgt Lisa Schönig, die „Natur und Tiere“ als ihr Fachgebiet ausgibt. Sie kann vier Fragen richtig beantworten und bringt damit 2.000 Euro mit in das Duell gegen Klaus Otto Nagorsnik. Ob sie zocken würde, will ARD-Moderator Alexander Bommes wissen. Das komme natürlich auf das Angebot des Jägers an, entgegnet Schönig. Der Bibliothekar macht der Blondine eine hochpreisige Offerte, die sich auf 12.000 Euro beläuft. Zu wenig für die Kandidatin.

Sie vergeigt die erste Frage, fängt sich dann wieder und leistet sich erneut Patzer in zweifacher Ausführung. Damit rückt der Jäger gefährlich nahe an die Kandidatin heran und könnte ihr den Quiz-Todesstoß verpassen. Doch es bleibt beim Konjunktiv und Schönig weiter im Rennen. Scheitert sie an den „Kathodenstrahlen“ des Physikers Philipp Lenard? Leider ja, muss aus der Sicht derer gesagt werden, die es mit der sympathischen Rock-Trägerin halten.

Gefragt – Gejagt (ARD): „Sportschau“-Star Alexander Bommes verortet das Geburtsdatum von Bibliothekar Nagorsnik in der Antike

Nach Schönig ist vor Tobias Lüdiger, der wie der Bibliothekar aus Münster stammt. Es kann also von einem Lokalduell gesprochen werden. In dieses geht der um Witze nicht verlegene Kandidat mit der Summe von 3.500 Euro. Nagorsnik Angebot von 13.500 Euro kann Lüdiger somit nicht aus der Reserve locken, gezockt wird an dieser Stelle nicht.

Schon bei der zweiten Frage ergreift „Gefragt – Gejagt“-Moderator Bommes die sich ihm bietende Chance beim Schopf und reißt mal wieder einen Witz über das seiner Ansicht nach biblische Alter des Jägers. Dieser ist 65 Jahre alt und muss es sich gefallen lassen, angeblich schon zu Zeiten der Antike gelebt zu haben.

„Welches edle Gewebe war schon in der Antike bekannt?“, lautet die Hürde, der sich Lüdiger und Nagorsnik stellen müssen. Erstgenannter weiß zu brillieren, der Jäger kann nicht punkten. Dafür glänzt er mit seinem Wissen über den Märchen-Klassiker Peterchens Mondfahrt“ und macht im Folgenden kurzen Prozess mit seinem Kontrahenten.

Gefragt – Gejagt (ARD): „Hobby-Gärtner“ Nagorsnik wird von Kandidatin bezwungen

Nun ist es an Gaby Wode, dem Jäger Paroli zu bieten und Werner Heuer im Finale zu unterstützen. Sie soll „Großväterchen wegzocken“, merkt Moderator Alexander Bommes wenig uncharmant an. Doch geht es zunächst darum, sich eine stattliche Summe für das Duell gegen Nagorsnik zu erspielen. Wode kommt letztendlich auf 3.500 Euro und wird auch beim Jäger-Angebot von 20.000 Euro nicht schwach.

Direkt zu Beginn weiß die Kandidatin die richtige Antwort zu geben und holt sich damit das benötigte Selbstvertrauen. Dieses wird durch die nächste Frage gestärkt, die für Wode ebenfalls keine Herausforderung darstellt. Auch mit „Gurken“ kennt sich die eloquente Kandidatin aus, ebenso wie „Hobby-GärtnerNagorsnik.

Wode ist an Souveränität kaum zu überbieten und gerät erst durch die Frage nach der Stadt Bergen ein wenig ins Taumeln. Oder doch etwas mehr? Auch in der nächsten Runde versagen ihr die Nerven und nur Nagorsnik weiß die richtige Antwort zu geben Letztendlich behält Wode die Oberhand und zieht ins Finale ein. In diesem geht es um 8.000 Euro.

Gefragt – Gejagt (ARD): Moderator Bommes drückt Kandidaten die Daumen – doch kann der Durchmarsch des Jägers gestoppt werden?

Den zwei Punkten, die das Duo mit in ihre zweiminütige Fragerunde nimmt, können Werner Heuer und Gaby Wode aber lediglich zehn Punkte hinzufügen. Damit muss Klaus Otto Nagorsnik lediglich zwölfmal richtig antworten, um das Finale für sich entscheiden zu können. Eine Herausforderung, die in der Regel machbar sein sollte. Oder etwa doch nicht?

„Unsere Herzen liegen auf jeden Fall bei Werner und Gaby“, merkt Bommes an, ehe der Jäger den Raum betritt. Dieser erfährt direkt, dass den Kandidaten noch ein Punkt abgezogen wurde, da sich das Duo beim Antworten vertan hatte. Das erleichtert die Angelegenheit für den Bibliothekar minimal, der sich in einen Rausch spielt und sieben Punkte am Stück erreicht. Das gelang auch Jäger Thomas Kinne, der in seinem Finale beste Unterhaltung bot*.

Auf diesen Punktestand wird der 65-Jährige zweimal zurückgesetzt, kann sich am Ende aber doch souverän durchsetzen und hat noch mehr als 40 Sekunden auf der Uhr stehen. Spannender machte er es am Montag, 10. August 2020*. Ähnlich gekonnt hatte schon Jäger Sebastian Klussmann am Montag, 3. August sein Finale bestritten und obendrein Alexander Bommes einen Spruch reingedrückt*. Der ist jedoch auch nicht auf den Mund gefallen und zog einen interessanten Vergleich, welcher sich auf Vulkanologe Manuel Hobiger bezog. * 24hamburg.de und nordbuzz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © ARD Mediathek/Gefragt – Gejagt

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