Rapper haben wieder mal Beef

Fler: Krasser Ärger mit Bushido – Gerichtsverfahren droht

  • Jan Knötzsch
    vonJan Knötzsch
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Erst macht Fler Bushido ein Friedensangebot. Jetzt entbrennt der Beef zwischen den beiden Rappern erneut. 24hamburg.de kennt die Hintergründe zu dem Mega-Stress.

Berlin – Wie es ist, wenn Anwälte Dinge regeln müssen, wissen beide. Sowohl Fler als auch Bushido. Der eine, Fler, wurde gerade erst zu einer Hammer-Strafe verurteilt. Der andere, Bushido, sagt im Prozess gegen seinen Ex-Wegbegleiter Arafat Abou-Chaker aus und kündigte an, bis zum Ende dieser Auseinandersetzung kein neues Album veröffentlichen zu wollen. Dafür will Bushido per Streaming ältere Titel bei einem neuen Vertrieb veröffentlichen – das wiederum bringt Fler auf die Palme. Und der Berliner explodiert mal wieder so, wie man ihn kennt: Er droht Bushdio mit einem Anwalt!

Rapper:Fler
Geboren:3. April 1982 (Alter: 38 Jahre) in Berlin
Größe:1,85 Meter
Bürgerlicher Name:Patrick Losensky
Musiklabels:Maskulin, Aggro Berlin, Ersguterjunge

Bushido plant alte Tracks neu zu veröffentlichen – auch gemeinsames Album mit Fler

Was ist da genau im Gange zwischen den beiden Deutschrappern, die immer wieder aneinandergeraten!? Es wäre nicht das erste Mal, dass zwischen Patrick Losensky, so heißt Fler bürgerlich, und Anis Mohamed Youssef Ferchichi, wie Bushidos bürgerlicher Name lautet, die Anwälte ran müss(t)en. So saßen sich die beiden nach der Veröffentlichung von Flers Diss-Track „Noname“, in der er über Bushido herzieht, vertreten durch ihre Anwälte sogar schon vor Gericht gegenüber. Weil Bushido gegen seinen Rapper-Kollegen vorging.

Fler (re.) zettelt einen Zoff mit Bushido an – müssen am Ende Anwälte die Sache klären? (24hamburg.de-Montage)

Nun läuft das Ganze andersherum. Bushido erklärte unlängst in einem Instagram-Video, dass er nach 14 Jahren der Firma Sony als Vertrieb „Goodbye“ sagen und mit einem neuen Vertrieb zusammenarbeiten werde – der Firma iGroove. Dort will er nicht nur seine zukünftigen Alben veröffentlichen, sondern auch seinen „Backkatalog“ noch einmal aktualisieren, wie er ebenfalls via Instagram erklärt. „Backkatalog“ bedeutet dabei: alle Alben und Songs, die ein Künstler in seiner Karriere bis dahin veröffentlicht hat.

Fler reagiert auf Bushidos Ankündigung – und findet offenbar wenig Gefallen an der Idee

Wie es der Zufall nun so will, gab es auch Zeiten, in denen Fler, der auch 187-Rapper Bonez MC drohte, und Bushido noch keinen Beef miteinander hatten, sondern so „dicke“ miteinander waren, dass sie gemeinsam arbeiteten. Auf dem Album „Carlo Cokxxx N*tten“ – und auch dieses Werk will Anis Mohamed Youssef Ferchichi per Streaming mit seinem neuen Vertrieb verfügbar machen. Eine Rechnung, die Bushido allerdings ohne Fler gemacht hat. „Ich glaube, da muss mal der Musikanwalt ran“, kommentiert Fler eine auf seinem Instagram-Kanal geteilte Story von Bushido, in der dieser vorher gepostet hatte: „Der erste Vorschlag von iGoove Music. Ich glaube, die nächsten Wochen werden einfach anders krass.“

„Ich glaub, da muss mal der Musikanwalt ran“

Flers Reaktion via Instagram auf eine voherige Insta-Story von Bushido

Ob „Flizzy“, so wird Fler auch genannt, es wirklich ernst meint? Das bleibt vorerst noch abzuwarten. Kurios aber ist die Drohung des 38-Jährigen schon irgendwie. Zwar hatte Animus, ein Rapper von Bushidos Label „Ersguterjunge“ jüngst ein neues Video veröffentlicht, in dem er Fler und dessen Mutter auf Übelste beleidigt, doch nachdem Fler in einem Youtube-Video des Journalisten Rooz Farhangmehr ankündigt, er habe einen Diss-Track gegen Bushido, den er zu jeder Zeit veröffentlichen könne, zeugt sich der Berliner, gegen den es selbst Diss-Tracks gibt, schnell versöhnlich.

Fler: Friedensangebot im Youtube-Video – meint er es gar nicht ernst?

„Hier jetzt mein Angebot. Mein Friedensangebot. Ich weiß sowieso: Ende des Jahres kommt dein Album und danach gehst du nach Kanada und es sei dir auch gegönnt, weil du hier sowieso ohne Polizeischutz dann wahrscheinlich nicht mehr frei rumlaufen kannst“, spielt Fler auf Bushidos Rolle im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker an und fügt hinzu: „Wir können auch einen Cut machen und sagen: Weißt du was – komm‘ wir gucken nach vorne.“

Fler verdeutlicht seinem Kontrahenten: „Und das war jetzt keine miese Ansage. Ich mache dir hier ein Friedensangebot. Frieden. Wir wollen Frieden, seelischen Frieden. Wir werden nie wieder Freunde. Brauchen wir auch nicht – das Thema ist durch. Aber das ist wirklich ein Friedensangebot.“ Er fordert Bushido auf: „Mach ein Statement und sag: ‚Ich will Frieden‘“. Dann, so Fler, sei „die Sache durch.“ So ganz wohl offenbar nicht, wenn man sich die Reaktion des 38-Jährigen, der für seine Feindschaft zu Spiegel TV bekannt ist, auf Bushidos „Backkatalog“ ansieht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Olaf Wagner/imago images & ecomedia/Robert Fishman/imago images

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