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„Der kleine Lord“ heute: Das wurde aus Darsteller Ricky Schroder

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Von: Tomasz Gralla

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Ricky Schroder spielte die titelgebende Rolle in „Der kleine Lord“ an der Seite des legendären Alec Guinness. Wir verraten, was der Schauspieler heute macht.

Los Angeles – „Der kleine Lord“ mit Alec Guinness und Ricky Schroder in den Hauptrollen gehört genau wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ seit Jahrzehnten ins deutsche Weihnachtsprogramm. Alle Jahre wieder lassen sich die Zuschauer kurz vor den Feiertagen von Cedric Errol und seinem anfangs mürrischen, später dann mitfühlendem Großvater, dem Earl von Dorincourt, in Weihnachtsstimmung bringen. Legendär sind auch die vielen Sprüche aus „Der kleine Lord“*.

Film:Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy)
Erscheinungsjahr:1980
Regisseur:Jack Gold
Drehbuch:Blanche Hanalis (nach dem Roman von Frances Hodgson Burnett)
Darsteller:Rick Schroder, Alec Guinness, Connie Booth, Eric Porter

Über 40 Jahre ist der von Jack Gold inszenierte Film nun alt, hat aber von seinem Charme noch immer nichts verloren. Das liegt zum Großteil auch an den Darstellern. Neben der Schauspiellegende Alec Guinness, der wegen seiner Wandlungsfähigkeit als der „Mann der tausend Gesichter“ bekannt war, ist des Ricky Schroder, der den kleinen Lord verkörpert und den Film auf seinen noch jungen Schultern stemmt. Doch was wurde aus dem US-amerikanischen Darsteller nach „Der kleine Lord“? Wir verraten, was Ricky Schroder heute macht.

Ricky Schroder heute: Das wurde aus dem „Der kleine Lord“-Darsteller

Ricky Schroder war schon vor seiner Rolle in „Der kleine Lord“ ein Star. Ein Jahr vor dem Weihnachtsfilm gewann er mit nur neun Jahren als bis heute jüngster Schauspieler den Golden Globe für seine Mitwirkung an dem Film „Der Champ“ (1979). Als Kinderstar wurde er von dem Ruhm nicht zu Boden gedrückt und arbeitet bis heute als Schauspieler. Ricky Schroder ist ein positives Beispiel eines Kinderstars, der nicht dem hedonistischen Exzess und/oder dem Alkohol und den Drogen verfallen ist. Der wohl prominenteste Kinderstars, der tief fiel (sich aber mittlerweile aufgerappelt hat) ist der „Kevin – Allein zu Hause“-Schauspieler Macaulay Culkin.

Ricky Schroder bei einer Preisverleihung im Januar 2020 in Los Angeles.
So sieht „Der kleine Lord“ Ricky Schroder heute aus. © Imago

Zu seinen bekanntesten Auftritten zählen Rollen in „Crimson Tide“ (1995) an der Seite von Gene Hackman, sowie den Serien „NYPD Blue“ (1998-2001), „Scrubs: Die Anfänger“ (2003) und der sechsten Staffel „24“ (2007). Seit den 2000ern ist Ricky Schroder auch hinter der Kamera als Regisseur tätig und inszenierte einige TV-Filme und 2015 die sechsteilige Dokumentation „The Fighting Season“ über den Krieg der USA in Afghanistan.

Ricky Schroder fällt heute mit negativen Schlagzeilen auf

Abseits seiner Film- und TV-Arbeit sorgte der am 13. April 1970 in New York geborene Ricky Schroder in den letzten Jahren aber auch für negative Schlagzeilen. 2016 trennte sich von seiner Frau, mit der 24 Jahre lang verheiratet war und vier gemeinsame Kinder hat. 2019 wurde er binnen 30 Tagen wegen häuslicher Gewalt festgenommen.

Im November des Folgejahres sorgte Ricky Schroder erneut für Headlines der unpopulären Art. Nachdem der Teenager Kyle Rittenhouse bei einer „Black Lives Matter“-Demonstration zwei Demonstranten erschoss und einen weiteren verletzte, rief der „Der kleine Lord“-Schauspieler zu einer Spendenaktion auf, die dem Schützen eine Untersuchungshaft ersparen sollte. Mit Erfolg: Die nötigen zwei Millionen US-Dollar Kaution wurden gesammelt, Ricky Schroder soll dabei selbst eine beträchtliche Summe beigesteuert haben.

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„Es hat mich wütend gemacht“, sagte der ehemalige Kinderschauspieler gegenüber der Los Angeles Times. „Dieser Junge ist unschuldig und er wird seine Unschuld beweisen. Ich habe getan, was jeder Vater hätte tun sollen, und das ist, ein Kind aus dem Gefängnis zu holen, in dem er nicht verdient zu sein.“ (Der Schütze Kyle Rittenhouse wurde später freigesprochen und die Schüsse als Selbstverteidigung gewertet.) *24hamburg.de und hna.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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