Abschied oder Neuanfang?

Pandamasken-Pflicht beendet: Deutschrapper Cro entsorgt tierisches Markenzeichen

  • Yannick Hanke
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Lange war es um Deutschrapper Cro ruhig. Jetzt hat der 30-Jährige via Instagram seine Karriere Revue passieren lassen und sich von seiner Pandamaske verabschiedet. Stehen die Zeichen auf Au Revoir?

  • Deutschrapper* Cro veröffentlicht Instagram-Video.
  • Karriere-Flashback schürt Comeback-Gerüchte.
  • Carlo Waibel entsorgt seine Pandamaske.

Update vom Donnerstag, 30. Juli 2020, 11:50 Uhr: StuttgartDeutschrapper Cro hatte mit einem am Dienstag, 28. Juli veröffentlichten Instagram-Video, in dem der 30-Jährige seine Karriere im Zeitraffer Revue passieren ließ, für viel Aufsehen gesorgt. Schnell fragten sich die Fans des Schwaben, ob dieser damit sein Comeback ankündigt oder gar der Abschied aus dem Musikgeschäft naht. Nun hat Cro ein weiteres Video folgen lassen, in dem sich der Sprechgesangkünstler von seinem Markenzeichen, der Pandamaske, trennt.

Künstler:Cro
Geboren:31. Januar 1990 (Alter 30 Jahre), Mutlangen
Vollständiger Name:Carlo Waibel
Ausbildung:Johannes-Gutenberg-Schule
Filme:Unsere Zeit ist jetzt

Cro: Deutschrapper entsorgt im neuen Instagram-Video seine Pandamaske – Abschied oder Neuanfang?

Bereits mit dem Hashtag „#restinpeace“ deutet Cro in seinem neuesten Instagram-Video an, dass er sich von jemandem oder etwas verabschiedet hat. Im angesprochenen Clip läuft eine Person, die nicht eindeutig als der Deutschrapper zu identifizieren ist, durch einen tropischen Wald und hebt ein Grab aus. In dieses wird das tierische Markenzeichen des „Easy“-Stars, die Pandamaske, gelegt. Anschließend wird das Wiedererkennungsmal des 30-Jährigen mit Erde bedeckt.

Steht er bald wieder mit neuer Musik auf der Bühne? Deutschrapper Cro hat mit einem Instagram-Video die Gerüchte hinsichtlich eines Comebacks geschürt.

Bevor das Video endet, zeigt die Kamera, wie aus Bambusstäben die BuchstabenfolgeRIP“, die Abkürzung für „rest in peace“, geformt wurde. Die Pandamaske von Cro soll also in Frieden ruhen. Doch wie geht es mit ihm selbst weiter? In der Kommentarspalte bringen einige Follower ihre Wertschätzung für den Deutschrapper zum Ausdruck und fühlen sich „geehrt, mit deiner Musik aufgewachsen zu sein“.

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Wieder andere spekulieren, ob der 30-Jährige mit dieser Aktion sein Karriereende bekannt gegeben hat. Es ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass Cro weitermacht, fortan mit einer gänzlichen neuen Maske auftritt oder die Gesichtsbedeckung komplett weglässt. Manch ein Fan des Schwaben hat auch die Theorie, dass diese spezielle „Beerdigung“ lediglich Teil einer Album-Kampagne ist und Cro zeitnah ein neues Album ankündigen wird. Für Aufklärung kann letztendlich aber nur der Künstler selbst sorgen.

Cro: Deutschrapper schürt mit Instagram-Video Gerüchte ums Comeback - „Easy“-Star lässt Karriere Revue passieren

Erstmeldung vom Mittwoch, 29. Juli 2020, 15:12 Uhr: Stuttgart - Deutschrapper Cro ist ein waschechter Popstar. Seit seinem „Easy“-Song hat sich der Schwabe in die Herzen vieler (Teenie-)Fans gespielt und war mit seiner Musik immer wieder im Radio präsent. Der Release seines bis dato letzten Albums, das auf den schlichten Titel „tru.“ hört, liegt aber fast drei Jahre zurück. Lange war es still um den stets maskiert auftretenden Künstler. Doch nun hat der 30-Jährige ein Instagram-Video veröffentlicht, dass die Hoffnung auf ein Comeback schürt.

Cro, der auf den bürgerlichen Namen Carlo Waibel hört, hat das zurückliegende Jahrzehnt aus musikalischer Perspektive entscheidend mitgeprägt. Der heute 30-Jährige stellte mit seinem DebütalbumRaop“ eindrucksvoll unter Beweis, wie unbeschwert und unverkrampft Rapmusik in deutscher Sprache daherkommen kann. Seine Maxime? Entschleunigung anstatt Beschleunigung. 2012 ließ sich ganz ohne Zweifel als das Jahr von Cro bezeichnen.

Steht er bald wieder mit neuer Musik auf der Bühne? Deutschrapper Cro hat mit einem Instagram-Video die Gerüchte hinsichtlich eines Comebacks geschürt.

Es folgten die Alben „Melodie“ und „tru.“ sowie der Ritterschlag in Form eines „MTV Unpluggeds“, mit dem der Deutschrapper seinen Status als einer der ganz Großen seiner Zunft zementierte. Abseits von Single-Tracks mussten die Fans von Cro aber seit 2017 auf neue Musik ihres Idols warten. Das könnte sich zeitnah ändern. Anlass, dies zu vermuten, gibt ein Instagram-Video von Waibel.

Dieses kommt einem Best-of seiner bisherigen Karriere gleich und wurde am Dienstag, 28. Juli 2020 veröffentlicht. Im Schnelldurchlauf werden dem Rezipienten die wichtigsten Stationen, Auftritte und Bekanntschaften von Cro präsentiert. „It‘s been a honor“, lautet die Bildunterschrift des Videos, das gemäß dem entsprechenden Hashtag auch als „Flashback“ anzusehen ist.

Bald ohne sein Markenzeichen zu sehen? Deutschrapper Cro tritt stets mit seiner Panda-Maske auf. Auf Instagram wird spekuliert, ob er diese zukünftig ablegen könnten.

Musikalisch unterlegt ist diese spezielle Form des Zeitraffers unter anderem mit „Easy“, dem nach wie vor wohl populärsten Songs Waibels. Das Leben der Kunstfigur Cro wird in Szenen präsentiert, die stark an Aufnahmen aus dessen „Unendlichkeit“-Musikvideo erinnern. Doch was daran lässt denn nun auf ein Comeback des 30-Jährigen hoffen?

Cro: Deutschrapper kündigt „Best German Album ever“ an - erscheint der „tru.“-Nachfolger noch 2020?

Unter Deutschrappern ist es in der jüngeren Vergangenheit zur gängigen Praxis geworden, ihren Instagram-Account in Gänze zu bereinigen, also alle Inhalte zu löschen, ehe ein neues, zumeist musikalische Produkt angekündigt wird. Genau diesen Weg hat auch Cro beschritten, dessen Profil beim Social Media-Dienst erst seit dem 28. Juli wieder einen Beitrag enthält - das besagte Zeitraffer-Video.

Schon im Mai 2020 hatte Cro in einem Instagram-Kommentar das „Best German Album ever“ angekündigt. Eine Formulierung, die alles, aber auch nichts bedeuten kann. Ein stilistischer Wechsel ist nicht ausgeschlossen, hatte sich der Schwabe im Rahmen von zurückliegenden Werken doch quasi immer wieder neu erfunden.

Das zeigt nicht zuletzt die Transformation auf Soundebene, die zwischen „Raop“ und „tru.“ stattfand. Während sein Debütalbum nicht zuletzt wegen seiner Unbeschwertheit und leichten Verdaulichkeit als klassischer Kassenschlager gilt, präsentierte Cro mit „tru.“ ein sehr experimentierfreudiges Werk, das sich zuhauf an Einflüssen aus anderen Genres bediente.

Dies liegt fast drei Jahre zurück und kommt im schnelllebigen Deutschrap-Kosmos einer gefühlten Ewigkeit gleich. Als das bis dato letzte Album Waibels erschienen war, hatte Capital Bra*, der sich sei kurzem „Pizza-Millionär*“ nennen kann, noch keinen einzigen Nummer-1-Hit in seiner Vita stehen. Mittlerweile sind es deren 19 Stück (Stand der Daten: 29. Juli 2020).

Cro: Deutschrapper könnte seine Panda-Maske ablegen - Rückzug aus dem Musikgeschäft?

Ein Beispiel, dass die rasante Entwicklung eines früher belächelten Genres aufzeigen soll, in dem Cro zeitnah wieder mitmischen könnte. In den Kommentaren unter dem Instagram-Video wurde auch schon darüber spekuliert, ob der Deutschrapper im Rahmen eines Stilwechsels seine Maske ablegen könnte. Oder, ob der Zusammenschnitt der Karriere-Highlights von Carlo Waibel nicht etwa als Abschied aus dem Musikgeschäft zu verstehen ist.

In diesem sind die Hamburger* Gangster-Rapper der 187 Strassenbande nach wie vor ziemlich erfolgreich aktiv. Davon zeugen nicht zuletzt die Songs „Roadrunner“ und „Big Body Benz“ von Boss Bonez MC*, mit denen der 34-Jährige jeweils den ersten Platz der Deutschen Single-Charts belegen konnte. Abseits der Musik „brillieren“ die einzelnen Mitglieder jedoch immer wieder durch zahlreiche Fehltritte.

Während Bonez MC auf Instagram gegen ältere Frauen hetzt*, muss sich Kumpel Gzuz* aufgrund diverser Strafdelikte vor Gericht antworten. Ihm wird unter anderem der versuchte Diebstahl einer Sauerstoffflasche* vorgeworfen. Von solchem Ärger mit der Justiz ist Cro weit entfernt. Der 30-Jährige konzentriert sich lieber auf seine Karriere und könnte dieser eventuell noch 2020 ein weiteres Kapitel hinzufügen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Alexander Prautzsch/dpa-Zentralbild/dpa/picture alliance

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