TV-Star fürchtet wirtschaftliche Konsequenzen

Coronavirus: „Das ist die Hölle“ – Hamburger Schauspieler Til Schweiger kritisiert Lockdown massiv

  • Yannick Hanke
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TV-Star Til Schweiger (ARD) macht mal wieder im negativen Sinne von sich reden. Der Hamburger kritisiert die Coronavirus-Maßnahmen - obwohl er selbst einen Infektionsfall in der Familie zu beklagen hat.

Hamburg/Niendorf – Auch einem Til Schweiger macht das Coronavirus-Sars-Cov-2 einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der weltweiten Pandemie kann der Hamburger weder Filme drehen noch produzieren. Zudem waren die Restaurants des auch als Gastronomen tätigen Schauspielers für längere Zeit geschlossen. Zu viel für einen Mann, dem wegen seinen öffentlichen Auftritten zuweilen das Image eines Cholerikers anhaftet. Doch Auftritte dieser Art waren zuletzt rar gesät.

Til Schweiger (ARD): Hamburger TV-Star nennt aktuelle Situation „die Hölle“

Im Gespräch mit dem „Stern“ hat Til Schweiger verraten, dass er seit zwei Monaten in seinem Hamburger Haus festsitze. Allzu sehr beschweren wolle sich das Multitalent aber nicht. „Mir geht es gut – im Verhältnis zu manchen Freunden von mir, die in Mailand oder Palma leben. Die nicht mal einen Balkon haben. Die durften wochenlang nicht mehr auf die Straße“, spricht der Hamburger die extremen Situationen in Italien und Spanien an.

„Es wäre unangemessen, wenn ich mich über meine Situation beschweren würde. Aber bei mir ist es einfach so: Ich liebe es zu arbeiten, aber ich kann gerade nicht arbeiten. Das belastet mich. Ehrlich gesagt: Das ist die Hölle. Ich bin nicht dafür gemacht, nichts zu tun", gibt Schweiger Einblicke in sein Seelenleben. Ob das Liebesglück mit seiner Freundin Sandra den emotionalen Wahlhamburger etwas entspannen kann, bleib abzuwarten.

Coronavirus-Krise: Til Schweiger „bricht aus“

Der Produzent einer Dokumentation über den Ex-Fußballspieler Bastian Schweinsteiger ist jedoch nicht komplett von der Außenwelt abgeschottet. Gegenüber dem „Stern“ verrät der Hamburger, dass er gerne mit seinen Hunden an der Elbe spazieren gehe. Natürlich vorschriftsgemäß, ausgerüstet mit Desinfektionsgel und Maske.

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In seinen vier Wänden spiele Schweiger mit seiner Familie viel Federball im Garten, aber auch klassische Brettspiele würden auf der „Tagesordnung“ stehen. „Aber letzte Woche bin ich mal ausgebrochen“, verrät der „Keinohrhasen"-Star. Er sei zu seiner Maskenbildnerin nach Berlin gefahren, um sich die Haare schneiden zu lassen.

Dies sei auch dringend nötig gewesen. „Als ich vor ihr stand, sagte sie zu mir: ´Til, du brauchst einen neuen Haarschnitt. Sofort!´“, erzählt Schweiger. Doch dann wechselt der Schauspieler von dieser Anekdote zu einem ernsteren Thema. Der Hamburger äußert, dass er mit den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus-Sars-Cov-2 nicht zufrieden sei.

Til Schweiger bleibt vor der Coronakrise nicht verschont.

Hamburger Schauspieler mimt erneut den Coronavirus-Zyniker

„Meiner Meinung nach hat uns dieser Lockdown mehr geschadet als genützt, ökonomisch und sozial“, formuliert Schweiger seine an die Bundesregierung gerichtete Kritik. Er habe sich vielmehr ein Vorgehen wie in Schweden erhofft. Der durch den Lockdown verursachte Schaden wirtschaftlicher und sozialer Natur sei weitaus größer als sein gesundheitlicher Nutzen, vermutet der 56-jährige Hamburger.

Nicht das erste Mal, dass sich Schweiger als Coronavirus-Sars-Cov-2-Zyniker präsentiert. Bereits durch zynische Bilder und die Situation verharmlosende Videos, die vom Schauspieler auf Instagram gepostet wurden, war der Hamburger negativ aufgefallen. Konkret kritisierte der Betreiber des „Barefood Deli“ die aktuellen Coronavirus-Sars-Cov-2-Maßnahmen und machte sich über das Robert-Koch-Institut (RKI) lustig.

Coronavirus-Infektion in Schweiger-Familie

Dies rief Unverständnis bei den Fans von Schweiger hervor und macht auch den neutralen Beobachter stutzig. Zwar erfreut sich der TV-Star bester Gesundheit, jedoch war seine Tochter Luna infiziert gewesen. Die 23-Jährige „hat sich vermutlich in Spanien oder beim Skifahren in Ischgl mit Corona angesteckt“, sagt ihr prominenter Vater.

Mittlerweile gehe es Til Schweigers Tochter aber wieder gut. „Sie hatte auch keine starken Symptome. Drei Wochen lang war sie in meiner Wohnung in Berlin in Quarantäne. Jetzt ist Luna ­wieder in Hamburg. Mein Arzt war hier, um ihr Blut für einen Antikörpertest ­abzunehmen“, gibt der Schauspieler Entwarnung.

Auch ein anderer TV-Promi, Steffen Henssler, sorgt kürzlich für Aufregung, als er sich medienwirksam gegen die Maskenpflicht stellt, berichtet nordbuzz.de*.

* nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © Christian Darisius/dpa

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