Protzen um jeden Preis?

Capital Bra: Tierquäler – Peta wütet gegen Deutschrapper

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Capital Bra hat einen Tiger in seinem Musikvideo. Zahme Tiger treiben Tierschützer auf die Barrikaden – sie fordern Ende des Tiermissbrauchs.

  • In ihrem neuen Musikvideo zum Song „B.L.F.L“ lassen Capital Bra und Azet einen Tiger auftreten.
  • Die Tierrechtsorganisation Peta wirft den Deutschrappern Tiermissbrauch vor.
  • Peta: Tiere würden in der Unterhaltungsindustrie oft leiden müssen.

Berlin – „Ich warte seit Jahren auf das Ding“, „Song des Jahres kommt“. Das neue Musikvideo zum Song „B.L.F.L.“ von Capital Bra und Azet ruft nicht nur begeisterte Fans auf den Plan. Auch die Tierrechtsorganisation Peta meldet sich nun wütend zu Wort. In einem Schreiben prangern die Tierschützer das Video an.

Rapper:Capital Bra
Geboren:23. November 1994 (Alter 25 Jahre), Sibirien, Russland
Vollständiger Name:Vladislav Balovatsky
Plattenfirmen:Ersguterjunge, Universal Music Group, Sony Music Entertainment

Was ist zu sehen? In der Video-Kollabo „B.L.F.L.“ von Captial Bra und Azet läuft ein Tiger durchs Bild, mal hat er eine Leine um den Hals, brüllt wütend in die Kamera. Mal liegt das Tier auf dem Boden und leckt sich die Pfoten, während Capital Bra und Azet neben der Großkatze rappen. Strobo-Licht hämmert.

Peta wirft Capital Bra Tiermissbrauch vor: „zu Gehorsam gezwungen“

Die Tierrechtsorganisation Peta findet das gar nicht lustig: „Tiger gehören weder in Gefangenschaft, noch dürfen sie zu Unterhaltungszwecken missbraucht werden.“  Doch leider würden Wildtiere immer wieder für Musikvideos, Foto-Shootings und Publicity ausgebeutet werden – nicht nur in Deutschland: Auch Künstler wie Beyoncé, Justin Bieber und The Weeknd hätten Tiere in ihren Videos zur Schau gestellt.

Rapper Capital Bra steht unter Verdacht Tiger gequält zu haben für sein Musikvideo. (24hamburg.de-Montage)

Peta: „Um Wildtiere in TV-Produktionen, Foto-Shootings und Ähnlichem zu Unterhaltungszwecken auszubeuten, werden die Tiere regelmäßig mit Gewalt zum Gehorsam gezwungen.“ Bei Großkatzen würden die Krallen gekürzt oder gezogen und die Zähne stumpf geschliffen.

Peta wirft Capital Bra Tiermissbrauch vor: Auch Sido bekam Zorn zu spüren

Um ihre natürlichen Verhaltensweisen, wie etwa Angriff oder Verteidigung, zu unterdrücken, würde man die Tiere teilweise medikamentös ruhigstellen. „Ein Tier, das zu Unterhaltszwecken missbraucht wird, lebt in Gefangenschaft – und damit oft in erbärmlichen Zuständen“, sagt die Tierrechtsorganisation. So sei es nicht möglich, auf die individuellen Bedürfnisse der Wildtiere einzugehen.

Auch Rapper Sido bekam bereits den Zorn der Tierschützer zu spüren: Er soll in einem Live-Stream Fische gequält haben. Dann doch lieber so wie Kontra K, der ein großes Herz für Tiere bewies – und ein Tiger-Mädchen aus einem Zirkus gerettet hat. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa/picture alliance & XinHua/dpa/picture alliance

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