Ärger bei Klimademo

„Kleiner Pisser“: Jan Leyk beleidigt Kind – 18.000 Euro Strafe

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Jan Leyk steht mal wieder vor Gericht. Der ehemalige Berlin Tag & Nacht-Darsteller auf einer Fridays for Future-Demo ein Kind beleidigt haben.

Hamburg – Die Demonstrationen von Fridays for Future sorgen in der Gesellschaft für unterschiedliche Reaktionen. Während einige die überwiegend jungen Klima-Demonstranten für ihren Einsatz feiern, stempeln andere die Kinder und Jugendlichen als Schulschwänzer ab. Soap-Star und Ex-BTN-Star Jan Leyk hat ebenfalls seine Meinung zu der Klimabewegung. Und diese rieb er einem jungen Demonstranten auf einer Demo in der Hamburger Mönckebergstraße 2019 gleich mal unter die Nase – er beleidigte ihn unter anderem als „kleiner Pisser“. Das kam ihm jetzt teuer zu stehen. Leyk musste sich für die Aktion vor Gericht verantworten.

Deutscher Laiendarsteller, Designer & DJ:Jan Leyk
Wohnort:Hamburg
Geboren:9. Oktober 1984
Größe:1,90 Meter

Jan Leyk, deutscher Laiendarsteller und Designer, teilte seine beleidigenden Worte nicht nur dem Demonstranten mit, sondern verbreitete sein Meinungsstück auch noch via Instagram. Gegen einen bereits gefällten Strafbefehl legte Jan Leyk bereits Einspruch ein. Wie die BILD berichtet, lag die Strafe bei 18.000 Euro oder ersatzweise 90 Tagen Haft. Am Dienstag, 15. Juni 2021, soll ein Termin vor dem Amtsgericht Hamburg stattgefunden haben.

Jan Leyk beleidigt Klimademonstrant von Fridays for Future – Soap-Star landet vor Gericht

Wie die BILD berichtet habe Leyk 2019 ein Kind bei der Demo von Fridays for Futre angesprochen und aufgefordert sein Schild hochzuhalten. Dann soll er die Worte: „Dieser kleine Pisser, Alter, der tut mir richtig leid, der wird nämlich instrumentalisiert von irgendwelchen erwachsenen Vollidioten, die ihre Kinder auf die Straße schicken“, gesagt haben.

Jan Leyk beleidigt Kind auf Klimademo: 18.000 Euro Strafe für Soap-Star. (24hamburg.de-Montage)

Dafür müsse Leyk jetzt blechen. Seine Anwälte wollten eigentlich eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldbuße erwirken, heißt es. Der Staatsanwalt habe das allerdings nicht akzeptieren wollen. Unter anderem, weil Hafensänger-Designer Leyk schon vorbestraft ist. Nun müsse er seine Einkommensverhältnisse offenlegen. So soll sichergestellt werden, dass die angesetzte Summe nicht zu hoch ist. An der Ersatzhaftstrafe in Höhe von 90 Tagen Haft wurde demnach nichts geändert.

Hafensänger-Designer Jan Leyk in Instagram-Story: „Hab mich entschuldigt“

Jan Leyk, der seit seinem BTN-Ausstieg vor allem über Instagram auf sich aufmerksam macht, hat sich mittlerweile übrigens bei seinem Opfer entschuldigt. „Ich habe einen persönlichen Brief an den Kleinen geschrieben und hab mich entschuldigt“, sagte er kürzlich in seiner Instagram-Story. Aus seiner Sicht hat er den Jungen übrigens gar nicht beleidigt. Denn die Worte „kleiner Pisser“, bedeuten in Hamburg so etwas wie „kleiner Butschi“, erklärte Leyk, der seit 2020 auch endlich wieder eine Freundin hat.

Außerdem habe Leyk, der auch für seine vielen Tattoos bekannt ist, mit seinen Worten gar nicht explizit den Jungen gemeint. Vielmehr habe er allgemeine Kritik an den Demonstrationen von Fridays for Future üben wollen. Das interessierte das Gericht offenbar nur herzlich wenig. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Schroedter/imago images & Jannis Große/imago images

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