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„Besserer Schauspieler als alle beim Traumschiff“: Zuschauer verhöhnen Boris Becker nach Interview

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Von: Hannes Niemeyer

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Boris Becker ist ein freier Mann. Nur wenige Tage nach seiner Haft-Entlassung und der Rückkehr nach Deutschland steht er im Sat.1-Interview Rede und Antwort. Die Fans haben gemischte Gefühle.

Unterföhring – Verändert sieht er aus, der Sport-Star, der einst die Massen in ganz Deutschland und weit über die Landesgrenzen hinaus begeisterte. Dünn, fast ausgemergelt und mit deutlich dunkleren Haaren als gewohnt kommt Boris Becker zum Interview bei Sat.1. Es ist sein erstes Interview nach seinem Gefängnis-Aufenthalt in London. Der Sender mit Sitz in Unterföhring hatte sich die Exklusiv-Rechte am ersten Gespräch mit der Tennis-Legende nach seiner Abschiebung nach Deutschland gesichert, berichtet tz.de..

Im Gespräch mit Steven Gätjen gab sich Boris Becker ehrlich, sentimental. Eindrücklich waren seine Aussagen über die Zeit im Gefängnis in London. „Nur eine Nummer“ sei er dort gewesen. Es habe die Leute dort „einen Scheißdreck“ interessiert, wer er sei. Immer wieder wird Becker emotional, wenn der ehemalige Tennis-Star über seine Zeit im „schlimmsten Gefängnis Englands“ spricht.

Boris Becker im Sat.1-Interview: Reaktionen fallen gemischt aus

Mit dem Exklusiv-Interview, das am Dienstagabend um 20.15 Uhr im TV ausgestrahlt wurde, stellte Becker sich nun einem Millionenpublikum. Und die Reaktionen der Zuschauer fielen höchst unterschiedlich aus. Die Sympathien waren aber lange nicht bei allen Zuschauern da. Das Mitleid hält sich bei vielen in Grenzen. „Es waren nur 7 Monate und nicht 10 Jahre mal davon abgesehen hätte er nicht beschissen, wäre nicht eingefahren. So einfach ist es“, beschwert sich jemand auf Twitter. „Ich nehme ihm seine Tränen nicht ab“, „Boris hat mehr schauspielerisches Talent als alle auf dem Traumschiff“ und „der hat nix gelernt ... null ... wie unsympathisch und selbstverliebt kann man sein“, sind weitere Reaktionen.

Boris Becker war im Interview mehrfach emotional ergriffen. Die Zuschauer glaubten ihm das nicht immer.
Boris Becker war im Interview mehrfach emotional ergriffen. Die Zuschauer glaubten ihm das nicht immer. © Screenshot Sat.1

Krieg-Knast-Vergleich von Boris Becker fällt im Interview durch – doch Zuschauer spenden auch viel Mitleid

Besonders der Vergleich der Tennis-Legende, mit den Mithäftlingen habe man eine Verbindung, als wäre man gemeinsam im Krieg gewesen, kommt schlecht bei den Zuschauern an. „Jetzt vergleicht er Knast mit Krieg. Wie sehr möchtest du andere Menschen noch erniedrigen? Boris Becker: JA!“, heißt es beispielsweise in einem Online-Kommentar. „Zeit, umzuschalten. Diese Selbstbeweihräucherung ist unerträglich“, folgt von einer weiteren Person, noch eine fühlt sich an einen Autounfall erinnert: „Man will nicht hingucken, man kann aber auch nicht wegsehen“. Und: „Boris Becker wohl der einzige Dude, der auch noch seine Knastzeit vermarket. Wie tief kann man sinken.“

Boris Becker im Interview auf Sat.1: Fans sprechen ehemaligem Tennis-Ass auch Mut zu

Viel Verständnis, Lob, gar Mitleid gab es für das einstige Tennis-Ass aber auch. „Ein sehr berührendes und beeindruckendes Interview - Respekt“, heißt es etwa auf Twitter zum Auftritt von Boris Becker auf Sat.1. „Ist es verkehrt zu sagen, dass der Knast Boris Becker gutgetan hat? Ich wünsche ihm in Deutschland die Anerkennung, die er in vielen andern Ländern der Welt genießt“, steht ein Zuschauer Becker bei. „Ehrlich, authentisch, reflektiert“, finden noch ein Twitter-User und wünscht Boris Becker – wie etliche weitere – „alles Gute auf seinem weiteren Weg“.

Zusätzlich zum Interview wird es außerdem eine Doku auf Apple+ zu Boris Beckers Knast-Geschichte geben. Erste Szenen daraus sind bereits veröffentlicht.

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