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Bens Fischhütte in Flensburg: Frischbrötchen-Boom dank Tim Mälzer

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Bens Fischhütte im Museumshafen von Flensburg wird seit Jahren beinahe überrannt. Kitchen Impossible-Koch Tim Mälzer hat maßgeblich dazu beigetragen.

Flensburg – Wer in der Hansestadt Hamburg unterwegs ist, der findet in den richtigen Gegenden an beinahe jeder Ecke eine Fischbude. So gut die hanseatischen Fischbrötchen aber auch schmecken mögen, scheinbar kommen sie an die Flensburger Brötchen nicht heran. Das zumindest glaubt Tim Mälzer, der einer Fischhütte von dort zu landesweiter Bekanntheit verholfen hat. Nun wird diese täglich von Besuchern überrannt. Was aber macht Bens Fischhütte so besonders, dass sogar der „Kitchen Impossible“-Star darauf aufmerksam wurde?

Geboren22. Januar 1971 (Alter 50 Jahre), Elmshorn
NominierungDeutscher Fernsehpreis für die beste tägliche Sendung
SendungenKitchen Impossible, Tim Mälzer kocht!, The Taste, Schmeckt nicht, gibt's nicht uvm
FilmeKMPD - Krass Mann Police Department

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400 Gäste am Tag: Kitchen Impossible machte Fischbude am Museumshafen berühmt

Bens Fischhütte befindet sich im Museumshafen von Flensburg und ist seit gut zwei Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Touristen. Der Grund: Tim Mälzer hat die kleine Bude berühmt gemacht. Als Ben Heinrich vor zwölf Jahren die graue Bretterbude eröffnete, verkaufte er manches Mal nur drei oder vier Brötchen am Tag. Mittlerweile sind es 300 bis 400 und die Schlange vor der Bude reicht nicht selten den ganzen Hafen entlang. Am beliebtesten ist das Matjesbrötchen.

Starkoch Tim Mälzer und ein Tablett mit unterschiedlichen Fischbrötchen
Tim Mälzer brachte einer Fischbude Ruhm. Jetzt kennt jeder Bens Fischhütte in Flensburg. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage) © Christian Charisius/Christophe Gateau/dpa

Bekanntheit erlangte Bens Fischhütte, als sie 2019 zum Ziel eines Koch-Duells wurde. Für die vierte Staffel von „Kitchen Impossible“ hatten Tim Mälzer und sein Vox-Team die Flensburger Fischbude ausgewählt. In der fünften Folge schickte Mälzer seine Kontrahentin Tanja Grandits dorthin, die bei Heinrich Backfisch mit Dorsch und selbstgemachter dänischer Remoulade, Lachsschnecke mit Sahnemeerrettich und Brathering mit Zwiebeln zubereiten musste. Sie bekam von den Testern 11,7 von 20 Punkten und verlor das Duell gegen Mälzer, der derweil auf Mallorca Popcornfalafel zubereitete.

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Das Geheimrezept: Mälzer wurde auf die sorgfältige Zubereitung der Fischbrötchen aufmerksam

Ein Grund für Tanja Grandits Scheitern könnte die ganz spezielle Zubereitung von Ben Heinrichs Fischbrötchen sein. Der Segler und gelernte Gastronom, dessen Vater früher als Fischer arbeitete, überlässt nämlich nichts dem Zufall. Als er 1992 in Dagemüll in einem Hotel in die Lehre ging, aß er dort regelmäßig Fischbrötchen, nach deren Vorbild er auch heute seine eigenen schmiert: „Gegenüber gab es die Fischbude Fritz. Da habe ich die besten Fischbrötchen meines Lebens gegessen. Mit eigens dafür gebackenen Brötchen“, erinnert Heinrich sich im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.

Nachdem er schließlich Jahre später den Plan fasste, im Flensburger Hafen eine Fischbude zu eröffnen, ging er auf Zutaten-Suche. Für die kleinen Baguettes der Bäckerei Hansen entschied er sich nach einem Probier-Marathon bei allen Bäckereien der Umgebung. Den Fisch bezieht er aus Maasholm an der Schlei vom bekannten Fischhändler Petersen.

Den entscheidenden Unterschied machen in Heinrichs Augen aber die Soßen. „Die meisten Fischbrötchen sind mit Fertigsoßen hergestellt“, erklärte er. Er hingegen hat eigene Rezepte für Remoulade und seine Soße Hausfrauenart, die diese Brötchen zu den „besten Fischbrötchen Norddeutschlands“ machen sollen – wenn man Tim Mälzer Glauben schenkt.

Neben Fischbrötchen liebt Tim Mälzer übrigens auch schnelle Autos.

Bens Fischhütte bleibt Einzelstück: Beste Fischbrötchen Deutschlands gibt es nur in Flensburg

Die Einladung in die Sendung kam damals völlig überraschend für Ben Heinrich. Dem Abendblatt erzählte er: „Ich kannte die Sendung gut, hatte zu meinen Kollegen und Freunden schon immer wieder gesagt: Da müssen wir eigentlich mal rein. Also war ich natürlich sofort begeistert.“ Nach der Ausstrahlung im März 2019 kannte ganz Norddeutschland seine Fischbude. „Spätestens seitdem haben wir hier die langen Schlangen im Museumshafen.“

Trotzdem spielt der Unternehmer, der mit einigen Partnern auch noch das Restaurant Hafenküche besitzt, nicht mit dem Gedanken, zu expandieren. „Ich will nicht groß werden, ich will nicht viel Geld verdienen. Was ich hier erreicht habe reicht vollkommen aus. Dieses kleine Unternehmen, das kann ich wunderbar allein handhaben.“ Wer also die „besten Fischbrötchen Norddeutschlands“ essen will, muss wohl oder übel weiterhin einen Ausflug in den Museumshafen von Flensburg unternehmen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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